Im Siebenbürgen 1a (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen
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}} | |Koordinaten=51.94192, 9.09078 | ||
|Adressbuch1901=Ja | |||
|Ortsteil1901=Blomberg | |||
|Straße1901=Im Siebenbürgen | |||
|Hausnummer1901=001 | |||
}}1808 erbaut, bis 1901 als Synagoge genutzt, 1937 verkauft, seit 1992 städt. Eigentum, Nutzung als Stadtarchiv. | |||
==Geschichte== | |||
Vor 1808 soll der jüdische Gottesdienst in einem angemieteten Raum im Haus [[Neue Torstraße 16 (Blomberg)|Neue Torstraße 16]] stattgefunden haben, belegt 1741. 1808 von dem Fenstermacher Ernst Krüger erbaut gegen Zahlung von 150 Talern, wovon die Blomberger Judenschaft 100 Taler und Hofcommissair Salomon Joel Herford in Detmold 50 Taler zahlte. Hinzu kam eine jährliche Pacht von 10 Talern.<ref>{{Pracht-JörnsKulturerbe1998}}, S. 294-301, hier S. 295 f.</ref> Die Mietwohnung im Vorderhaus wollte Krüger selbst vermieten. 1811 Verkauf an den Drellmacher Feuster für 207 ½ Taler, der vom Vertrag zurücktrat und 1812 den Juden das Haus für 112 Taler überließ. Weiterhin Vermietung der Wohnung im Vorderhaus. 1901, spätestens 1912 wegen Verringerung der Anzahl an Juden keine Synagogennutzung mehr. 1937 Verkauf an den Sattler August geise, [[Langer Steinweg 19 (Blomberg)|Langer Steinweg 19]], daher 1938 keine Zerstörung, Nutzung als Lagerraum. 1992 Kauf durch die Stadt Blomberg und umfassende Restaurierung und behutsame Erweiterung, seit 1995 Nutzung als Stadtarchiv.<ref>{{StieweHausbau1996}}, S. 268-270.</ref> | |||
1994 Eintragung als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Blomberg. | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
[[Datei:BLO-ISieb1a_JK2007.JPG|thumb|Ehem. Synagoge Im Siebenbürgen 1a, 2007, Foto: Joachim Kleinmanns]] | |||
Schmaler giebelständiger Fachwerkbau, 9 Fache lang. Bruchsteinsockel und -keller. Wandfachwerk mit langen Fußstreben und Lehmstein-Ausfachung, Straßengiebel mit Backstein-Ausfachung, Freitreppe vor der Haustür links. An der linken Traufseite (Frauenempore) ein bauzeitliches Fenster mit Bleiverglasung. Innen links schmaler Flur zur Mietwohnung (rechts) und Synagogensaal (hinten). Dieser mit Ziegelboden und gewölbter Lehmdecke (Segmentbogen). Steile Treppe zur Frauenempore im 4. Fach.<ref>{{StieweHausbau1996}}, S. 268-270.</ref> | |||
1992 Anbau eines modernen Stahl-Glas-Treppenhauses an der östlichen Traufseite für die neue Nutzung als Stadtarchiv. | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
1808 Eigentümer: Ernst Krüger, Fenstermacher; Pächter: Blomberger Judenschaft, Synagoge; Mietwohnung: N. N. | |||
1811 Eigentümer: Blomberger Judenschaft, Synagoge; Mietwohnung: N. N. | |||
1835 Bewohner*innen: Buntekiel, Amtspedell, mit Frau und 3 Kindern | |||
1901 Synagoge, Israelitische Gemeinde; Bewohner: Moses Heynemann, Kaufmann.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 168.</ref> | |||
1926 Eigentümer*in: Synagogengemeinde; Bewohner: W. Biesemeier, Schuhmachermeister.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 571.</ref> | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
{{StieweHausbau1996}}, S. 268-270. | |||
{{Pracht-JörnsKulturerbe1998}}, S. 279-282. | |||
Dieter Zoremba, Ortsartikel Blomberg, in {{HengstHandbuch2013}}, S. 278-284. | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
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==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
[https://www.blomberg-lippe.de/Rechtliches/Kontakt/Stadtarchiv.php?object=tx,3739.1&ModID=9&FID=3739.48.1&NavID=3739.8&La=1&ort=3739.20 Website des Stadtarchivs] | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
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{{Koordinaten}} | {{Koordinaten}} | ||
{{Hausstättenkategorien}} | {{Hausstättenkategorien}} [[Kategorie:Synagoge]] [[Kategorie:Fritz Seiff]] | ||