Heidensche Straße 1 (Lage): Unterschied zwischen den Versionen

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|Adressbuch1901=Nein
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}}Auf dem großen Eckgrundstück zur Friedrichstraße steht seit 1984 das Haus Brinkmann, das vom Grundstück l [[Lange Straße 53 (Lage)|Langen Straße]] hierher versetzt worden ist. Bis in die 1960er Jahre stand an dieser Stelle das sogenannte "Haus Paradies" .<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 95</ref>
}}Auf dem großen Eckgrundstück zur Friedrichstraße steht seit 1984 das Haus Brinkmann, das vom Grundstück [[Lange Straße 53 (Lage)|Lange Straße 53]] hierher versetzt worden ist. Bis in die 1960er Jahre stand an dieser Stelle das sogenannte "Haus Paradies" .<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 95.</ref>
[[Datei:Lage, Heidensche Str. 1, Haus Paradies um 1950 Stadtarchiv Lage.jpg|mini|Lage, Heidensche Str. 1, Haus Paradies um 1950 (abgebrochen um 1965). Stadtarchiv Lage]]
[[Datei:Heidensche Str.1 2026.jpg|mini|Lage, Heidensche Str.1, "Brinkmannsches Haus", an diesem Standort seit 1984. Foto: Siekmann 2026]]
 
Das Haus Brinkmann, Heidensche Straße 1, ist seit 1983 mit der Nr. 1 in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen.<ref>Noch vor seinem Abbruch 1984 wurde das Haus an seinem alten Standortunter der Nr. 1 in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen (Benehmen mit dem Westf. Amt für Denkmalpflege vom 10.1. und 18.4.1983); [https://www.lage.de/Mapserver/Baudenkmal/pdf/01_Haus_Brinkmann.pdf Beschreibung zum Baudenkmal Heidensche Straße 1]; [https://www.lage.de/media/custom/1432_983_1.PDF?1711626518 Denkmalliste der Stadt Lage].</ref>


==Geschichte==
==Geschichte==
Paradiesches Haus:<br>
Das "Haus Paradies" soll Sitz der Amtsvögte des Amtes Lage im 17. und 18. Jahrhundert gewesen sein.<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 95; vgl. dagegen Heinrich Stiewe, "Alte Burg" und "Freier Hof" in Lage. Zur Bau- und Nutzungsgeschichte eines ungewöhnlichen Facherkhauses, in: Heimatland Lippe 85, 1992, S. 242-248.</ref> Bis zu ihrer Deportation und Ermordung während der Herrschaft des Nationalsozialismus wohnte in diesem Haus die jüdische Familie Paradies.<ref>{{GlittStadtrundgang2005}}, S. 78f.</ref> 1951 zog in das Haus vorübergehend die Stadtbücherei Lage ein, in den 1960er Jahren wurde es abgebrochen.<ref>LZ vom 14.1.2026, https://www.lz.de/lippe/lage/24250894_So-hat-sich-die-Lagenser-Stadtbuecherei-in-den-vergangenen-100-Jahren-entwickelt.html.</ref>
Sitz der Amtsvögte im 17. und 18. Jahrhundert<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 95</ref><br>


Das "Brinkmannsche Haus" ist auf der Seite [[Lange Straße 53 (Lage)]], der ehemaligen Adresse beschrieben.
Das "Brinkmannsche Haus" wird unter seinem ursprünglichen Standort [[Lange Straße 53 (Lage)]] beschrieben.


[[Datei:Heidensche Str.1 2026.jpg|mini|Lage, Heidensche Str.1, "Brinkmannsches Haus", 2026, Foto Siekmann]]
==Gebäude==
Das Haus Paradies war ein großer, giebelständiger Vierständer-Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts mit zweigeschossiger, linksseitiger Utlucht. Das Fachwerk war zuletzt teils verputzt und teils massiv erneuert. Das stadtbildprägende Gebäude wurde in den 1960er Jahren abgebrochen.<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 237.</ref>


==Gebäude==
Das Brinkmannsche Haus (ehemals Lange Straße 53) wurde 1984 hierher versetzt. Dieses Gebäude ist ein Dreiständerbau mit rechtsseitiger Utlucht (s. [[Lange Straße 53 (Lage)|Lange Str. 53]]) und ähnelt damit dem abgebrochenen Vorgängerbau Haus Paradies.<ref>{{GrafFachwerkhaus1967}}; Heinrich Stiewe, Die "Vernichtung" eines Baudenkmals. Stellungnahme zur Umsetzung des "Brinkmannschen Hauses" in Lage auf der Grundlage der beim Abbruch durchgeführten Bauuntersuchung. In: Der Holznagel-extra, Dezember 1984, S. 25-38.</ref>
Paradiesches Haus:<br>
Giebelständiges Fachwerkhaus mit Auslucht und Knaggen. Stand 1960 verputzt und teilweise massiv erneuert.<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 237</ref>


Brinkmannsches Haus:<br>
Längsdielenhaus mit Flett, Auslucht-Vorbau, Vier-Ständerhaus<ref>{{GrafFachwerkhaus1967}}</ref><br>
Das Haus Heidensche Straße 1 ist in der "Denkmalliste der Stadt Lage" eingetragen.<ref>[https://www.lage.de/media/custom/1432_983_1.PDF?1711626518 Denkmalliste der Stadt Lage]</ref>
==Inschriften==
==Inschriften==
Siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]]
Siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]]


==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
Siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]]
Vor 1945: "Jacob und Rebekka Paradies", Aufschrift auf einer [[Gedenkstele 01 (Lage)|Gedenkstele]] rechts neben dem Gebäude zur Erinnerung an die jüdische Familie Paradies, die das Haus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunders bewohnte.<ref>{{GlittStadtrundgang2005}}, S. 78f.</ref>


Rechts neben dem Gebäude befindet sich eine [[Gedenkstele 01 (Lage)|Gedenkstele]] zur Erinnerung an die jüdische Familie Paradies, die das Haus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunders bewohnte.<ref>{{GlittStadtrundgang2005}}, S. 78 - 79</ref>
Zum 1984 hierher versetzten Haus Brinkmann siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]].


==Literatur==
==Literatur==
Siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]]
* {{GlittStadtrundgang2005}}, S. 78f.
 
* {{PeterPflug1960}}, S. 237.
 
* Heinrich Stiewe, Die "Vernichtung" eines Baudenkmals. Stellungnahme zur Umsetzung des "Brinkmannschen Hauses" in Lage auf der Grundlage der beim Abbruch durchgeführten Bauuntersuchung. In: Der Holznagel-extra, Dezember 1984, S. 25-38.


==Quellen==
==Quellen==
Siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]]


==Weblinks==
==Weblinks==