Heidensche Straße 1 (Lage): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Lage, Heidensche Str. 1, Haus Paradies um 1950 Stadtarchiv Lage.jpg|mini|Lage, Heidensche Str. 1, Haus Paradies um 1950 (abgebrochen um 1965). Stadtarchiv Lage]] | |||
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Das Haus Brinkmann, Heidensche Straße 1, ist seit 1983 in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen.<ref>[https://www.lage.de/media/custom/1432_983_1.PDF?1711626518 Denkmalliste der Stadt Lage]</ref> | Das Haus Brinkmann, Heidensche Straße 1, ist seit 1983 mit der Nr. 1 in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen.<ref>Noch vor seinem Abbruch 1984 wurde das Haus an seinem alten Standortunter der Nr. 1 in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen (Benehmen mit dem Westf. Amt für Denkmalpflege vom 10.1. und 18.4.1983); [https://www.lage.de/Mapserver/Baudenkmal/pdf/01_Haus_Brinkmann.pdf Beschreibung zum Baudenkmal Heidensche Straße 1]; [https://www.lage.de/media/custom/1432_983_1.PDF?1711626518 Denkmalliste der Stadt Lage].</ref> | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das "Haus Paradies" | Das "Haus Paradies" soll Sitz der Amtsvögte des Amtes Lage im 17. und 18. Jahrhundert gewesen sein.<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 95; vgl. dagegen Heinrich Stiewe, "Alte Burg" und "Freier Hof" in Lage. Zur Bau- und Nutzungsgeschichte eines ungewöhnlichen Facherkhauses, in: Heimatland Lippe 85, 1992, S. 242-248.</ref> Bis zu ihrer Deportation und Ermordung während der Herrschaft des Nationalsozialismus wohnte in diesem Haus die jüdische Familie Paradies.<ref>{{GlittStadtrundgang2005}}, S. 78f.</ref> 1951 zog in das Haus vorübergehend die Stadtbücherei Lage ein, in den 1960er Jahren wurde es abgebrochen.<ref>LZ vom 14.1.2026, https://www.lz.de/lippe/lage/24250894_So-hat-sich-die-Lagenser-Stadtbuecherei-in-den-vergangenen-100-Jahren-entwickelt.html.</ref> | ||
Das "Brinkmannsche Haus" wird unter seinem ursprünglichen Standort [[Lange Straße 53 (Lage)]] beschrieben. | Das "Brinkmannsche Haus" wird unter seinem ursprünglichen Standort [[Lange Straße 53 (Lage)]] beschrieben. | ||
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Das Haus Paradies war ein giebelständiger Vierständer-Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts mit | Das Haus Paradies war ein großer, giebelständiger Vierständer-Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts mit zweigeschossiger, linksseitiger Utlucht. Das Fachwerk war zuletzt teils verputzt und teils massiv erneuert. Das stadtbildprägende Gebäude wurde in den 1960er Jahren abgebrochen.<ref>{{PeterPflug1960}}, S. 237.</ref> | ||
Das | Das Brinkmannsche Haus (ehemals Lange Straße 53) wurde 1984 hierher versetzt. Dieses Gebäude ist ein Dreiständerbau mit rechtsseitiger Utlucht (s. [[Lange Straße 53 (Lage)|Lange Str. 53]]) und ähnelt damit dem abgebrochenen Vorgängerbau Haus Paradies.<ref>{{GrafFachwerkhaus1967}}; Heinrich Stiewe, Die "Vernichtung" eines Baudenkmals. Stellungnahme zur Umsetzung des "Brinkmannschen Hauses" in Lage auf der Grundlage der beim Abbruch durchgeführten Bauuntersuchung. In: Der Holznagel-extra, Dezember 1984, S. 25-38.</ref> | ||
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Zum 1984 hierher versetzten Haus Brinkmann siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]]. | Zum 1984 hierher versetzten Haus Brinkmann siehe [[Lange Straße 53 (Lage)]]. | ||
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* {{GlittStadtrundgang2005}}, S. 78f. | |||
* {{PeterPflug1960}}, S. 237. | |||
* Heinrich Stiewe, Die "Vernichtung" eines Baudenkmals. Stellungnahme zur Umsetzung des "Brinkmannschen Hauses" in Lage auf der Grundlage der beim Abbruch durchgeführten Bauuntersuchung. In: Der Holznagel-extra, Dezember 1984, S. 25-38. | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
Aktuelle Version vom 31. August 2026, 00:55 Uhr
| Heidensche Straße 1 (Lage) | |
|---|---|
| Ortsteil | Lage (Kernstadt) |
| Straße | Heidensche Straße (Lage) |
| Hausnummer | 1 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
Auf dem großen Eckgrundstück zur Friedrichstraße steht seit 1984 das Haus Brinkmann, das vom Grundstück Lange Straße 53 hierher versetzt worden ist. Bis in die 1960er Jahre stand an dieser Stelle das sogenannte "Haus Paradies" .[1]


Das Haus Brinkmann, Heidensche Straße 1, ist seit 1983 mit der Nr. 1 in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen.[2]
Geschichte
Das "Haus Paradies" soll Sitz der Amtsvögte des Amtes Lage im 17. und 18. Jahrhundert gewesen sein.[3] Bis zu ihrer Deportation und Ermordung während der Herrschaft des Nationalsozialismus wohnte in diesem Haus die jüdische Familie Paradies.[4] 1951 zog in das Haus vorübergehend die Stadtbücherei Lage ein, in den 1960er Jahren wurde es abgebrochen.[5]
Das "Brinkmannsche Haus" wird unter seinem ursprünglichen Standort Lange Straße 53 (Lage) beschrieben.
