Obere Schanze 2 (Hiddesen): Unterschied zwischen den Versionen

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"Ich nehme an, daß der Erbauer in Tanganjika gelebt hat. Das Haus wurde von dem Freiherrn G. von Ihlendorf [sic] erbaut. Später wohnte dort die Familie Kemmerich, soviel ich weiß, war eine Tochter Lehrerin in Bad Meinberg. Um das Jahr 1925 zog die Familie Timmermann ein. Herr Dr. Karl Timmermann war Journalist. Die Familie Timmermann hatte 2 Kinder, jünger als wir, denen noch heute das Haus gehört, die aber nicht mehr dort wohnen. Frau Timmermann hielt den schönen Garten immer sehr gut in Ordnung. Nach dem 2. Weltkrieg eröffnete sie mit ihrer Tochter Ruth ein Café. Sie gaben sich sehr viel Mühe, alles wurde selbst gebacken und der Garten war ein Schmuckstück. Auch Serenaden-Abende wurden veranstaltet. Aber so recht kam das Unternehmen nicht in Gang, auch wohl wegen der abgelegenen Lage."<ref>Käthe Pieper, Die 13 Häuser der Schanze, Typoskript, 1990 (Lipp. Landesbibliothek).</ref>
"Ich nehme an, daß der Erbauer in Tanganjika gelebt hat. Das Haus wurde von dem Freiherrn G. von Ihlendorf [sic] erbaut. Später wohnte dort die Familie Kemmerich, soviel ich weiß, war eine Tochter Lehrerin in Bad Meinberg. Um das Jahr 1925 zog die Familie Timmermann ein. Herr Dr. Karl Timmermann war Journalist. Die Familie Timmermann hatte 2 Kinder, jünger als wir, denen noch heute das Haus gehört, die aber nicht mehr dort wohnen. Frau Timmermann hielt den schönen Garten immer sehr gut in Ordnung. Nach dem 2. Weltkrieg eröffnete sie mit ihrer Tochter Ruth ein Café. Sie gaben sich sehr viel Mühe, alles wurde selbst gebacken und der Garten war ein Schmuckstück. Auch Serenaden-Abende wurden veranstaltet. Aber so recht kam das Unternehmen nicht in Gang, auch wohl wegen der abgelegenen Lage."<ref>Käthe Pieper, Die 13 Häuser der Schanze, Typoskript, 1990 (Lipp. Landesbibliothek).</ref>
Ein Faltblatt warb für das "Café Haus Tanga Detmold, Schanze" als "verwunschenes Schlößchen" und "Blumenparadies, idyllisch gelegen, direkt am Hochwald, im Naturschutzgebiet, Entzückende Terrassen, Gepflegte Parkanlagen, Antik eingerichtete Innenräume mit offenem Kaminfeuer". Es gab Gesellschaftsräume, Hauskonditorei und Fremdenzimmer.<ref>LLB, ME-PK-41-85.</ref>


==Gebäude==
==Gebäude==
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[[Datei:DT-OSchanze2SO_JK2025.jpg|thumb|Obere Schanze 2, Villa Tanga, Ansicht von Südosten, 2025 (Foto: Joachim Kleinmanns)]]
[[Datei:DT-OSchanze2SO_JK2025.jpg|thumb|Obere Schanze 2, Villa Tanga, Ansicht von Südosten, 2025 (Foto: Joachim Kleinmanns)]]
[[Datei:DT-OSchanze2_ME-PK-41-92.png|thumb|Garten und Café-Terrasse "Haus Tanga", um 1950 (LLB, ME-PK-41-92)]]
[[Datei:DT-OSchanze2_ME-PK-41-87.png|thumb|Innenraum "Haus Tanga", um 1950 (LLB, ME-PK-41-87)]]


Zweigeschossiger traufständiger Bruchsteinbau mit Kniestock und Viertelwalmdach, rechts Risalit mit steilem Giebel mit Freigespärre, über dem Giebelfenster die aufgemalte Inschrift "Villa Tanga". Talseitig mittig vorgebauter zweigeschossiger Erker mit sehr flachem Walmdach und verandaartiger Befensterung. Der Giebel nach Süden ebenfalls mit weit vorkragendem Freigespärre. Alle Fenster mit aufgeputzten Faschen.
Zweigeschossiger traufständiger Bruchsteinbau mit Kniestock und Viertelwalmdach, rechts Risalit mit steilem Giebel mit Freigespärre, über dem Giebelfenster die aufgemalte Inschrift "Villa Tanga". Talseitig mittig vorgebauter zweigeschossiger Erker mit sehr flachem Walmdach und verandaartiger Befensterung. Der Giebel nach Süden ebenfalls mit weit vorkragendem Freigespärre. Alle Fenster mit aufgeputzten Faschen.