Mauerstraße Synagoge (Bad Salzuflen): Unterschied zwischen den Versionen
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==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Giebelständiger Fachwerkbau über rechteckigem Grundriss (85 qm) mit Satteldach. First in 9,50 m Höhe. Straßenseitiger Giebel aus Mauerwerk (seit 1891/92) im "maurischen" Stil, dreiachsig, Eckpilaster mit flächigen, Davidstern geschmückten Aufsätzen in Hufeisenform, profiliertes Hauptgesims und Ortgang. Mitteleingang mit zweiflügeliger Tür, seitlich je ein gleich breites Fenster, alle mit hufeisenförmigem Oberlicht. Im Obergeschoss 3 Drillingsfenster, ebenfalls mit hufeisenförmigem Oberlicht. Rundfenster im Giebeldreieck, darüber reliefierter Davidstern. Hinter dem Haupteingang der Schulraum, von dort Zugang zum Betraum und zur Frauenempore.<ref>{{Pracht-JörnsKulturerbe1998}}, S. 279-282.</ref> | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
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==Literatur== | ==Literatur== | ||
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LAV NRW OWL, L 88 Salzuflen / Stadtgericht Salzuflen, Nr. 0 - Fach 4 J 2: Tausch des Platzes hinter dem Gastwirt Hartmannschen Hause, worauf früher die Synagoge gestanden, gegen einen an den Hartmann von dem Bürger S. H. A. Hensing als Ehemann der Witwe Kuhfuß verkauften Teil, 1855. | |||
LAV NRW OWL, D 81 / Plakatsammlung, Nr. 6573: Weihung der Gedenkstätte "Alte Synagoge" in Bad Salzuflen, Veranstaltungsplakat, 1998. | |||
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Aktuelle Version vom 29. Juni 2026, 16:24 Uhr
| Mauerstraße Synagoge (Bad Salzuflen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Bad Salzuflen (Kernstadt) |
| Straße | Mauerstraße (Bad Salzuflen) |
| Hausnummer | - |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Salzuflen |
| Straße | Mauerstraße |
| Hausnummer | - |
| Ergänzte Hausnummer | 018 |
1855/56 erbaut, 1938 zerstört.
Geschichte
Ein erste Nachweis für einen Betsaal betrifft das Jahr 1598, "im Haus des Lazarus". 1603 wird eine Synagoge "hinter dem Hause des Isaac" erwähnt, die 1614 geschlossen wurde. Seit 1704 bis zum Abriss 1855 befand sich die Synagoge dann im Hinterhaus des Hauses Lange Straße 19-20.[1]
Die neue Synagoge in der Mauerstraße wurde 1855/56 erbaut und am 4. Juli 1856 eingeweiht. Die jüdische Gemeinde hatte den Bauplatz (einen Garten) von Gastwirt Friedrich Adolph Hartmann erworben, der im Gegenzug und Zuzahlung von 160 Talern das Grundstück in der Langen Straße erhielt, welches an sein Haus angrenzte. Die Baukosten trugen die Juden in Salzuflen mit Unterstützung einer Kollekte unter den lippischen Juden und einem Zuschuss der Stadt in Höhe von 30 Talern. 1891/92 erfolgte eine Erneuerung und Überformung der Hauptfassade nach Entwurf von Architekt Fritz Seiff/Salzuflen. Renovierung um 1930, nachdem Neubaupläne gescheitert waren. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge verwüstet und Inventar in Brand gesteckt. Anschließend Abriss. 1940/41 verfolgte der zwangsweise Verkauf des Grundstücks an die Stadt Bad Salzuflen. Auf dem Grundstück befindet sich ein Parkplatz. Am 9. November 1982 wurde hier eine Gedenktafel eingeweiht.[2]
Gebäude
Giebelständiger Fachwerkbau über rechteckigem Grundriss (85 qm) mit Satteldach. First in 9,50 m Höhe. Straßenseitiger Giebel aus Mauerwerk (seit 1891/92) im "maurischen" Stil, dreiachsig, Eckpilaster mit flächigen, Davidstern geschmückten Aufsätzen in Hufeisenform, profiliertes Hauptgesims und Ortgang. Mitteleingang mit zweiflügeliger Tür, seitlich je ein gleich breites Fenster, alle mit hufeisenförmigem Oberlicht. Im Obergeschoss 3 Drillingsfenster, ebenfalls mit hufeisenförmigem Oberlicht. Rundfenster im Giebeldreieck, darüber reliefierter Davidstern. Hinter dem Haupteingang der Schulraum, von dort Zugang zum Betraum und zur Frauenempore.[3]
Inschriften
Tafel unter dem Rundfenster des Giebeldreiecks, Inschrift unbekannt.
Gedenkstein von 1982:
"Hier stand die Synagoge der israelitischen Gemeinde Bad Salzuflen, die am 9. November 1938 durch die Nationalsozialisten zerstört wurde. Exodis 3.5"
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Elfi Pracht-Jörns, Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, 3. Regierungsbezirk Detmold. Köln 1998, S. 279-282.
Willy Gerking, Ortsartikel Bad Salzuflen, in Karl Hengst, Ursula Olschewski (Hg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, Münster 2013, S. 199-207.
Quellen
LAV NRW OWL, L 79 / Lippische Regierung - Jüngere Registratur, Nr. 3926: Vereinigte jüdische Gemeinde Salzuflen-Schötmar, Band 3, 1890-1925.
LAV NRW OWL, L 88 Salzuflen / Stadtgericht Salzuflen, Nr. 0 - Fach 4 J 2: Tausch des Platzes hinter dem Gastwirt Hartmannschen Hause, worauf früher die Synagoge gestanden, gegen einen an den Hartmann von dem Bürger S. H. A. Hensing als Ehemann der Witwe Kuhfuß verkauften Teil, 1855.
LAV NRW OWL, D 81 / Plakatsammlung, Nr. 6573: Weihung der Gedenkstätte "Alte Synagoge" in Bad Salzuflen, Veranstaltungsplakat, 1998.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Elfi Pracht-Jörns, Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, 3. Regierungsbezirk Detmold. Köln 1998, S. 279-282.
- ↑ Elfi Pracht-Jörns, Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, 3. Regierungsbezirk Detmold. Köln 1998, S. 279-282.
- ↑ Elfi Pracht-Jörns, Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, 3. Regierungsbezirk Detmold. Köln 1998, S. 279-282.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 29.06.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 29.06.2026 von Joachim Kleinmanns