Eichenallee - (Augustdorf): Unterschied zwischen den Versionen

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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
Eigentümerin war die Fürstliche Rentkammer, ab 1919 die Fideikommißverwaltung des ehem. Fürstenhauses.
 
Eigentümerin war die Fürstliche Rentkammer, ab 1919 die Fideikommißverwaltung des ehem. Fürstenhauses.<ref>Nachfolgende Auflistung nach {{SievertHeidental1933}}, S. 28 f.</ref>


1755 Holzknecht Hanke im Stallgebäude, ab 1756 im ehem. Lockvögel-Haus. 1770 lebte er noch hier.<ref>LAV NRW OWL, L 83 A / Lippische Justizkanzlei, Prozesse bis 1800, Nr. 12 H 38: Hancke, Holzknecht zu Hartröhren gegen Christian Kaiser und Limberg zu Hiddesen, 1770; sowie LAV NRW OWL, L 93 / Lippische Forstverwaltung und Forstgericht, Nr. A Tit. 17 Nr. 30: Holzknecht Hanke zu Hartröhren gegen Carl Christian Kaiser und Holzknecht Limberg zu Hiddesen, 1770.</ref>  
1755 Holzknecht Hanke im Stallgebäude, ab 1756 im ehem. Lockvögel-Haus. 1770 lebte er noch hier.<ref>LAV NRW OWL, L 83 A / Lippische Justizkanzlei, Prozesse bis 1800, Nr. 12 H 38: Hancke, Holzknecht zu Hartröhren gegen Christian Kaiser und Limberg zu Hiddesen, 1770; sowie LAV NRW OWL, L 93 / Lippische Forstverwaltung und Forstgericht, Nr. A Tit. 17 Nr. 30: Holzknecht Hanke zu Hartröhren gegen Carl Christian Kaiser und Holzknecht Limberg zu Hiddesen, 1770.</ref>  
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nach 1770 Holzknecht Rieks, ab 1779 Holzknecht Limberg.<ref>LAV NRW OWL, L 93 / Lippische Forstverwaltung und Forstgericht, Nr. A Tit. 10 Nr. 5: Abdankung des Holzknechts Rieks und Annehmung des jungen Limberg an dessen Stelle; Gehalts-Zulage Limbergs zum Kreuzkrug und Verpflichtung seines Sohns auf die Holzknechts-Instruktion, 1779-1813.</ref>
nach 1770 Holzknecht Rieks, ab 1779 Holzknecht Limberg.<ref>LAV NRW OWL, L 93 / Lippische Forstverwaltung und Forstgericht, Nr. A Tit. 10 Nr. 5: Abdankung des Holzknechts Rieks und Annehmung des jungen Limberg an dessen Stelle; Gehalts-Zulage Limbergs zum Kreuzkrug und Verpflichtung seines Sohns auf die Holzknechts-Instruktion, 1779-1813.</ref>


