Spielberg Jüdischer Friedhof (Reelkirchen): Unterschied zwischen den Versionen
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|Koordinaten=51.90901, 9.03138 | |Koordinaten=51.90901, 9.03138 | ||
|Straße=Spielberg (Reelkirchen) | |Straße=Spielberg (Reelkirchen) | ||
}}Der jüdische Friedhof von Reelkirchen liegt weit außerhalb | }}Der jüdische Friedhof von Reelkirchen liegt weit außerhalb des Dorfes und südlich des Ortes am Westabhang des 239 m hohen Spielbergs, Flur 2 Nr. 125. | ||
[[File:Jüdischer-Friedhof-Reelkirchen 98.jpg|thumb|Jüdischer Friedhof am Spielberg bei Reelkirchen. Foto: Grugerio, 2014]] | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Über die Entstehung des Friedhofs ist noch nichts bekannt. | Über die Entstehung des Friedhofs ist noch nichts bekannt, vermutlich wurde er im 19. Jahrhundert angelegt. | ||
Am 29.7.1993 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Blomberg eingetragen. Der Friedhof wird von der Stadt Blomberg gepflegt. | Am 29.7.1993 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Blomberg eingetragen. Der Friedhof wird von der Stadt Blomberg gepflegt. | ||
==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
Eingefriedete quadratische Fläche von ca. 4 x 4 m, die ursprüngliche Friedhofsgröße betrug nach Zoremba ca. 100 qm. Auf dem Friedhof befinden sich zwei Grabsteine mit hebräischen Inschriften für Jacob Kirchheimer (1807–1895) und Samuel Herzfeld (gest. 1861).<ref>{{PrachtKulturerbe1998}}, S. 301.</ref> <ref>Dieter Zoremba, Ortsartikel Blomberg, in {{HengstHandbuch2013}}, S. 289.</ref> | |||
Eingefriedete quadratische Fläche von 4 x 4 m | |||
Jacob Kirchheimers Vater, ebenfalls mit Vornamen Jacob, war ein sog. "Schutzjude" und Kaufmann. Aktenkundig ist er durch den Verkauf seines Kolonats Nr. 26, Bohleke später Kirchheimer, in Reelkirchen im Jahr 1833.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Schieder / Amt Schieder, Nr. 622.</ref> Später besaß Kirchheimer das Kolonat 16, welches seine Witwe 1867 verkaufte.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Schieder / Amt Schieder, Nr. 604: Kolonat Niemeier modo Kirchheimer später Meier Nr. 16, Reelkirchen - Universalerbe der Witwe Jacob Kirchheimer Nr. 16, Reelkirchen, Kaufmann Bendix Schloss, Brönning bei Hameln ./. Kaufmann Moses Meier, Reelkirchen wegen Verkaufs des Kolonats Nr. 16, Reelkirchen, 1867.</ref> | Jacob Kirchheimers Vater, ebenfalls mit Vornamen Jacob, war ein sog. "Schutzjude" und Kaufmann. Aktenkundig ist er durch den Verkauf seines Kolonats Nr. 26, Bohleke später Kirchheimer, in Reelkirchen im Jahr 1833.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Schieder / Amt Schieder, Nr. 622.</ref> Später besaß Kirchheimer das Kolonat 16, welches seine Witwe 1867 verkaufte.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Schieder / Amt Schieder, Nr. 604: Kolonat Niemeier modo Kirchheimer später Meier Nr. 16, Reelkirchen - Universalerbe der Witwe Jacob Kirchheimer Nr. 16, Reelkirchen, Kaufmann Bendix Schloss, Brönning bei Hameln ./. Kaufmann Moses Meier, Reelkirchen wegen Verkaufs des Kolonats Nr. 16, Reelkirchen, 1867.</ref> | ||