Bruchstraße 27-29 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:DT-Bruchstr27+29_1_D_36.png|thumb|Ansicht des ehemaligen Heilig-Geist-Spitals von Süden, Johann Ludwig Knoch, 1790, Kopie von Paul Böhmer, 1883, LLB: 1 D 36]] | [[Datei:DT-Bruchstr27+29_1_D_36.png|thumb|Ansicht des ehemaligen Heilig-Geist-Spitals von Süden, Johann Ludwig Knoch, 1790, Kopie von Paul Böhmer, 1883, LLB: 1 D 36]] | ||
[[Datei:DT-Bruchstr_LLB-LK_304-Blatt-4.png|thumb|Links das ehem. Heilig-Geist-Spital, Ansicht von Südwesten, um 1875, aus: Erinnerung an das Hermanns-Denkmal und dessen Umgebung 1838-1875, Detmold: Meyersche Hofbuchhandlung, (1875?), LLB: LK 304]] | |||
Zwischen Bruchtor, Bruchstraße und Burggraben befand sich seit 1580 an der Stelle der heutigen Hausstätten Bruchstraße 27/29 ehemals das Hospital "Zum heiligen Geist", auch "Gasthaus" genannt. Das Hospital war 1460 vom Edelherrn Bernhard VII. und seinem Bruder Simon (später Bischof von Paderborn) gestiftet worden und der hl. Jungfrau Maria und der hl. Gertrud geweiht. Die kleine Stiftung diente 12 kranken oder armen Insassen. | Zwischen Bruchtor, Bruchstraße und Burggraben befand sich seit 1580 an der Stelle der heutigen Hausstätten Bruchstraße 27/29 ehemals das Hospital "Zum heiligen Geist", auch "Gasthaus" genannt. Das Hospital war 1460 vom Edelherrn Bernhard VII. und seinem Bruder Simon (später Bischof von Paderborn) gestiftet worden und der hl. Jungfrau Maria und der hl. Gertrud geweiht. Die kleine Stiftung diente 12 kranken oder armen Insassen. | ||
Ursprünglich war das Hospital zwischen [[Erlöserkirche (Detmold)|Erlöserkirche]] und [[ | Ursprünglich war das Hospital zwischen [[Erlöserkirche (Detmold)|Erlöserkirche]] und [[Schlossplatz 1 (Detmold)|Schloss]] "Im Orte" (dem kleinen Platz vor den Häusern Bruchstraße 3-11) gelegen. 1580 wurde es an das Ende der Bruchstraße verlegt, vermutlich im Zusammenhang mit dem Ausbau der Schlossbefestigungen. Unter [https://lippelex.de/index.php?title=Simon_VII.,_Lippe,_Graf_(1587-1627) Graf Simon VII.] erfolgte 1613-1622 die Errichtung eines Neubaus; sein steinernes Wappen und das seiner ersten Frau, [https://lippelex.de/index.php?title=Anna_Katharina,_Lippe,_Gräfin_(1590-1622) Gräfin Anna Katharina zu Nassau-Wiesbaden] (1590-1622) befanden sich über dem Eingang.<ref>{{PreußAlterthümer1873}}, S. 16.</ref> | ||
Der östliche Teile wurde 1752/53 als Strafwerkhaus und Zuchthaus neu erbaut und 1833-1837 zum Fürstlichen Kriminalgericht umgebaut, nachdem das Strafwerkhaus 1827-1830 einen Neubau in der [[Richthofenstraße 3 (Detmold)|Richthofenstraße 3]] erhalten hatte. | Der östliche Teile wurde 1752/53 als Strafwerkhaus und Zuchthaus neu erbaut und 1833-1837 zum Fürstlichen Kriminalgericht umgebaut, nachdem das Strafwerkhaus 1827-1830 einen Neubau in der [[Richthofenstraße 3 (Detmold)|Richthofenstraße 3]] erhalten hatte. Das Zuchthaus zog 1849 in den Neubau der Landesstrafanstalt in der [[Georg-Weerth-Straße 18 (Detmold)|Georg-Weerth-Straße 18]] um. Der östliche Gebäudeteil, das alte Zuchthaus, ging anschließend, 1851, in Privatbesitz über und ist heute noch vorhanden (siehe [[Bruchstraße 27 (Detmold)|Bruchstraße 27]]). | ||
Im westlichen Teil diente das Hospital seit Anfang des 18. Jahrhunderts als Waisenhaus, seit 1781 auch als Lehrerseminar. Beide zogen Anfang des 19. Jh. in den vormaligen "Schwalenberger Hof" in der [[Schülerstraße (Detmold)|Schülerstraße]] um (abgebrochen 1897). Als 1828 das Strafwerkhaus umzog, erweiterte sich das im östlichen Teil untergebrachte Zuchthaus, das aber bald, 1849, in den Neubau in der [[Georg-Weerth-Straße 18 (Detmold)]] zog. Der westliche Gebäudeteil in der Bruchstraße wurde nun der Spinnschule überlassen und um 1870 an Privat verkauft.<ref>{{PreußAlterthümer1873}}, S. 16.</ref> 1890 schließlich wurde der Bau an der Bruchstraße abgerissen. Hier entstand dann das Wohn- und Geschäftshaus [[Bruchstraße 29 (Detmold)|Bruchstraße 29]]. | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
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==Literatur== | ==Literatur== | ||
{{PreußAlterthümer1873}}, S. 16. | |||
{{PetersBaugeschichte1953}}, S. 192. | {{PetersBaugeschichte1953}}, S. 192. | ||