Kirchweg 3 (Leopoldshöhe): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Kirche und Pfarrhaus 1900.jpg|thumb|Kirche und Pfarrhaus, 1900, Friedrich Tölle, Titelblatt zum Jubiläum 1901<ref name="Meier">{{Meier150Jahre2001}}</ref>]] | |||
18 Jahre nach der zitierten Eingabe wurde eine Baukommission gegründet, am 20. Mai 1850 erfolgte die Grundsteinlegung und am 12. Oktober 1851 konnte die Kirche sowie das Pfarrhaus eingeweiht werden. | 18 Jahre nach der zitierten Eingabe wurde eine Baukommission gegründet, am 20. Mai 1850 erfolgte die Grundsteinlegung und am 12. Oktober 1851 konnte die Kirche sowie das Pfarrhaus eingeweiht werden. | ||
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==Glocken== | |||
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==Orgel== | |||
Die erste Orgel wurde 1851 vom Orgelbauer Kummer aus Minden gebaut. Bereits nach kurzer Zeit bemerkte man, dass die Orgel für die Kirche zu klein sei. 1901 wurde eine Vergrößerung der Orgel durch den Hoforgelbauer Klaßmeier aus Kirchheide vorgenommen. Kriegsbedingt mussten die Prospektpfeifen aus Zinn abgeliefert werden. 1926 wurden von Klaßmeier neue Prospektpfeifen eingebaut. Seit 1938 wird der Wind durch ein elektrisches Orgelgebläse erzeugt. Der letzte Umbau der Orgelm durch die Orgelbau-Anstalt Steinmann aus Vlotho fand 1954/55 statt. | |||
Kirchengemeinde<ref>[https://www.kirche-leo.de/ Website der Kirchengemeinde].</ref> | |||
150 Jahre Leopoldshöhe <ref name="Meier" /> | |||
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| '''Hauptwerk<br />C-g3''' || '''Brustwerk<br />C-g3''' || '''Pedal<br />C-f1''' || '''Koppeln<br />'''<br /> | |||
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| Quintade 16' || Holzgedackt 8' || Subbass 16' || HW/BW | |||
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| Prinzipal 8' || Blockflöte 4' || Offenbass 8' || HW/P | |||
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| Rohrflöte 8' || Prinzipal 2' || Quinte 4' || BW/P | |||
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| Oktave 4' || Sifflöte 1⅓' || Oktavkornett 2'+1' || | |||
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| Holzpfeife || Oktave 1' || Dulzian 16' || | |||
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| Gemshorn 2' || Scharf III || || | |||
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| Quinte 2⅔ || Krummhorn 8' || || | |||
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| Mixtur IV || Tremulant || || | |||
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==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
Über dem Altarraum befand sich bis in die 1950er Jahre eine Inschrift. | |||
==Eigentümer== | ==Eigentümer== | ||
Aktuelle Version vom 20. Juni 2026, 12:30 Uhr
Ev.-ref. Kirche Leopoldshöhe
| Kirchweg 3 (Leopoldshöhe) | |
|---|---|
| Ortsteil | Leopoldshöhe (Ortskern) |
| Straße | Kirchweg (Leopoldshöhe) |
| Hausnummer | 3 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
Es wird unserer hohen Behörde wohl nicht ganz unbekannt seyn, daß die Leute unserer Gegend 4 Stunden zu machen haben und fast einen ganzen Tag - von 8 bis 3 Uhr - vom Hause abwesend seyn und kleine Kinder, Haus und Vieh fast aufs Spiel setzen müssen, um einen Kirchgang zu halten.[1]
Eingabe aus dem Jahr 1835 an das Konsistorium.
Geschichte

18 Jahre nach der zitierten Eingabe wurde eine Baukommission gegründet, am 20. Mai 1850 erfolgte die Grundsteinlegung und am 12. Oktober 1851 konnte die Kirche sowie das Pfarrhaus eingeweiht werden.
Die Baupläne stammen von Baumeister Ferdinand Ludwig August Merckel.
Leopold II Fürst zur Lippe gab dem Platz den Namen Leopoldshöhe. So wurde an diesem Platz der Kern für die Bauerschaft Leopoldshöhe gelegt. Ausgehend von diesem Zentrum entstanden entlang der Wege nach Oerlinghausen, Schötmar und Bielefeld Geschäfte, Wohnhäuser, Handwerksbetriebe, ... 1921 wurde Leopoldshöhe "Politische Gemeinde" und 1969 Zentrum der Großgemeinde Leopoldshöhe.
Gebäude