Gebäude
Das Haus Paradies war ein großer, giebelständiger Vierständer-Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts mit zweigeschossiger, linksseitiger Utlucht. Das Fachwerk war zuletzt teils verputzt und teils massiv erneuert. Das stadtbildprägende Gebäude wurde in den 1960er Jahren abgebrochen.[6]
Das Brinkmannsche Haus (ehemals Lange Straße 53) wurde 1984 hierher versetzt. Dieses Gebäude ist ein Dreiständerbau mit rechtsseitiger Utlucht (s. Lange Str. 53) und ähnelt damit dem abgebrochenen Vorgängerbau Haus Paradies.[7]
Inschriften
Siehe Lange Straße 53 (Lage)
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Vor 1945: "Jacob und Rebekka Paradies", Aufschrift auf einer Gedenkstele rechts neben dem Gebäude zur Erinnerung an die jüdische Familie Paradies, die das Haus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunders bewohnte.[8]
Zum 1984 hierher versetzten Haus Brinkmann siehe Lange Straße 53 (Lage).
Literatur
- Gustav Glitt: Stadtrundgang Geschichte der Juden in Lage, Beiträge zur Geschichte der Stadt Lage, Lage 2005, S. 78f.
- August Wilhem Peter, Pflug im Wappen: Lage in Lippe. Kirchdorf, Weichbild, Stadt. Eine siedlungskundliche Untersuchung (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe; Bd. 14), Detmold 1960 , S. 237.
- Heinrich Stiewe, Die "Vernichtung" eines Baudenkmals. Stellungnahme zur Umsetzung des "Brinkmannschen Hauses" in Lage auf der Grundlage der beim Abbruch durchgeführten Bauuntersuchung. In: Der Holznagel-extra, Dezember 1984, S. 25-38.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ August Wilhem Peter, Pflug im Wappen: Lage in Lippe. Kirchdorf, Weichbild, Stadt. Eine siedlungskundliche Untersuchung (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe; Bd. 14), Detmold 1960 , S. 95.
- ↑ Noch vor seinem Abbruch 1984 wurde das Haus an seinem alten Standortunter der Nr. 1 in die Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen (Benehmen mit dem Westf. Amt für Denkmalpflege vom 10.1. und 18.4.1983); Beschreibung zum Baudenkmal Heidensche Straße 1; Denkmalliste der Stadt Lage.
- ↑ August Wilhem Peter, Pflug im Wappen: Lage in Lippe. Kirchdorf, Weichbild, Stadt. Eine siedlungskundliche Untersuchung (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe; Bd. 14), Detmold 1960 , S. 95; vgl. dagegen Heinrich Stiewe, "Alte Burg" und "Freier Hof" in Lage. Zur Bau- und Nutzungsgeschichte eines ungewöhnlichen Facherkhauses, in: Heimatland Lippe 85, 1992, S. 242-248.
- ↑ Gustav Glitt: Stadtrundgang Geschichte der Juden in Lage, Beiträge zur Geschichte der Stadt Lage, Lage 2005, S. 78f.
- ↑ LZ vom 14.1.2026, https://www.lz.de/lippe/lage/24250894_So-hat-sich-die-Lagenser-Stadtbuecherei-in-den-vergangenen-100-Jahren-entwickelt.html.
- ↑ August Wilhem Peter, Pflug im Wappen: Lage in Lippe. Kirchdorf, Weichbild, Stadt. Eine siedlungskundliche Untersuchung (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe; Bd. 14), Detmold 1960 , S. 237.
- ↑ Heinrich Graf, Das Fachwerkhaus in der Stadt Lage, 1967; Heinrich Stiewe, Die "Vernichtung" eines Baudenkmals. Stellungnahme zur Umsetzung des "Brinkmannschen Hauses" in Lage auf der Grundlage der beim Abbruch durchgeführten Bauuntersuchung. In: Der Holznagel-extra, Dezember 1984, S. 25-38.
- ↑ Gustav Glitt: Stadtrundgang Geschichte der Juden in Lage, Beiträge zur Geschichte der Stadt Lage, Lage 2005, S. 78f.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 28.11.2024 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 31.08.2026 von Heinrich Stiewe