Lange Straße 70 (Lage): Unterschied zwischen den Versionen

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==Gebäude==
==Gebäude==
Die '''Marktkirche St. Johann''' ist eine 3-jochiger, im Kern spätromanischer Saalbau mit Westturm und gotischem Chor, der im 14. und 15. Jahrhundert zur Hallenkirche mit Quersatteldächern erweitert worden ist. An einem Strebepfeiler der Südseite befindet sich eine spätgotische Inschrift mit der Datierung 1471, die wohl die Fertigstellung dieser Erweiterung bezeichnet. Spitzbogenfenster mit Maßwerk, an der Nordseite zum Markt zwei runde Fensterrosen, ebenfalls mit Maßwerk.  
Die '''Marktkirche St. Johann''' ist eine 3-jochiger, im Kern spätromanischer Saalbau mit Westturm und gotischem Chor, der im 14. und 15. Jahrhundert zur Hallenkirche mit Quersatteldächern erweitert worden ist. An einem Strebepfeiler der Südseite befindet sich eine spätgotische Inschrift mit der Datierung 1471, die wohl die Fertigstellung dieser Erweiterung bezeichnet.  


Zwei ältere Kämpfersteine mit spätromanischem Laubwerk (2. Hälfte 12. Jahrhundert) blieben an den Chorpfeilern erhalten. Der Chor wurde im 14. Jahrhundert mit gotischem 5/8-Schluss erneuert. Die Längswände des romanischen Langhauses wurden bei der Erweiterung zur Hallenkirche im 14. und 15. Jahrhundert weitgehend abgebrochen und durch Achteckpfeiler ersetzt.
Zwei ältere Kämpfersteine mit spätromanischem Laubwerk (2. Hälfte 12. Jahrhundert) blieben an den Chorpfeilern erhalten. Der Chor wurde im 14. Jahrhundert mit gotischem 5/8-Schluss erneuert. Die Längswände des romanischen Langhauses wurden bei der Erweiterung zur Hallenkirche im 14. und 15. Jahrhundert weitgehend abgebrochen und durch Achteckpfeiler ersetzt.
 
Chordach und Quersatteldächer über dem Hallenlanghaus mit Sollingplattendeckung (mittelalterliches Dachwerk um 1950 durch Eisenkonstruktion ersetzt), Quergiebel mit steinerenen Ortgängen und abschließenden Kreuzen, Wasserspeier. Spitzbogenfenster mit Maßwerk, an der Nordseite zum Markt zwei runde Fensterrosen, ebenfalls mit Maßwerk. Westturm mit steilem, pyramidenförmigem Helm mit Holzschindeldeckung.


'''Ausstattung:''' Kanzel, ausgehendes 17. Jahrhundert; Wappentafel, sog. Stiftertafel von 1710; Epitaph der Cothmann- Kinder, 1612; Epitaph von Schack, 18. Jh.; Abendmahlskanne, 1865; Taufschale; 5 Buntglasfenster, 1925; Doppelgrabstein, bez. 1723/24.
'''Ausstattung:''' Kanzel, ausgehendes 17. Jahrhundert; Wappentafel, sog. Stiftertafel von 1710; Epitaph der Cothmann- Kinder, 1612; Epitaph von Schack, 18. Jh.; Abendmahlskanne, 1865; Taufschale; 5 Buntglasfenster, 1925; Doppelgrabstein, bez. 1723/24.
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[[Datei:Lage, Pfarrhaus Merckel 18945.jpg|mini|Lage, ev.-ref. Pfarrhaus. Fassadenriss von Ferdinand Ludwig Merckel, 1845. Landdeskirchliches Archiv, Detmold]]
[[Datei:Lage, Pfarrhaus Merckel 18945.jpg|mini|Lage, ev.-ref. Pfarrhaus. Fassadenriss von Ferdinand Ludwig Merckel, 1845. Landdeskirchliches Archiv, Detmold]]


Das westlich anschließende '''Gemeindehaus''' ist ein eingeschossiger, traufständiger Massivbau mit Sollingplattendach, erbaut 1929-30 nach Entwürfen von Architekt Gustav Meßmann, Lage. Schlichter Putzbau, Fenster mit neugotischen Werksteingewänden, links Eingang mit Kreuzgratgewölbe und Spitzbogenarkade. Südliche Erweiterunsbauten von 1958 und 1961-64.
Das westlich anschließende '''Gemeindehaus''' ist ein eingeschossiger, traufständiger Massivbau mit Sollingplattendach, erbaut 1929-30 nach Entwürfen von Architekt [https://lippelex.de/index.php?title=Meßmann,_Gustav_(1879-1944) Gustav Meßmann], Lage. Schlichter Putzbau, Fenster mit neugotischen Werksteingewänden, links Eingang mit Kreuzgratgewölbe und Spitzbogenarkade. Südliche Erweiterunsbauten von 1958 und 1961-64.


==Inschriften==
==Inschriften==