Niedernkamp 44 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

Lothar Kaup (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Joachim Kleinmanns (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 13: Zeile 13:
Die Hausstätte Niedernkamp 44 / vor 1970 Mühlenweg 3 / Heiden Nr. 5 liegt in Heiden im unteren Dorf, nahe dem Oetternbach. Die niedrige Kolonats-Nr. 5 weist die Hofstelle als einen der frühen Siedlungsplätze im Dorf Heiden aus.
Die Hausstätte Niedernkamp 44 / vor 1970 Mühlenweg 3 / Heiden Nr. 5 liegt in Heiden im unteren Dorf, nahe dem Oetternbach. Die niedrige Kolonats-Nr. 5 weist die Hofstelle als einen der frühen Siedlungsplätze im Dorf Heiden aus.


Die Geschichte des Dorfes Heiden wird bei Hüls ausführlich betrachtet und hier beschreibt er auch die Entwicklung der ehemals benachbarten Hofstellen Brüning Nr. 5 und Dreckmeier Nr. 6, die zwischen dem Weg unterhalb des Talhanges (heute Niedernkamp) und dem Oetternbach lagen. <ref>{{HülsHeiden1974}} Karte S. 125</ref> Gemäß Hüls ist eine erste Ansiedlung zu diesen Höfen in eine Rodungsphase des Dorfes zwischen 1000 und 1250 einzuordnen. <ref>Hüls 1974 S.127 </ref> Er geht davon aus, dass die beiden Höfe Brüning und Dreckmeier aus dem ehemaligen Brinkhof in Heiden entstanden sind, der im Jahre 1418 von Hermann de Wend an den Lemgoer Bürger Heinrich de Ridder verkaufte wurde. <ref>Hüls 1974 S.126 </ref>  
Die Geschichte des Dorfes Heiden wird bei Hüls ausführlich betrachtet und hier beschreibt er auch die Entwicklung der ehemals benachbarten Hofstellen Brüning Nr. 5 und [[Papendiek 37 (Heiden)|Dreckmeier Nr. 6]], die zwischen dem Weg unterhalb des Talhanges (heute Niedernkamp) und dem Oetternbach lagen.<ref>{{HülsHeiden1974}}, Karte S. 125</ref> Gemäß Hüls ist eine erste Ansiedlung zu diesen Höfen in eine Rodungsphase des Dorfes zwischen 1000 und 1250 einzuordnen.<ref>{{HülsHeiden1974}}, S. 127.</ref> Er geht davon aus, dass die beiden Höfe Brüning und Dreckmeier aus dem ehemaligen Brinkhof in Heiden entstanden sind, der im Jahre 1418 von Hermann de Wend an den Lemgoer Bürger Heinrich de Ridder verkaufte wurde.<ref>{{HülsHeiden1974}}, S. 126.</ref>  


Aus diesem ehemalige Brinkhof seien als eine geteilte Zwiehofanlage die beiden Höfe Brüning Nr. 5 und Dreckmeier Nr.6 hervorgegangen. Der eine und der andere Hof werde im 15. Jahrh. verschiedentlich urkundlich erwähnt, u.a. in einer Schadensmeldung als Folge der Eversteinschen Fede. Für beide Höfe sei auffällig, dass ihre Felder auf dem Südriedel in enger Gemengelage liegen, was auf eine gemeinsame Rodungsphase schließen lasse. Im Landschatzregister von 1568 werden ein Brun Johann sowie ein Dreck Johann genannt, bei Friemel werden die Höfe 1728 als Brüning und Dreckmeier aufgelistet. <ref>Hüls 1974 S.123 f </ref>  
Aus diesem ehemalige Brinkhof seien als eine geteilte Zwiehofanlage die beiden Höfe Brüning Nr. 5 und Dreckmeier Nr. 6 hervorgegangen. Der eine und der andere Hof werden im 15. Jahrh. verschiedentlich urkundlich erwähnt, u. a. in einer Schadensmeldung als Folge der Eversteinischen Fede. Für beide Höfe sei auffällig, dass ihre Felder auf dem Südriedel in enger Gemengelage liegen, was auf eine gemeinsame Rodungsphase schließen lasse. Im Landschatzregister von 1568 werden ein Brun Johann sowie ein Dreck Johann genannt, bei Friemel werden die Höfe 1728 als Brüning und Dreckmeier aufgelistet.<ref>{{HülsHeiden1974}}, S. 123 f.</ref>  
[[Datei: Niedernkamp 44, Heiden.jpg | thumb | Niedernkamp 44, Heiden, Foto Privat 1960]]
[[Datei: Niedernkamp 44, Heiden.jpg | thumb | Niedernkamp 44, Heiden, Foto Privat 1960]]


Zeile 31: Zeile 31:
Besitzt 1829 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht, 1 Schoppen, 1 Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=68&cHash=9e7d3c15899e53380a9c7a28356c2448 Digitalisat].</ref>
Besitzt 1829 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht, 1 Schoppen, 1 Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=68&cHash=9e7d3c15899e53380a9c7a28356c2448 Digitalisat].</ref>


Besitzt 1855 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=26&cHash=dbcc009db939885480f5d1602ffbd52f Digitalisat].</ref>
Besitzt 1855 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=26&cHash=dbcc009db939885480f5d1602ffbd52f Digitalisat].</ref> In diesem Salbuch wurde 1861 nachgetragen, dass das Wohnhaus abgebrochen, die Leibzucht auf Abbruch verkauft und der Schoppen zum Wohnhaus umgenutzt wurde.


==Inschriften==
==Inschriften==