Die Kirche besteht aus einem dreischiffigen gewölbten Hallenraum, dessen Mittelschiff deutlich höher als die Seitenschiffe ist. Die Gewölbe sind nicht gemauert, sondern aus geputztem Spalierwerk und hölzernen Rippen in Leichtbauweise erstellt. Dadurch konnten die das Gewölbe tragenden Stützen mit geringem Durchmesser ausgeführt werden, so dass der Kirchenraum lichtdurchlässig wirkt. Die verputzen Außenwände zeigen in der mit Wandvorlagen gegliederten Fassade neogotische Fenster. Der schlanke quadratische Turm mit Giebelabdeckungen wird von einem achtseitigen, schiefergedeckten Pyramidenhelm überragt.[3] Im Turm befinden sich drei Glocken. An allen vier Seiten (früher nur an der Seite zum Marktplatz) befinden sich Zifferblätter der Kirchenuhr.


Glocken
1851 wurden zwei Kirchenglocken aus Bronze eingebaut. Die große Glocke musste jedoch (1917) abgeliefert werden.[2]
| Schlagton | Gussjahr | Gießer | m in kg | Inschrift |
| ?? | 1851 | Lohmeier | 650 | Gott allein die Ehre |
| ?? | 1851 | Lohmeier | 375 | Eintracht und Liebe |
1924 wurden die jetzigen drei Stahlglocken eingebaut.[4]
| Schlagton | Gussjahr | ⌀ in cm | m in kg | Inschrift |
| e1 | 1922 - 24 | 138,7 | 1128,5 | Die alte Glocke zog in die Schlacht, wir neuen entstanden in Deutschlands dunkelster Nacht |
| g1 | 1924 | 117 | 626,5 | Liebe |
| a1 | 1924 | 101,6 | 451 | Eintracht |
Orgel
Die erste Orgel wurde 1851 vom Orgelbauer Kummer aus Minden gebaut. Bereits nach kurzer Zeit bemerkte man, dass die Orgel für die Kirche zu klein sei. 1901 wurde eine Vergrößerung der Orgel durch den Hoforgelbauer Klaßmeier aus Kirchheide vorgenommen. Kriegsbedingt mussten die Prospektpfeifen aus Zinn abgeliefert werden. 1926 wurden von Klaßmeier neue Prospektpfeifen eingebaut. Seit 1938 wird der Wind durch ein elektrisches Orgelgebläse erzeugt. Der letzte Umbau der Orgelm durch die Orgelbau-Anstalt Steinmann aus Vlotho fand 1954/55 statt.
Kirchengemeinde[5]
150 Jahre Leopoldshöhe [2]
Disposition
| Hauptwerk C-g3 |
Brustwerk C-g3 |
Pedal C-f1 |
Koppeln |
| Quintade 16' | Holzgedackt 8' | Subbass 16' | HW/BW |
| Prinzipal 8' | Blockflöte 4' | Offenbass 8' | HW/P |
| Rohrflöte 8' | Prinzipal 2' | Quinte 4' | BW/P |
| Oktave 4' | Sifflöte 1⅓' | Oktavkornett 2'+1' | |
| Holzpfeife | Oktave 1' | Dulzian 16' | |
| Gemshorn 2' | Scharf III | ||
| Quinte 2⅔ | Krummhorn 8' | ||
| Mixtur IV | Tremulant |
Inschriften
Über dem Altarraum befand sich bis in die 1950er Jahre eine Inschrift.
Eigentümer
Ev.-ref. Kirchengemeinde Leopoldshöhe
Pastoren
bis 1926 [6]
- JJJJ
Literatur
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004
- Burkhard Meier, 150 Jahre Leopoldshöhe Aus der Geschichte einer lippischen Kirchengemeinde, 2001
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.kirche-leo.de/
- LippeLex Artikel zu Ferdinand Merkel: https://lippelex.de/index.php?title=Merckel,_Ferdinand_(1808-1893)
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Findbuch Kirchengemeinde Leopoldshöhe
Einzelnachweise
- ↑ Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004, S. 143
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 Burkhard Meier, 150 Jahre Leopoldshöhe Aus der Geschichte einer lippischen Kirchengemeinde, 2001
- ↑ Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, Veröffentlichung 2012, S.130-131
- ↑ Theolog. Bibliothek der Lippischen Landeskirche: "Die Glocken des Lipperlandes"
- ↑ Website der Kirchengemeinde.
- ↑ Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 503 ff
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 08.01.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 20.06.2026 von Wolfgang Kramer