Hagendonop 1 (Donop): Unterschied zwischen den Versionen
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'''Ev.-ref. Kirche Donop''' | '''Ev.-ref. Kirche Donop''' | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
[[Datei: Donop02.jpg|thumb|Kirche Donop, 2009, Foto: Nikater]] | |||
Wahrscheinlich ist die Kirche eine alte Gründung der Familie von Donop. Noch im Jahre 1542 berief sich die Witwe Katharina von Donop auf ihr „altes Patronatsrecht“. Von dem Alter des ältesten Teils der Kirche zeugt der romanische Baustil, die starken Gewölbe und die dicken Außenwände. Weil sie wahrscheinlich ein Privatbesitz ursprünglich war, darf sie in den ältesten Urchidiakonatsverzeichnissen nicht gesucht werden. Auffällig ist die mangelhafte Abrundung des Kirchspiels. (Lipp. Dorfkalender 1928). Um 1240 bestand sie ganz bestimmt. Sie war dem Eremiten Paulus gewidmet. Daher hieß das Kirchenholz die „Paulstrifft“. Der Turm hat Aehnlichkeit mit dem zu Almena und Meinberg. Das Kirchenschiff und Chor weist verschiedene Bauperioden auf. Wahrscheinlich ist der Turm 1604 erneuert worden. <br /> | Wahrscheinlich ist die Kirche eine alte Gründung der Familie von Donop. Noch im Jahre 1542 berief sich die Witwe Katharina von Donop auf ihr „altes Patronatsrecht“. Von dem Alter des ältesten Teils der Kirche zeugt der romanische Baustil, die starken Gewölbe und die dicken Außenwände. Weil sie wahrscheinlich ein Privatbesitz ursprünglich war, darf sie in den ältesten Urchidiakonatsverzeichnissen nicht gesucht werden. Auffällig ist die mangelhafte Abrundung des Kirchspiels. (Lipp. Dorfkalender 1928). Um 1240 bestand sie ganz bestimmt. Sie war dem Eremiten Paulus gewidmet. Daher hieß das Kirchenholz die „Paulstrifft“. Der Turm hat Aehnlichkeit mit dem zu Almena und Meinberg. Das Kirchenschiff und Chor weist verschiedene Bauperioden auf. Wahrscheinlich ist der Turm 1604 erneuert worden. <br /> | ||
Ein Grabstein für ein Glied der v. Donop'chen Familie mit der Jahreszahl 1681, der früher auf dem Chore lag, steht jetzt neben dem Eingange des seit 1700 an der Nordseite befindlichen Grabgewölbes der genannten Familie. Auch verdient ein Grabstein des 1685 verstorbenen Pastors Barthold Sevinghausen Beachtung. Am 1645 war die Kirche völlig verwüstet und musste gründlich erneuert werden. Fünf Jahre lang war damals die Gemeinde ohne Seelforger. Das 1590 erbaute Pfarrhaus war schon 1642 eine Ruine. Ein Taufstein befand sich noch 1654 in der Kirche. <br /> | Ein Grabstein für ein Glied der v. Donop'chen Familie mit der Jahreszahl 1681, der früher auf dem Chore lag, steht jetzt neben dem Eingange des seit 1700 an der Nordseite befindlichen Grabgewölbes der genannten Familie. Auch verdient ein Grabstein des 1685 verstorbenen Pastors Barthold Sevinghausen Beachtung. Am 1645 war die Kirche völlig verwüstet und musste gründlich erneuert werden. Fünf Jahre lang war damals die Gemeinde ohne Seelforger. Das 1590 erbaute Pfarrhaus war schon 1642 eine Ruine. Ein Taufstein befand sich noch 1654 in der Kirche. <br /> | ||
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==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
[[Datei: | [[Datei: Kirche in Donop.jpg | thumb | Kirche in Donop, Foto L.Kaup, 2011]] | ||
[[Datei: Kirche Donop, innen.jpg | thumb | Kirche Donop, innen, Foto L.Kaup, 2011]] | |||
Kirche aus Bruchsteinen; Turm mit zwei Glocken aus Bruchsteinen; Dach mit Schieferdeckung; Romanische Rundbogenfenster.<br /> | Kirche aus Bruchsteinen; Turm mit zwei Glocken aus Bruchsteinen; Dach mit Schieferdeckung; Romanische Rundbogenfenster.<br /> | ||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
Die beiden alten Glocken tragen folgende Inschriften: | Die beiden alten Glocken tragen folgende Inschriften:<ref>{{ButterweckGeschichte1926}}</ref><br /> | ||
'''Dei gratia patriae nostrae Germaniae pax reddita est 1652'''<br /> | |||
'''Sancte Paule ora pro nobis'''<br /> | |||
==Glocken== | |||
Zu den beiden Glocken der Kirche in Donop sind mehrere Inschriften genannt.<br /> | |||
Die Glocke von 1650 (Guß bei Kleimann, Lemgo) fiel unter die Kriegsabgabe 1942. Sie kam 1948 von der Sammelstelle Lünen zurück nach Donop. | |||
<ref>{{WiesekopsiekerGlocken1970}}</ref>, | |||
<ref>[https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x91131204366683920220210101553727 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17]</ref>, | |||
Tabellendaten nach Wiesekopsieker<ref>{{WiesekopsiekerGlocken1970}}</ref><br /> | |||
{| class="wikitable" style="text-align:center;" | |||
| '''Schlagton''' || '''Gussjahr''' || '''⌀ in mm''' || '''m in kg''' || '''Inschrift''' | |||
|- | |||
| ''' a<sup>1</sup> ''' || ohne Jahr || n.a. || n.a. || SANCTE PAULE ORA PRO NOBIS | |||
|- | |||
| ''' g<sup>1</sup> ''' || 1650 || n.a. || 550 || UT SUA JEHOVAE SACRA FIANT EGO CONVOCO PLEBEM <br />JOHANNES WALTARUS PHOENIUS PASTOR<br />FRANTZ TIEMANN DECHEN + BROCKHANS DECHEN + GODT SI MIT UNS | |||
|} | |||
Weitere Inschriften:<br /> | |||
'''ANNO MDCL PUO (DENUO?) GERMANIAE ET PATRIAE NOSTRA PER DEI GRATIAM AUREA PAX REDITTA FUIT'''<br /> | |||
'''PROVI XVIII NOMEN DOMINI TURRIS FORTISSIMA JUSTO'''<br /> | |||
'''MEISTER JOHANN UND CHRISTOPHER KLEIMANN BEIDE BRODER ZU LEMGO + ANNO 1650 +++'''<br /> | |||
==Orgel== | |||
==Eigentümer== | ==Eigentümer== | ||
Ev.-ref. Kirchengemeinde Donop | Ev.-ref. Kirchengemeinde Donop | ||
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{{Kirchenkategorien}} | {{Kirchenkategorien}} | ||
{{AutorKategorie}} | {{AutorKategorie}} | ||
{{Koordinaten}} | |||