Papendiek 101 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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Im April 1945 wird die Hofstelle Dröge durch Panzerbeschuss in Brand gesetzt und zerstört. Amerikanische Panzer rückten damals durch die Dörenschlucht kommend nach Lippe vor. In Pivitsheide am Kohlpott zweigte eine Panzergruppe nach Norden in Richtung Lemgo ab, erreichte den Ellernkrug und fuhr nach Heiden weiter.  
Im April 1945 wird die Hofstelle Dröge durch Panzerbeschuss in Brand gesetzt und zerstört. Amerikanische Panzer rückten damals durch die Dörenschlucht kommend nach Lippe vor. In Pivitsheide am Kohlpott zweigte eine Panzergruppe nach Norden in Richtung Lemgo ab, erreichte den Ellernkrug und fuhr nach Heiden weiter.  


  „Hinter dem Ellernkrug hatten sich offenbar noch einzelne Wehmachtssoldaten versteckt, die bei den heranrückenden Panzern die Flucht ergriffen und wegliefen in Richtung des Hofes Dröge. Der auf die flüchtenden Soldaten gerichtete Beschuss von einem Panzer traf auch die dahinterliegenden Gebäude der Hofstelle Dröge, die sofort in Brand geriet. Eine Brandlöschung war unter diesen Bedingungen nicht möglich. Der Hof brannte bis auf die Grundmauern ab.“ Dies ist eine zusammengefasste Schilderung der Ereignisse durch die Geschwister Gerlinde und Friedrich-Wilhelm Dröge, die diese Ereignisse damals als Heranwachsende und Zeugen miterlebten und darüber einer Besuchergruppe aus Heiden persönlich berichteten.
  „Hinter dem Ellernkrug hatten sich offenbar noch einzelne Wehmachtssoldaten versteckt, die bei den heranrückenden Panzern die Flucht ergriffen und wegliefen in Richtung des Hofes Dröge. Der auf die flüchtenden Soldaten gerichtete Beschuss von einem Panzer traf auch die dahinter liegenden Gebäude der Hofstelle Dröge, die sofort in Brand geriet. Eine Brandlöschung war unter diesen Bedingungen nicht möglich. Der Hof brannte bis auf die Grundmauern ab.“ Dies ist eine zusammengefasste Schilderung der Ereignisse durch die Geschwister Gerlinde und Friedrich-Wilhelm Dröge, die diese Ereignisse damals als Heranwachsende und Zeugen miterlebten und darüber einer Besuchergruppe aus Heiden persönlich berichteten.


Zu diesem Vorfall gibt es auch eine Anmerkung bei Hüls, Heiden in Lippe <ref>Hüls 1974 S. 221 </ref>   
==Gebäude==
==Gebäude==
Die heute bestehenden Gebäude des Hofes Dröge wurden nach dem 2. Weltkrieg unter schwierigsten Bedingungen aufgrund von Materialmangel und Transportproblemen neu errichtet. Das schlichte kleine Wohnhaus ist eingeschossig aus Bruchsteinmauerwerk erbaut worden. Das ausgebaute Dachgeschoss hat ein Satteldach, das mit Hohlpfannen eingedeckt ist. Mit der Scheune an der Hofsüdseite und dem Stall an der Ostseite, beide in verputzter massiver Konstruktion mit Satteldächern, entstand ein geschlossener Hofraum.
Die heute bestehenden Gebäude des Hofes Dröge wurden nach dem 2. Weltkrieg unter schwierigsten Bedingungen aufgrund von Materialmangel und Transportproblemen neu errichtet. Das schlichte kleine Wohnhaus ist eingeschossig aus Bruchsteinmauerwerk erbaut worden. Das ausgebaute Dachgeschoss hat ein Satteldach, das mit Hohlpfannen eingedeckt ist. Mit der Scheune an der Hofsüdseite und dem Stall an der Ostseite, beide in verputzter massiver Konstruktion mit Satteldächern, entstand ein geschlossener Hofraum.