Fromhauser Straße 92 (Fromhausen): Unterschied zwischen den Versionen

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==Geschichte==
==Geschichte==
1590 gab Meiger 2 ½ Gulden Landschatz.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 9.</ref>
Salbuch um 1617: Heinrich Meyer M. G.H. eigen; I.G. Schuldekorn 14 Schfl. Rogken, 6 Schfl. Gersten, 2 Mt. Habern, 2 Schwein, 1 Mt. Schweinhabern; in die Rentcamern 9½ Gr. 3 d. Mitwinterschatz, 9½ Gr. 3 d. Mitsommerschatz; Burgfestgelt 1½ Rtl.; Landschatz 2½ Gfl.; 5 Huner. Jehrlich einen Hun zu halten. Den Schwartzen aus etzlichem Lande Zehenden. Dienet wochentlich mit den Pferden einen Tag dem
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1721: Meier zu Fromhausen, Ein Halbspänner, der Landesherrschaft eigen, besitzt von dieser das Gut meierstättisch und gibt an sie Weinkauf und Sterbfall.
Wohnhaus, Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 24: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1721, fol. 18.</ref>
Salbuch 1782: Meyer, ein Mittel-Halbmeyer. Ist der Landesherrschaft leibeigen, gibt derselben Weinkauf und Sterbfall. Besitzt einen Hof Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 39: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1782, S. 545 f.</ref>
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1842 Übertragung des Meierhofes Nr. 1 zu Fromhausen an den ältesten Sohn Adolph Meyer.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 4 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Fromhausen, Band 1, 1774-1788, 1819-1857, Nr. 16.</ref>
1854 besitzt Meier Hofraum, Wohnhaus, Leibzucht (die Nebengebäude wie Ställe, Schuppen u. ä. sind im Salbuch nicht mit erfasst worden), Gärten, Baumhof, Ländereien, Wiesen, Huden, Holzung, 2 Teiche. 1874 umgeschrieben auf Adolf Meyer.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 56: Salbuch der ehem. Vogtei Falkenberg von 1854, Bd. 2, 1854–1889/1892 (1769), S. 3209.</ref>


==Gebäude==
==Gebäude==
[[Datei:HBM-Fro_Fromhauser92-JK2026.jpg|thumb|Ansicht des Hofs von Süden, 2026, Foto: Joachim Kleinmanns]]
[[Datei:HBM-Fro_Fromhauser92-Stall-JK2026.JPG|thumb|Ansicht des Hofs von Westen, 2026, Foto: Joachim Kleinmanns]]
U-förmige Hofanlage, am Ende das Anf. 20. Jh. neu erbaute massive Wohnhaus mit Fachwerkgiebel und Mansarddach, links und rechts Stallungen und Scheune in Mauerwerk (Bruchstein, Aufstockung in Backstein) mit Satteldächern.


==Inschriften==
==Inschriften==


==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
1590 Meiger.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 9.</ref>
um 1617 Heinrich Meyer.<ref>nach {{StöwerSalbücher1969}}, S. 48.</ref>
1618 Meier.<ref>{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 9.</ref>
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Mitte des 18. Jh. kam es zur Abmeierung (Elokation) des Meiers und 1782 zur Rückübertragung.<ref>LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 538: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 4 (Rückübertragung des elozierten Hofes auf den Meier), 1782.</ref>
1782 Meyer.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 39: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1782, S. 545 f.</ref>
1827 Meier.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 45: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1827, S. 807 ff.</ref>
1854 Meier.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 56: Salbuch der ehem. Vogtei Falkenberg von 1854, Bd. 2, 1854–1889/1892 (1769), S. 3209.</ref>
1901 Eigentümer: Landwirt August Reineke, Bewohner*innen: Heinrich Kessemeier, Ackerknecht; Christian Plöger, Ziegler.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 205.</ref>
1926 Eigentümer: August Reineke, Bewohner*innen: Fritz Plöger, Hofmeister; Fritz Albecke, Fabrikarbeiter; Sofie Albecke, Witwe; Gustav Plöger, Landarbeiter; Heinrich Jösting, Landarbeiter.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 672.</ref>


==Literatur==
==Literatur==
{{StöwerSalbücher1969}}.
{{StöwerLandschatzregister1964}}.


==Quellen==
==Quellen==
LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 535: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 1 (Elokation), 1753-1777
LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 536: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 2 (Forderungen der Gläubiger [Creditoren]), 1740-1753
LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 537: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 3, 1753-1783
LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 538: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 4 (Rückübertragung des elozierten Hofes auf den Meier), 1782
LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 56: Salbuch der ehem. Vogtei Falkenberg von 1854, Bd. 2, 1854–1889/1892 (1769), S. 3209.
LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 4 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Fromhausen, Band 1, 1774-1788, 1819-1857, Nr. 16.


==Weblinks==
==Weblinks==

Aktuelle Version vom 17. April 2026, 17:26 Uhr

Fromhauser Straße 92 (Fromhausen)
OrtsteilFromhausen
StraßeFromhauser Straße (Fromhausen)
Hausnummer92
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeFromhausen
Hausnummer001

Meierhof Fromhausen Nr. 1, mindestens seit 1590 bestehend (s. u.).

