Heidensche Straße 160 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei: Heidensche Straße 160.jpg | thumb | Heidensche Straße 160, Foto Lothar Kaup 2026]]
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Die Hofstelle Avenhaus befindet sich seit Langem im Familienbesitz. Der Hofplatz ist vierseitig von Gebäuden umgeben. Das Haupthaus Heidensche Str. 160 steht an der Südseite des Hofes, der Hofzufahrt gegenüber. Die ehemalige Leibzucht von 1822, die sich nahe der Hofzufahrt an deren Westseite befindet, hat die Adresse [[Heidensche Straße 158 (Heiden)|Heidensche Straße 158]]. An der West- und Südseite des Hofes stehen große, ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude aus Mauerwerk. Neben bzw. hinter dem Wohnhaus stehen ein Nebengebäude und ein kleines altes Backhaus von 1654, beide in Fachwerkbauweise. Auch das westlich gelegene Arbeiterhaus Heidensche Straße 130 gehört zum Hof Avenhaus.
Die Hofstelle Avenhaus befindet sich seit dem Siedlungsbeginn im Familienbesitz. Der Hofplatz ist vierseitig von Gebäuden umgeben. Das Haupthaus Heidensche Str. 160 steht an der Südseite des Hofes, der Hofzufahrt gegenüber. Die ehemalige Leibzucht von 1822, die sich nahe der Hofzufahrt an deren Westseite befindet, hat die Adresse [[Heidensche Straße 158 (Heiden)|Heidensche Straße 158]]. An der West- und Südseite des Hofes stehen große, ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude aus Mauerwerk. Neben bzw. hinter dem Wohnhaus stehen ein Nebengebäude und ein kleines altes Backhaus von 1654, beide in Fachwerkbauweise. Auch das westlich gelegene Arbeiterhaus Heidensche Straße 130 gehört zum Hof Avenhaus.


Der Urkatasterplan von 1883 zeigt an der Stelle des jetzigen Wohnhauses eine Fläche, auf der ein in Nord-Südrichtung langgestrecktes großes Gebäude bestand. Dieses ehemalige Haupthaus der Hofstätte ist kurz nach dem 1. Weltkrieg abgebrannt. Der Fachwerkgiebel dieses Hauses wurde mit dem Torbogen danach in Oberloßbruch Nr. 10 wieder aufgebaut. An der Stelle des alten Haupthauses ist auf dem Hof Avenhaus in 1922 das jetzt bestehende Wohnhaus, ein zweigeschossiges massives Gebäude mit einem Krüppelwalmdach erbaut worden. Zur Hofseite besteht ein Vorbau mit dem zentralen Hauseingang. Die schlichte Fassade mit glattem Putz hat nur an den Vorbau- und den Gebäudeecken eine einfache Säulendarstellung als Putzvorlagen. Ein offener Vorbau auf vier Säulen bildet eine Eingangsüberdachung mit darüberliegendem Balkon. Im Giebel zur Hofseite zeigt ein Emblem im Putz eine Getreidegarbe und einfaches landwirtschaftliches Gerät sowie die Jahreszahl 1922 als Hinweis zum Baudatum.
Der Urkatasterplan von 1883 zeigt an der Stelle des jetzigen Wohnhauses eine Fläche, auf der ein in Nord-Südrichtung langgestrecktes großes Gebäude bestand. Dieses ehemalige Haupthaus der Hofstätte ist kurz nach dem 1. Weltkrieg abgebrannt. Der Fachwerkgiebel dieses Hauses wurde mit dem Torbogen danach in Oberloßbruch Nr. 10 wieder aufgebaut. An der Stelle des alten Haupthauses ist auf dem Hof Avenhaus in 1922 das jetzt bestehende Wohnhaus, ein zweigeschossiges massives Gebäude mit einem Krüppelwalmdach erbaut worden. Zur Hofseite besteht ein Vorbau mit dem zentralen Hauseingang. Die schlichte Fassade mit glattem Putz hat nur an den Vorbau- und den Gebäudeecken eine einfache Säulendarstellung als Putzvorlagen. Ein offener Vorbau auf vier Säulen bildet eine Eingangsüberdachung mit darüberliegendem Balkon. Im Giebel zur Hofseite zeigt ein Emblem im Putz eine Getreidegarbe und einfaches landwirtschaftliches Gerät sowie die Jahreszahl 1922 als Hinweis zum Baudatum.
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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
* 1568<ref>Hüls 1974 S.123 </ref> Avenhaus
* 1728<ref>Hüls 1974 S.123 </ref> Avenhaus
* 1781<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781, S. 38</ref> Nr. 1 Avenhaus, ein gemeiner Vollmeier
* 1829<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829, S. 40</ref> Nr. 1 Avenhaus, ein gemeiner Vollmeier 
* 1855<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855, S. 16</ref> Nr. 1 Avenhaus
* 1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 257.ff.</ref> Ernst Avenhaus, Landwirth
* 1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 257.ff.</ref> Ernst Avenhaus, Landwirth
* 1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 731.ff.</ref> Ernst Avenhaus, Landwirt
* 1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 731.ff.</ref> Ernst Avenhaus, Landwirt
Ernst Avenhaus ( 1858-1938), ein Mitglied der Familie Avenhaus aus Heiden, hatte während seiner Ausbildung an der Landwirtschaftsschule in Herford viel über den Anbau von  Zuckerrüben erfahren, wie dies in Sachsen bereits praktiziert wurde. In Lippe wurde E. Avenhaus einer der wichtigsten Initiatoren zur Gründung der Zuckerfabrik Lage und einer der Mitgründer der Aktiengesellschaft, die diese Zuckerfabrik ab 1883 betrieben hat. Die Aufzeichnungen von Ernst Avenhaus zur Gründung der Fabrik sind 1983 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Zuckerfabrik Lage in der Festschrift ders Unternehmens mit dem Titel „100 Jahre Zucker aus Lage 1883 -1983“ veröffentlicht worden.
Ernst Avenhaus ( 1858-1938), ein Mitglied der Familie Avenhaus aus Heiden, hatte während seiner Ausbildung an der Landwirtschaftsschule in Herford viel über den Anbau von  Zuckerrüben erfahren, wie dies in Sachsen bereits praktiziert wurde. In Lippe wurde E. Avenhaus einer der wichtigsten Initiatoren zur Gründung der Zuckerfabrik Lage und einer der Mitgründer der Aktiengesellschaft, die diese Zuckerfabrik ab 1883 betrieben hat. Die Aufzeichnungen von Ernst Avenhaus zur Gründung der Fabrik sind 1983 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Zuckerfabrik Lage in der Festschrift ders Unternehmens mit dem Titel „100 Jahre Zucker aus Lage 1883 -1983“ veröffentlicht worden.