Engelbert-Kämpfer-Straße 50 (Lemgo): Unterschied zwischen den Versionen

Aus lippe-haeuser-wiki.de
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nils Lienenlüke (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Nils Lienenlüke (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 6: Zeile 6:
|Adressbuch1901=Nein
|Adressbuch1901=Nein
}}
}}
An dieser Stelle bitte eine kurze Einführung einfügen, u.a. wann gegründet/erbaut, ehem. Haus-Nr.
Ein villenartiges Wohnhaus aus dem Jahr 1912. Eintragung als Baudenkmal in die Denkmalakte der Stadt Lemgo im Jahr 1991.


==Geschichte==
==Geschichte==
Dieses zweigeschossige villenartige Wohnhaus wurde im Jahr 1912 von dem Leinenfabrikanten Paul Kracht nach den Plänen des Architekten Bernhard Kramer aus Bielefeld, erbaut.


==Gebäude==
==Gebäude==
Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Überwiegend verputzten Massivbau in den charakteristischen, von Jugendstil und Neubarock geprägten Formen der Zeit zwischen der Jahrhundertwende und dem 1. Weltkrieg. Markant ist vor allem der kubische, schlicht geputzte Kernbau mit Sockel aus bossiertem hammerrechtem Bruchsteinmauerwerk und einem steilen, pfannengedeckten Walmdach, an welchem verschiedenartige Annexe liegen.
An der nach Osten gewandeten Straßenfassade besteht ein breiter 2-achsiger Seitenrisalit aus bossiertem Bruchstein; der die aus dem Mansarddach entwickelten Knickgiebel verbrettert. Vor der rechten Achse im Erdgeschoss liegt ein zweisäuliger Portikus mit einer Freitreppe in wuchtigen Neubarockformen. In seinem gerundeten Schweifgiebel ist eine üppig mit Voluten gerahmte Kartusche zu sehen, darin die legierten Initialen PK des Bauherrn Paul Kracht. Daneben breites Stichbogenfenster. Obergeschossfenster rechteckig.
An der nördlich gelegenen Schmalseite liegt eine Fachwerk-Veranda mit gerundeten Ecken und kupfergedecktem Schweifdach; von ihr führt eine große Treppe hinunter in den Garten. Die Südwand hat einen nach links versetzten Seitenrisalit mit Mansarddach; im Erdgeschoss liegt hier ein dreifenstriger, vorgebauchter Erker. Das Obergeschoss ist auf dieser Seite verbrettert. Im Winkel zwischen Kernbau und Risalit ruht auf Bruchstein-Korbbögen eine oval verzogene Terrasse, darüber im Erdgeschoss zur Hälfte über einem kleinen Schweifdach eingezogen; die Wandfläche ist hier verbrettert.<ref>{{GaulStadt1983}}, S. 941 ff.</ref>


==Inschriften==
==Inschriften==
Zeile 17: Zeile 25:


==Literatur==
==Literatur==
{{GaulStadt1983}}.


==Quellen==
==Quellen==
Denkmalliste der Stadt Lemgo, Nr. A 263.


==Weblinks==
==Weblinks==

Aktuelle Version vom 12. März 2026, 17:45 Uhr

Engelbert-Kämpfer-Straße 50 (Lemgo)
OrtsteilLemgo (Kernstadt)
StraßeEngelbert-Kämpfer-Straße (Lemgo)
Hausnummer50
Karte
Adressbuch von 1901Nein

Ein villenartiges Wohnhaus aus dem Jahr 1912. Eintragung als Baudenkmal in die Denkmalakte der Stadt Lemgo im Jahr 1991.

Geschichte

Dieses zweigeschossige villenartige Wohnhaus wurde im Jahr 1912 von dem Leinenfabrikanten Paul Kracht nach den Plänen des Architekten Bernhard Kramer aus Bielefeld, erbaut.

Gebäude

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Überwiegend verputzten Massivbau in den charakteristischen, von Jugendstil und Neubarock geprägten Formen der Zeit zwischen der Jahrhundertwende und dem 1. Weltkrieg. Markant ist vor allem der kubische, schlicht geputzte Kernbau mit Sockel aus bossiertem hammerrechtem Bruchsteinmauerwerk und einem steilen, pfannengedeckten Walmdach, an welchem verschiedenartige Annexe liegen.

An der nach Osten gewandeten Straßenfassade besteht ein breiter 2-achsiger Seitenrisalit aus bossiertem Bruchstein; der die aus dem Mansarddach entwickelten Knickgiebel verbrettert. Vor der rechten Achse im Erdgeschoss liegt ein zweisäuliger Portikus mit einer Freitreppe in wuchtigen Neubarockformen. In seinem gerundeten Schweifgiebel ist eine üppig mit Voluten gerahmte Kartusche zu sehen, darin die legierten Initialen PK des Bauherrn Paul Kracht. Daneben breites Stichbogenfenster. Obergeschossfenster rechteckig.

An der nördlich gelegenen Schmalseite liegt eine Fachwerk-Veranda mit gerundeten Ecken und kupfergedecktem Schweifdach; von ihr führt eine große Treppe hinunter in den Garten. Die Südwand hat einen nach links versetzten Seitenrisalit mit Mansarddach; im Erdgeschoss liegt hier ein dreifenstriger, vorgebauchter Erker. Das Obergeschoss ist auf dieser Seite verbrettert. Im Winkel zwischen Kernbau und Risalit ruht auf Bruchstein-Korbbögen eine oval verzogene Terrasse, darüber im Erdgeschoss zur Hälfte über einem kleinen Schweifdach eingezogen; die Wandfläche ist hier verbrettert.[1]

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

Literatur

Otto Gaul/Ulf-Dietrich Korn, Stadt Lemgo (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, 49. Bd./Teil I), Münster 1983.

Quellen

Denkmalliste der Stadt Lemgo, Nr. A 263.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Otto Gaul/Ulf-Dietrich Korn, Stadt Lemgo (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, 49. Bd./Teil I), Münster 1983, S. 941 ff.

Autor*innen

Nils Lienenlüke

Seitenhistorie

Seite erstellt am 12.03.2026 von Nils Lienenlüke

Letzte Änderung am: 12.03.2026 von Nils Lienenlüke