Rosenweg Kirche (Lüdenhausen): Unterschied zwischen den Versionen
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Eine der ehemaligen Glocken in Lüdenhausen aus dem Jahr 1709 wurde 1880 umgegossen weil sie geborsten war. Die zweite ehemalige Glocke aus dem Jahr 1859 wurde ebenfalls 1880 umgegossen. Diese beiden Glocken mit den Schlagtönen '''cis<sup>1</sup>''' und '''e<sup>1</sup>''' bildeten das Geläut bis 1917. Die e-Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1917. Bei Radler in Hildesheim wurde 1930 eine e-Glocke gegossen welche 1963/1964 für den Guss der neuen Glocken (Gießerei Rincker, Sinn) verwendet wurde. Die cis-Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1942. | |||
Die b-Glocke ist eine sog. Flüchtlingsglocke aus Karzen, Kreis Strehlen, Schlesien. Diese Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1942, war auf dem Glockenfriedhof Hamburg zwischegelagert und wurde der Kirchengemeinde Lüdenhausen zur Verfügung gestellt. | |||
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| '''Schlagton''' || '''Gussjahr''' || '''⌀ in mm''' || '''m in kg''' || '''Inschrift''' | |||
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| '''f<sup>1</sup> ''' || 1964 || 1200 || 1000 || O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort. | |||
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| '''g<sup>1</sup> ''' || 1963 || 1050 || 686 || Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. | |||
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| '''b<sup>1</sup> ''' || 1668 || 900 || 420 || KOMBT ALLE, KOMBT ALLE, NACH UNSEREM SCHALLE, KOMBT HÖRET WOHL AN, WER SELIG SEIN KANN | |||
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Inschrift auf dem Schlagring der b-Glocke: ''Anno 1668 goss mich in Breslaw Gottfried und Sigmund Götz, als Fürst Burggraf war Melchior von Heid und Pfarrer Daniel Kartscher Bregensis.'' <br /> | |||
Wappenbildnis aus dem Glockenmantel. <br /> | |||
Die beiden Glocken von 1963 bzw. 1964 tragen auf dem Mantel das Rincker-Monogramm. | |||
==Orgel== | ==Orgel== | ||
Aktuelle Version vom 8. September 2026, 11:41 Uhr
| Rosenweg Kirche (Lüdenhausen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Lüdenhausen |
| Straße | Rosenweg (Lüdenhausen) |
| Hausnummer | Kirche |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | |
Ev.-ref. Kirche Lüdenhausen
Geschichte
Kirche und Pfarre zu Lüdenhausen waren ausgesprochen begütert. Nach und nach konnten 15 Höfe angekauft werden, die eine große Menge Korn als Pachtzins einbrachten.[1] Die einst dem hl. Pankratius geweihte Kirche wird zu den ältesten unseres Landes gehört haben.[2]
Gebäude

In Ost-West Richtung erbaute Kirche aus Bruchsteinmauerwerk, Turm mit Kupferdeckung. Das Kirchenschiff wurde 1877/78 nach Plänen von Regierungsbaurat Overbeck errichtet.
Inschriften
Glocken
Eine der ehemaligen Glocken in Lüdenhausen aus dem Jahr 1709 wurde 1880 umgegossen weil sie geborsten war. Die zweite ehemalige Glocke aus dem Jahr 1859 wurde ebenfalls 1880 umgegossen. Diese beiden Glocken mit den Schlagtönen cis1 und e1 bildeten das Geläut bis 1917. Die e-Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1917. Bei Radler in Hildesheim wurde 1930 eine e-Glocke gegossen welche 1963/1964 für den Guss der neuen Glocken (Gießerei Rincker, Sinn) verwendet wurde. Die cis-Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1942.
Die b-Glocke ist eine sog. Flüchtlingsglocke aus Karzen, Kreis Strehlen, Schlesien. Diese Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1942, war auf dem Glockenfriedhof Hamburg zwischegelagert und wurde der Kirchengemeinde Lüdenhausen zur Verfügung gestellt.
[3], [4]
| Schlagton | Gussjahr | ⌀ in mm | m in kg | Inschrift |
| f1 | 1964 | 1200 | 1000 | O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort. |
| g1 | 1963 | 1050 | 686 | Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. |
| b1 | 1668 | 900 | 420 | KOMBT ALLE, KOMBT ALLE, NACH UNSEREM SCHALLE, KOMBT HÖRET WOHL AN, WER SELIG SEIN KANN |
Inschrift auf dem Schlagring der b-Glocke: Anno 1668 goss mich in Breslaw Gottfried und Sigmund Götz, als Fürst Burggraf war Melchior von Heid und Pfarrer Daniel Kartscher Bregensis.
Wappenbildnis aus dem Glockenmantel.
Die beiden Glocken von 1963 bzw. 1964 tragen auf dem Mantel das Rincker-Monogramm.
Orgel
Eigentümer
Ev.-ref. Kirchengemeinde Lüdenhausen
Pastoren
bis 1926[2]
- JJJJ
Literatur
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.kirche-luedenhausen.de
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelisch-reformierte_Kirche_Lüdenhausen
Einzelnachweise
- ↑ Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004, S. 105
- ↑ 2,0 2,1 Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 522 ff
- ↑ Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17, Glockensachverständiger
- ↑ Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 28.04.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 08.09.2026 von Wolfgang Kramer