Heiden: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Auftrag der fürstlichen Verwaltung führt Friemel mit Vermessungen und umfangreichen Erhebungen eine Bestandsaufnahme zu damaligen Besitzverhältnissen, Viehbestand usw. in Heiden durch, in denen er auch die vielfältigen Flurbezeichnungen in Heiden notiert und der Friemelschen Karte aus dem Jahre 1728 darstellt. In seinem Register werden 59 Hofstellen erfasst und es wird erkennbar, wo diese im Dorf angesiedelt sind. 1974 hat Hans Hüls in seiner Veröffentlichung „Heiden in Lippe“ die Besitzverhältnisse aus der Friemelschen Karte in anschauliche, gut lesbare Darstellungen übertragen. <ref>Hüls, 1974, Abb.38 -39</ref> | Im Auftrag der fürstlichen Verwaltung führt Friemel mit Vermessungen und umfangreichen Erhebungen eine Bestandsaufnahme zu damaligen Besitzverhältnissen, Viehbestand usw. in Heiden durch, in denen er auch die vielfältigen Flurbezeichnungen in Heiden notiert und der Friemelschen Karte aus dem Jahre 1728 darstellt. In seinem Register werden 59 Hofstellen erfasst und es wird erkennbar, wo diese im Dorf angesiedelt sind. 1974 hat Hans Hüls in seiner Veröffentlichung „Heiden in Lippe“ die Besitzverhältnisse aus der Friemelschen Karte in anschauliche, gut lesbare Darstellungen übertragen. <ref>Hüls, 1974, Abb.38 -39</ref> | ||
Im Jahre 1853 sind in Heiden 83 Hofstellen erfasst, das ergibt sich aus dem Salbuch von 1829, in dem als die Hofstelle Nr. 83 für Eickmeier in Heiden letzte Eintragung notiert ist. Für die 2. Hälfte des 19 | Im Jahre 1853 sind in Heiden 83 Hofstellen erfasst, das ergibt sich aus dem Salbuch von 1829, in dem als die Hofstelle Nr. 83 für Eickmeier in Heiden letzte Eintragung notiert ist.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829</ref> | ||
Für die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist eine deutliche Siedlungsentwicklung in Heiden zu verzeichnen. An der bis 1850 erbauten neuen Chaussee, die Lage mit Detmold verbindet, an der Lageschen Straße, am Heideweg und auch im Dorf entstehen zahlreiche neue einfache Siedlungshäuser. Diese werden zum Teil auch von Arbeitern erbaut, die in den Möbelfabriken in Lage und Detmold oder der Zuckerfabrik Lage beschäftig waren. Aus dem Adressbuch für das Fürstentum Lippe von 1901, das für Heiden 144 Kolonate auflistet, wird diese Entwicklung gut ablesbar. | |||
In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen entstehen in Heiden ca. 15 neue Wohnhäuser, überwiegend am damaligen Dorfrand, die typisch für diese Zeit stehen. Es sind zweigeschossige massive Gebäude auf nahezu quadratischem Grundriss mit Walmdach oder Krüppelwalmdach. | In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen entstehen in Heiden ca. 15 neue Wohnhäuser, überwiegend am damaligen Dorfrand, die typisch für diese Zeit stehen. Es sind zweigeschossige massive Gebäude auf nahezu quadratischem Grundriss mit Walmdach oder Krüppelwalmdach. | ||
Infolge des Wohnungsmangels nach dem 2. Weltkrieg begann danach auch in Heiden eine intensive Siedlungstätigkeit. Die Siedlungshäuser an der Kassebrede entstanden ab den frühen 1950-er Jahren, auf der Wiesenbrede wurde ab ca. 1960 gebaut. Weitere Siedlungen entstanden ab 1980 zwischen der Festwiese und dem Sportplatz sowie nördlich der Grundschule in Heiden. | Infolge des Wohnungsmangels nach dem 2. Weltkrieg begann danach auch in Heiden eine intensive Siedlungstätigkeit. Die Siedlungshäuser an der Kassebrede entstanden ab den frühen 1950-er Jahren, auf der Wiesenbrede wurde ab ca. 1960 gebaut. Weitere Siedlungen entstanden ab 1980 zwischen der Festwiese und dem Sportplatz sowie nördlich der Grundschule in Heiden. | ||
[[Datei: Heiden, Blick von Westen.jpg | thumb | Heiden, Blick von Westen, Foto Hans-M. Kaup 2009]] | |||