Geschichte

1590 gab Meiger 2 ½ Gulden Landschatz.[1]

Salbuch um 1617: Heinrich Meyer M. G.H. eigen; I.G. Schuldekorn 14 Schfl. Rogken, 6 Schfl. Gersten, 2 Mt. Habern, 2 Schwein, 1 Mt. Schweinhabern; in die Rentcamern 9½ Gr. 3 d. Mitwinterschatz, 9½ Gr. 3 d. Mitsommerschatz; Burgfestgelt 1½ Rtl.; Landschatz 2½ Gfl.; 5 Huner. Jehrlich einen Hun zu halten. Den Schwartzen aus etzlichem Lande Zehenden. Dienet wochentlich mit den Pferden einen Tag dem Hern Drosten.[2]

1618 gab Meier 5 Gulden Landschatz.[3]

1721: Meier zu Fromhausen, Ein Halbspänner, der Landesherrschaft eigen, besitzt von dieser das Gut meierstättisch und gibt an sie Weinkauf und Sterbfall. Wohnhaus, Backhaus.[4]

Salbuch 1782: Meyer, ein Mittel-Halbmeyer. Ist der Landesherrschaft leibeigen, gibt derselben Weinkauf und Sterbfall. Besitzt einen Hof Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus.[5]

Salbuch 1827: Meier, ein Mittelhalbmeier. Ist der Landesherrschaft leibeigen, gibt derselben Weinkauf und Sterbfall. Besitzt einen Hof, Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus.[6]

1842 Übertragung des Meierhofes Nr. 1 zu Fromhausen an den ältesten Sohn Adolph Meyer.[7]

1854 besitzt Meier Hofraum, Wohnhaus, Leibzucht (die Nebengebäude wie Ställe, Schuppen u. ä. sind im Salbuch nicht mit erfasst worden), Gärten, Baumhof, Ländereien, Wiesen, Huden, Holzung, 2 Teiche. 1874 umgeschrieben auf Adolf Meyer.[8]

Gebäude

Ansicht des Hofs von Süden, 2026, Foto: Joachim Kleinmanns
Ansicht des Hofs von Westen, 2026, Foto: Joachim Kleinmanns

U-förmige Hofanlage, am Ende das Anf. 20. Jh. neu erbaute massive Wohnhaus mit Fachwerkgiebel und Mansarddach, links und rechts Stallungen und Scheune in Mauerwerk (Bruchstein, Aufstockung in Backstein) mit Satteldächern.

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1590 Meiger.[9]

um 1617 Heinrich Meyer.[10]

1618 Meier.[11]

1721 Meier.[12]

Mitte des 18. Jh. kam es zur Abmeierung (Elokation) des Meiers und 1782 zur Rückübertragung.[13]

1782 Meyer.[14]

1827 Meier.[15]

1854 Meier.[16]

1901 Eigentümer: Landwirt August Reineke, Bewohner*innen: Heinrich Kessemeier, Ackerknecht; Christian Plöger, Ziegler.[17]

1926 Eigentümer: August Reineke, Bewohner*innen: Fritz Plöger, Hofmeister; Fritz Albecke, Fabrikarbeiter; Sofie Albecke, Witwe; Gustav Plöger, Landarbeiter; Heinrich Jösting, Landarbeiter.[18]

Literatur

Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39.

Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964.

Quellen

LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 535: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 1 (Elokation), 1753-1777

LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 536: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 2 (Forderungen der Gläubiger [Creditoren]), 1740-1753

LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 537: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 3, 1753-1783

LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 538: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 4 (Rückübertragung des elozierten Hofes auf den Meier), 1782

LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 56: Salbuch der ehem. Vogtei Falkenberg von 1854, Bd. 2, 1854–1889/1892 (1769), S. 3209.

LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 4 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Fromhausen, Band 1, 1774-1788, 1819-1857, Nr. 16.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
  2. nach Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 48.
  3. Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
  4. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 24: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1721, fol. 18.
  5. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 39: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1782, S. 545 f.
  6. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 45: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1827, S. 807 ff.
  7. LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 4 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Fromhausen, Band 1, 1774-1788, 1819-1857, Nr. 16.
  8. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 56: Salbuch der ehem. Vogtei Falkenberg von 1854, Bd. 2, 1854–1889/1892 (1769), S. 3209.
  9. Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
  10. nach Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 48.
  11. Herbert Stöwer (Hg.), Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618 (Lippische Geschichtsquellen; 2), Münster 1964, S. 9.
  12. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 24: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1721, fol. 18.
  13. LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 538: Meier zu Fromhausen, Mittelhalbmeierkolonat Fromhausen Nr. 1 / Band 4 (Rückübertragung des elozierten Hofes auf den Meier), 1782.
  14. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 39: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1782, S. 545 f.
  15. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 45: Salbuch der Vogtei Falkenberg von 1827, S. 807 ff.
  16. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 56: Salbuch der ehem. Vogtei Falkenberg von 1854, Bd. 2, 1854–1889/1892 (1769), S. 3209.
  17. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 205.
  18. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 672.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 17.04.2026 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 17.04.2026 von Joachim Kleinmanns