Schennershagen 4 (Bad Salzuflen): Unterschied zwischen den Versionen

Lennart Stephan (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Lennart Stephan (Diskussion | Beiträge)
 
(9 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 13: Zeile 13:


==Gebäude==
==Gebäude==
Das zweischiffige Fachwerkgiebelhaus geht in seiner heutigen Form auf das 16. Jahrhundert zurück. Im 19. Jahrhundert erfolgte der Durchbau der hohen Wirtschaftsdiele, in dessen Rahmen der Torbogen entfernt und durch eine zweiflügelige Tür im spätklassizistischen Stil ersetzt wurde.<ref>Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 28.</ref>


==Inschriften==
==Inschriften==
An der Giebelschwelle der Hausstätte findet sich folgende Inschrift:
„WER [G]OT VERTRAVWET HAT WOL GEBAVWET IM HIMMEL VND AVF ERDEN WER SICH VERLEST AVF JESUM KRIST DEM SOL DER HIMMEL WERDEN DARUMB BAVTE DICH A. HOFNVS.“<ref>Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 28.</ref>


==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
Zeile 23: Zeile 29:


1623/33 Gerke Polhenne gen. Holtkemper; „kein Land, 1 Garten, 1 Wiese; 50 Thaler Schulden)“; vgl. auch Salzuflen Nr. 201.
1623/33 Gerke Polhenne gen. Holtkemper; „kein Land, 1 Garten, 1 Wiese; 50 Thaler Schulden)“; vgl. auch Salzuflen Nr. 201.
1633/45 Die Witwe des Gerd Pollhenn, „hat ein Weberstell“; „Greta, vor 1648 wiederverheiratet mit Jobst Witte, welcher alles versäuft und verfrißt.“
1660/62 „Johan Redeker, vorher zur Heuer in Nr. 159, erwirbt die Stätte.“
1665/71 Johan Redecker, „Schütze in der 8. Corporalschaft.“
1680/84 „Witwe des Johan Redeker (Reidekers).“
1702 Der Schuster Christian Redeker; „zur Heuer“: der Schumacher Frantz Redeker, anschließend wohnhaft in Salzuflen Nr. 238; „später: die Erben des Hofgerichtssekretärs Kestner Nr. 180.“
1748/55 Der Schumacher Adolph Rennert mit seiner Ehefrau und zwei Kindern; „1 Knecht (gehört zu Nr. 85).“
1760 Adolph Rennert; „100 Thaler Brand-Assecuranz“.
1767 Otto Witte.
1772 Ders.
1776 Ders.
1779 Ders.
1782 Otto Witte „Wohnhaus und Scheune: (siehe auch das Siekmann'sche Haus bei Nr.137!)“
1793 Ders.
1795 Die Witwe des Otto Witte.
1813/15 „Dessen Erben: Wilhelm Stackelbeck, Schlachter (2. Sohn des Hermann Stackelbeck Nr. 169).“
1817 Stakelbecks Witwe „hat 4 Scheffel Land.“
1825 Der Holzwärter Joh. Hermann Stakelbeck; „1824: Konkurs“.
1829 H. F. Stakelbeck.
1837 Hermann Stackelbeck; die „Witwe Stackelbeck“ und der Ausrufer Stackelbeck.
1844/48 Der Glasermeister Heinrich Regel; vgl. auch Salzuflen Nr. 115.
1851/57 Der Glaser Heinrich Regel; seine Ehefrau (Charl.) Wilh. Koch, geboren 1813, gestorben am 30.06.1876.
1861/66 Der Glaser Heinrich Regel.
1867/74 Der Glaser Heinr. Regel sen. mit seiner Ehefrau Wilhelmine; „Sohn: Nr. 217“.
1876/80 Der Schlosser Carl Regel, „Sohn des Glasers S. H. Regel; hat das Haus gekauft; Ehefrau: Elise Charl. Aug. Gronemeier, oo Okt./Nov. 1876; (Tochter des Einliegers zu Schötmar, Friedr. Christ. Gronemeier); Sohn Karl: Schlossergeselle.“
1901 Die Witwe Justine Austhoff; die Arbeiter Juhl und Roll.


==Literatur==
==Literatur==
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13.
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].


==Quellen==
==Quellen==
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.


==Weblinks==
==Weblinks==