Jägerwinkel 5 (Vahlhausen/Horn-Bad Meinberg): Unterschied zwischen den Versionen
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Gegründet vor | Der Hof Hofmeister gehörte, wie der Hof Nr. 1, bis 1920 zur Bauerschaft Wehren und hatte die Hausnummer 20. Gegründet wurde der Hof vor 1540. Arthur Schöning beschreibt den Hof in seinem Buch „Der Grundbesitz des Klosters Corvey im ehemaligen Lande Lippe“, erschienen 1958-1960 (drei Bände) als den mittelalterlichen Corveyer Hof an, der den Ursprung des Dorfes bilden soll. Er liefert dafür keine Begründung und gibt den Hausnamen mit [[Steinheimer Straße 135 (Vahlhausen/Horn-Bad Meinberg)|Meierjohann Nr. 3]]. Dieser Hof scheidet aber als ursprünglicher Corveyer Hof aus, da er, zusammen mit [[Steinheimer Straße 133 (Vahlhausen/Horn-Bad Meinberg)|Böckhaus (Nr. 4)]], im Jahre 1326 zu Ausstattung der neugegründeten Hofkapelle zu Horn gehörte. Die Einkünfte aus diesem Hof kamen, auch später noch, dem Kapellenpriester zugute. Im Gegensatz hierzu waren die vormaligen Besitzer des Hofes Hofmeister, wie auch der Nachbar Flammenkamp ([[Im Knicke 1 (Vahlhausen/Horn-Bad Meinberg)|Wehren Nr. 1]]) dem Kloster Gehrden abgabenpflichtig (1782) und gehörten zur Kirche Meinberg. | ||
Im Landschatzregister von 1545 ist Knick Hencke als Besitzer aufgeführt. 1601 hat Vögeler aus Meinberg den Hof erhalten und möchte sein Haus zu Meinberg verkaufen (L33B, XI, Nr. 1). Im Landschatzregister Wehren von 1618 ist noch Knick Henrich, Hofm[eister] (Hofmeister = Aufseher in der Landwirtschaft) aufgeführt. Im Salbuch von ca. 1620 ist dann Curt Vögeler, Kleinkötter, aufgeführt. Dort wird erwähnt, daß er, wie sein Vorgänger, von Handdiensten befreit war, weil er das landesherrliche „Meierholtz“, eine Waldung bei Vahlhausen, verwaltete. Vögeler war zugleich auch Hofmeister auf der Burg Horn. Diese Berufsbezeichnung wurde später als Familienname übernommen. 1656 heißt es unter Wehren: Großkötter Hofmeister, Leibzüchter Nr. 13, „hat zwey Stiefkinder alß 1. Ilsche von 20 Jahren auf dem Hof, 2. Cort dienet beym Keyser zum Bellenberg, 3. Johann der itzo den Hof angenommen und sich jüngst verheiratet, 4. 1 Tochter 9 Jahre, auf dem Hof. Noch 1782 handelt es sich um einen relativ großen Hof mit Wohnhaus, Leibzucht und Backhaus, einem Garten und 54 Sch[effelsaat] Land, zwei Wiesen und einem Teich auf dem Hof (L101C1 Amt Horn Nr. 13 – 1782). Eventuell wurde die Hoffläche vom Hof Nr. 1 (Kützemeier) abgeteilt. Dies würde auch die gemeinsame Zugehörigkeit zur Bauerschaft Wehren bis 1920 und die Zugehörigkeit zur Kirche in Meinberg erklären. Die übrigen Vahlhauser Stätten gehörten bis 1963 überwiegend zur Kirche in Horn. – An dem um 1953 abgebrannten Fachwerkhaus war eine Inschrift des Ehepaares Johann Heinrich Hoffmeister und Sophia Müthers aus Billerbeck vom 14. 6. 1805 angebracht. | |||
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