Katerallee 15 (Hiddesen): Unterschied zwischen den Versionen
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung |
|||
| (4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
|Ortsteil1901=Hiddesen | |Ortsteil1901=Hiddesen | ||
|Hausnummer1901=001 | |Hausnummer1901=001 | ||
}}Vor 1390 gegründete | }}Vor 1390 gegründete Hofstelle. Im 18. Jahrhundert der größte Hof in Hiddesen, ein "großer Halbmeier". Alte Kolonatsnummer 1. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
| Zeile 43: | Zeile 43: | ||
1721 und 1782: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, alte Burg, Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I, Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 41: Salbuch der Vogtei Detmold, 1827</ref> | 1721 und 1782: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, alte Burg, Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I, Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 41: Salbuch der Vogtei Detmold, 1827</ref> | ||
Die alte Leibzucht von | Meierhaus von 1765, großer Vierständerbau mit zusätzlicher Stallabseite links im Bereich des Pferdestalles. Fachwerkgiebel mit Backsteinausfachung und kreuzförmigen Lüftungsöffnungen, zweifach auf profilierten Stichbalkenköpfen und viertelkreisförmigen Füllehölzern vorkragend. Torbogen aus breiten Hölzern mit Inschrift und Rose und Stern als Landeswappen, gekrümmte Fußstreben im Giebelfachwerk. Abgebrochen um 1960. | ||
Leibzucht um 1840 (Heirat der Erbauer 1834), großes Querdielenhaus in Stockwerkzimmerung. | |||
Die alte Leibzucht von 15(57?) wurde Ende des 19. Jh. von Zimmermeister Gehring abgebaut und auf der Jerxer Heide als Lagerhaus wieder aufgerichtet, siehe [[Auf der Heide 31 (Jerxen-Orbke)]]. Der Torbogen wurde dabei nach innen gedreht. Die ursprüngliche Inschrift ist nur noch fragmentarisch erhalten und von innen sichtbar. | |||
1775 ist von einem verfallenen Schuppen auf dem Meierhof die Rede.<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 1, 1748, 1766-1802, Nr. 16.</ref> | 1775 ist von einem verfallenen Schuppen auf dem Meierhof die Rede.<ref> LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 1, 1748, 1766-1802, Nr. 16.</ref> | ||
| Zeile 49: | Zeile 53: | ||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
Haupthaus, Torbogen: | |||
MIT GOT IN EINER IEDEN SACH, DEN ANFANG UND DAS ENDE MACH. MIT GOT GERAHT DER ANFANG WOL, FORS / ENDE MAN GOT DANCKEN SOL. DIE FURCHT DES HERNN IST DER WEISHEIT ANFANG. / ALLES WAS UNSER TUHNEN UND ANFANG IST DAS GESCHEHE IN DEN NAHMEN UNSERN HERN JESUCHRIST, SER / STEHE UNS BEI FRÜH UND SPÄTH BIS DAS ALLE UNSER TUHN EIN ENDE HATT / JOHAN TÖNIES MEIER ZU HITZEN, ANGENETA SOPFIA CATTRINA BENCKELBERGS AUS DEN SCHONHAGEN. / ANNO 1765 DEN 18. JUNI MEBH HERSE. | |||
Am westlichen Seiteneingang des Haupthauses: | |||
AN GOTTES SEGEN IST ALLES GELEGEN – WER ES GLAUBE TUT. | |||
Leibzucht, Torbogen: | |||
FRIDRICH BETGEN AUS REMMIGHAUSEN SOPHIE MEIERN AUS HIDDESEN ZIMMERMEISTER GEHRING (um 1960 bei einem Umbau entfernt). | |||
An der ersten Leibzucht: H T * A W E ANNO | An der ersten Leibzucht: H T * A W E ANNO 15 [57]. | ||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||