Kirchplatz o.Nr. (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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==Gebäude==
==Gebäude==
[[Datei: Kirchplatz Heiden 01..jpg | thumb | Kirchplatz Heiden 01., Foto Mika Weiser, 2025]]
[[Datei: Kirchplatz Heiden 01..jpg | thumb | Kirchplatz Heiden 01., Foto Mika Weiser, 2025]]
[[Datei:LA-Heiden_GrundrissKirche.jpg|thumb|Heiden, Grundriss der Kirche mit Grabungsbefunden, aus: Lobbedey, 1971]]
[[Datei:LA-Heiden_KircheRekonstr.jpg|thumb|Heiden, Grundriss der Kirche mit Grabungsbefunden, aus: Lobbedey, 1971]]
[[Datei:Heiden-Kirche_Chorsanierung.JPG|thumb|Heiden, Kirche, Sanierung der Setzungsschäden am Chor, 2021, Foto: Joachim Kleinmanns]]
===Äußeres===
===Äußeres===
Dreischiffige Hallenkirche mit polygonalem (5/8) Chor und Westturm. Quersatteldächer über den Seitenschiffen, gedrehter Turmhelm. Verputzter Mauerwerksbau aus Bruchstein mit Werksteingliederungen aus hellem Sandstein ohne Steinmetzzeichen. Gewölbe aus Bruchstein.<ref>Nachfolgende Beschreibung nach Gaul: Stadtarchiv Lemgo, 14 L 9983: Bau- und Kunstdenkmäler des Landkreises Detmold, unveröff. Typoskript, 2. Fassung [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/title-info/10093449 Digitalisat].</ref> Gesamtlänge der Kirche 39,50 m.
Dreischiffige Hallenkirche mit polygonalem (5/8) Chor und Westturm. Quersatteldächer über den Seitenschiffen, gedrehter Turmhelm. Verputzter Mauerwerksbau aus Bruchstein mit Werksteingliederungen aus hellem Sandstein ohne Steinmetzzeichen. Gewölbe aus Bruchstein.<ref>Nachfolgende Beschreibung nach Gaul: Stadtarchiv Lemgo, 14 L 9983: Bau- und Kunstdenkmäler des Landkreises Detmold, unveröff. Typoskript, 2. Fassung [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/title-info/10093449 Digitalisat].</ref> Gesamtlänge der Kirche 39,50 m.
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Reste spätgotischer Rankenmalerei in rotbrauner Farbe. Am Gewölbe des Nebenchors, um 1500.
Reste spätgotischer Rankenmalerei in rotbrauner Farbe. Am Gewölbe des Nebenchors, um 1500.


2011 weitere Funde: am südöstlichen Schildbogen Wellenranke (Erstfassung, 14. Jh.), im südöstlichen Seitenschiffjoch Ornamentband im Scheitel der Gewölbekappe (Erstfassung, 14. Jh.), im Mittelschiffgewölbe Ornamentranken (Zweitfassung, 15. Jh.), im Westjoch des Nordschiffs Gratbänder mit Begleitern aus Rundbordüren und Tupfen (um 1500), an der Nordwand Madonnendarstellung (nicht erhalten), an der Nordseite vom südöstlichen Pfeiler Figurenfragment (nach Dokumentation wieder überstrichen).<ref>[https://www.kirche-heiden.de]</ref>
2011 weitere Funde: am südöstlichen Schildbogen Wellenranke (Erstfassung, 14. Jh.), im südöstlichen Seitenschiffjoch Ornamentband im Scheitel der Gewölbekappe (Erstfassung, 14. Jh.), im Mittelschiffgewölbe Ornamentranken (Zweitfassung, 15. Jh.), im Westjoch des Nordschiffs Gratbänder mit Begleitern aus Rundbordüren und Tupfen (um 1500), an der Nordwand Madonnendarstellung (nicht erhalten), an der Nordseite vom südöstlichen Pfeiler Figurenfragment (nach Dokumentation wieder überstrichen).<ref>Website der Kirchengemeinde [https://www.kirche-heiden.de]</ref>


==Ausstattung==
==Ausstattung==
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Auf den Glocken, s. o.  
Auf den Glocken, s. o.  
==Orgel==
==Orgel==
Die Kirche besaß bereits vor 1605 eine Orgel. Pastor Simon Finke berichtete damals, die Kirche habe eine Orgel, aber der Küster könne nicht spielen. Neubau wahrscheinlich vor dem Turmbrand 1663. Der Name des Orgelbauers ist nicht bekannt. 1865 Erneuerung durch den Orgelbauer August Randebrock (1825–1876) aus Paderborn (Orgelwerk erneuert, Disposition vergrößert auf 9 Register und angehängtem Pedal, noch brauchbare Pfeifen wurden wiederverwendet). 1912 Neubau einer Orgel durch Friedrich Klaßmeier (1880–1943) aus Kirchheide bei Lemgo mit Vergrößerung der Orgelempore bis an das westliche Pfeilerpaar mit Dirigentenkanzel. Eine elektrische Windversorgungsmaschine wurde später angefügt. 1970 bei der umfangreichen Kirchenrenovierung entfernt und 1973 Einbau einer neuen Orgel des VEB Jehmlich Orgelbau/Dresden (mechanische Schleifladenorgel mit zwei Manualen und Pedal, 20 klingenden Stimmen, 1.318 Zinnpfeifen und 42 Holzpfeifen, verteilt auf 6 Pedalregister, 7 Hauptwerksregister und 8 Schwellwerksregister), eingeweiht am 16. Dezember 1973.<ref>[https://organindex.de/index.php?title=Lage_(Lippe)/Heiden,_Dorfkirche Organindex.de].</ref> <ref>[https://www.kirche-heiden.de/orgel Website der Kirchengemeinde].</ref>


==Eigentümer==
==Eigentümer==
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Als erster Priester wird 1315 für Heiden Heinrich von Ickenhausen genannt. <ref>Hüls 1974 S. 106</ref> Eine Liste der weiteren Priester bzw. Pfarrer in Heiden findet sich in der Beschreibung des Pfarrhauses Heiden [[Kirchplatz 8 (Heiden)|Kirchplatz 8]] sowie bei Butterweck bis 1926<ref name="Butterweck" />
Als erster Priester wird 1315 für Heiden Heinrich von Ickenhausen genannt. <ref>Hüls 1974 S. 106</ref> Eine Liste der weiteren Priester bzw. Pfarrer in Heiden findet sich in der Beschreibung des Pfarrhauses Heiden [[Kirchplatz 8 (Heiden)|Kirchplatz 8]] sowie bei Butterweck bis 1926<ref name="Butterweck" />
==Literatur==
==Literatur==
* Saskia Schöfer, Lage (Krs. Lippe). Evangelisch-Reformierte Kirche [Heiden], in: Westfalen, 94. Jg. (2016), S. 432–435, Münster 2016.
* {{MeierLippischeKirchen2004}}
* {{MeierLippischeKirchen2004}}
* {{MeierDorfkirche1995}}.
* {{MeierDorfkirche1995}}.