1808 Limbergs Sohn Ludwig, ebenfalls Holzknecht (im Mai vereidigt). Am 1. April 1814 nach Leopoldstal versetzt, stattdessen der Leopoldstaler Holzknecht Möhring in Hartröhren eingesetzt. Wegen zahlreicher Betrügereien wurde Möhring zum 1. April 1836 nach Varenholz versetzt. Ihm folgte am 1. April 1836 der Waldschütz Friedrich Dannhäuser aus Hiddesen. Dannhäuser wurde die Bewirtung ausdrücklich gestattet, sofern sein Dienst als Waldschütz nicht darunter leide und er die Verordnung vom 17. November 1835 zum Betrieb von Gast- und Schankwirtschaften beachte. Vor allem sollte et jederzeit gutes und nach „baierischer" Art gebrautes Bier vorrätig halten. Damals kostete auf Hartröhren:1 Flasche (Bouteille) Bräkisches [Braker] Lagerbier 2 Gr., 1 kl. Schnaps 3 Pf., 1 Butterbrod mit Fleisch, Wurst oder Käse 1 Gr. 3 Pf. und eine Mittagsmahlzeit 4 ½ Gr.<ref>{{SievertHeidental1933}}, S. 25.</ref> Im April 1856 wurde Dannhäuser zum Förster befördert, am 1. November des folgenden Jahres wurde er in den Ruhestand versetzt. Ihm folgte Förster Tötemeyer vom Forsthaus Glashütte bei Schieder. Dieser wiederum wurde am 1. Oktober 1880 in den Ruhestand versetzt. An seiner Statt kam nun Förster Fricke vom Forsthaus Externsteine. Am 1. Oktober 1886 folgte Förster Möller vom Forsthaus Externstein. Nun war beständig ein Zimmer für die "Höchsten Herrschaften" bereitzuhalten, ebenso Stallung und Wagenremise, die vom Förster nicht benutzt werden durften. Möller wurde zum 1. Mai 1894 nach Kreuzkrug versetzt, an seiner Stelle kam Hartwig Gnade von Hummersen. Der Betrieb einer Gastwirtschaft wurde ihm ausdrücklich verboten. Erst unter Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe wurde im Juni 1895 wieder ein Gaststättenbetrieb auf Hartröhren erlaubt. Gnade folgte am 1. November 1898 der Waldschütz Koch aus Holzhausen, diesem wiederum am 1. November 1914 Waldschütz Diekmann aus Rischenau. Ab 1. Oktober 1922 Förster Brand aus Langenholzhausen, seit 1. Oktober 1928 Förster Karl Haindl aus Bayern.<ref>{{SievertHeidental1933}}, S. 28 f.</ref>
1808 Limbergs Sohn Ludwig, ebenfalls Holzknecht (im Mai vereidigt), am 1. April 1814 nach Leopoldstal versetzt.
 
1814 der Leopoldstaler Holzknecht Möhring in Hartröhren eingesetzt. Wegen zahlreicher Betrügereien wurde Möhring zum 1. April 1836 nach Varenholz versetzt.  
 
Ab 1. April 1836 der Waldschütz Friedrich Dannhäuser aus Hiddesen. Dannhäuser wurde die Bewirtung ausdrücklich gestattet.<ref>{{SievertHeidental1933}}, S. 25.</ref> Im April 1856 wurde Dannhäuser zum Förster befördert, am 1. November des folgenden Jahres wurde er in den Ruhestand versetzt.  
 
Ab 1857 Förster Tötemeyer vom Forsthaus Glashütte bei Schieder, am 1. Oktober 1880 in den Ruhestand versetzt.  
 
Ab 1. Oktober 1880 Förster Fricke vom Forsthaus Externsteine.  
 
Ab 1. Oktober 1886 Förster Möller vom Forsthaus Externstein. Ab jetzt war beständig ein Zimmer für die "Höchsten Herrschaften" bereitzuhalten, ebenso Stallung und Wagenremise, die vom Förster nicht benutzt werden durften. Möller wurde zum 1. Mai 1894 nach Kreuzkrug versetzt.
 
Ab 1. Mai 1894 Hartwig Gnade von Hummersen. Der Betrieb einer Gastwirtschaft war ihm ausdrücklich verboten, erst unter Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe im Juni 1895 wieder erlaubt.  
 
Ab 1. November 1898 Waldschütz Koch aus Holzhausen.
 
1901 Eigentümerin: Fürstliche Rentkammer; Bewohner*innen: [Familie] Leopold Koch, Förster, 4 Personen.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 214 u. 216.</ref>
 
Ab 1. November 1914 Waldschütz Diekmann aus Rischenau.  
 
Ab 1. Oktober 1922 Förster Brand aus Langenholzhausen.
 
1926 Eigentümerin: Fürstl. Forstverwaltung; Bewohner*innen: Förster Brand<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 695.</ref>
 
Ab 1. Oktober 1928 Förster Karl Haindl aus Bayern.


==Literatur==
==Literatur==