Blomberger Straße Jüdischer Friedhof (Brake): Unterschied zwischen den Versionen

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|Koordinaten=52.01547, 8.92657
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|Straße=Blomberger Straße (Brake)
|Straße=Blomberger Straße (Brake)
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}}Der jüdische Friedhof der Braker Judenschaft lag auf einer Gemeinheitsfläche an der Blomberger Straße. <b>Die genaue Lage ist unbekannt, die Markierung auf nebenstehender Karte hypothetisch!</b>
 
==Geschichte==
==Geschichte==
Ein eigener jüdischer Friedhof hatte in Brake noch 1843 bestanden. Am 18. Mai 1843 baten die "Israeliten Aron Lenzberg zu Brake, Braun, Katz und Süßmann daselbst" die fürstliche Regierung, der Entweihung des dortigen Totenangers Einhalt zu gebieten.<ref>LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 5411: Entweihung des jüdischen Friedhofs zu Brake, 1843.</ref> Sie schrieben, die jüdische Gemeinde habe diesen Friedhof vor mehr als 100 Jahren aus einem Teil der Gemeinheit (Almende) von der Regierung erhalten. 1842 sei er in ein regelmäßiges Viereck verwandelt und versteint (mit Grenzsteinen versehen) worden. Dann sei der obere, unbelegte Teil unerlaubt umgegraben und der untere mit Grabsteinen versehene Grasplatz "an einen christlichen Eingesessenen von der Dorfschaft" vermietet worden. Das Amt Brake solle angewiesen werden, den Ackerbau auf ihrem Friedhof zu untersagen. Das Amt entgegnete, dass hier stets Schweinehude betrieben worden sei, ohne dass Beschwerden erhoben worden seien, selbst nicht wenn die Schweine die Gräber aufgewühlt hätten. Bei der Gemeinheitsteilung habe der Vorsänger Ellermann das Stück Land für den Totenhof zur Pacht erhalten, jedoch mit der akzeptierten und protokollierten Auflage, dass das Eigentum bei der Dorfschaft verbleibe und diese beliebig damit umgehen könne. Daher seien auf dem unbelegten Teil Kartoffeln angebaut worden. Seit 1874 fanden in Brake keine Beerdigungen mehr statt, da nun in der Synagogengemeinde Lemgo-Brake der neu angelegte [[Konsul-Wolff-Straße Jüdischer Friedhof (Lemgo)|jüdische Friedhof in Lemgo]] genutzt wurde. Das Friedhofsgelände wurde Anfang des 20. Jh. als Ackerland verkauft, da in Brake keine Juden mehr lebten und niemand Besitzansprüche angemeldet hatte.
Moritz Rülf machte 1937 den alten jüdischen Friedhof in Brake noch ausfindig, der damals als Gartenland diente. Er konnte dort 3 Grabsteine aus der Zeit zwischen 1750 und 1780 freilegen und vermutete etwa 9 weitere erhaltene Grabsteine. Die genaue Lage ist nicht mehr auszumachen, Grabsteine sind nicht erhalten. {{PrachtKulturerbe1998}}, S. 328.


==Beschreibung==
==Beschreibung==
 
Keine Angaben vorhanden.
==Eigentümer*innen==
==Eigentümer*innen==


==Literatur==
==Literatur==
Ursula Olschewski, Ortsartikel Lemgo-Brake, in {{HengstHandbuch2013}}, S. 500-504, hier S. 504.


{{PrachtKulturerbe1998}}, S. 328.
==Quellen==
==Quellen==
LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 5411: Entweihung des jüdischen Friedhofs zu Brake, 1843 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL77A%2F~054%2F05411%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=4&cHash=5a85ea0955fb6dd3ab357eb763a120f0 Digitalisat]


==Weblinks==
==Weblinks==
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[[Kategorie:Straßenname]]
[[Kategorie:Blomberger Straße (Brake)]] [[Kategorie:Friedhof]] [[Kategorie:Friedhof in Lemgo]]
[[Kategorie:Jüdischer Friedhof]]