Brokhauser Straße 80 (Brokhausen): Unterschied zwischen den Versionen
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1782 besaß Gosker an Gebäuden 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht und 1 Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1636.</ref> | 1782 besaß Gosker an Gebäuden 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht und 1 Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1636.</ref> | ||
Haupthaus: Vierständer-Fachwerkbau von 1854 mit bauzeitlicher Backsteinausfachung, Längsdielenhaus, rechts jüngerer Stallaanbau aus Bruchstein. | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
Auf dem Torbogen: < | Auf dem Torbogen:<ref>[http://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/Orte/brokhausen.htm NHV-Inschriftensammlung]</ref> | ||
laß mich Herr zu deinem Ruhm mit Friede und Freude hier wohnen als | |||
dein Eigenthum | Nr. 6 | Aufgerichtet den 23ten Mai 1854 | Der Segen Gottes hat gemacht das dieses Haus zustande gebracht. Drum / laß mich Herr zu deinem Ruhm mit Friede und Freude hier wohnen als / dein Eigenthum | Nr. 6 | Aufgerichtet den 23ten Mai 1854 / H. Gosker in Brokhausen | Zimmermeister Bornemeier | ||
H. Gosker in Brokhausen | Zimmermeister Bornemeier | |||
Inschrift auf der Giebelschwelle des Torgiebels: | |||
Wer recht thut und Gott fürchtet, in dessen Haus wird Segen sein. / Rufe Gott an, so wird er dir helfen aus aller Noth. / Auf Gott allein setz dein Vertraun, auf Menschenhülf sollst du nicht baun. / Gott ist allein, der Hülfe schafft, der Menschen Thun ist zweifelhaft. Amen. | |||
Inschrift auf der Giebelschwelle | Inschrift auf der Giebelschwelle der Rückseite: | ||
Wenn Reiz und Jugend dir entfliehn, so ist noch Gott, der auf dich sieht. / Wenn dich der beste Freund verläßt, hält dich doch Gottes Liebe fest. / Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, / der große Dinge thut hier und an allen Enden. Amen. | |||
Wenn Reiz und Jugend dir entfliehn, so ist noch Gott, der auf dich sieht. | |||
Wenn dich der beste Freund verläßt, hält dich doch Gottes Liebe fest. | |||
Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, | |||
der große Dinge thut hier und an allen Enden. Amen. | |||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
Aktuelle Version vom 26. Juli 2026, 17:44 Uhr
| Brokhauser Straße 80 (Brokhausen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Brokhausen |
| Straße | Brokhauser Straße (Brokhausen) |
| Hausnummer | 80 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Brokhausen |
| Hausnummer | 006 |
Hof Gosker, seit dem frühen 17. Jh. belegter Hof, ehemalige Kolonatsnummer Brokhausen Nr. 6.
Geschichte
Das Salbuch der Vogtei Detmold hält um 1614 fest: "246. Goßker. Pferde 3, 1 Stoten; das Land zu 5 Mt. Habern; zu vollr Mastung 3 Schweine; Kühe 4, Rinder 2, Kälbr 2, Schweine, klein und große 8. Der Aigentumb Raba von Karßenbrock; Raba von Karßenbrock die Schulde ½ F. Korn. Der Florschen zu Lemgow den Zehenden 22 Schfl. M. G. H. ins Ampt Brede 1 Sack Habern. Starcken zu Brockhaußen 8 Schfl. Den Dienst Raba von Karßenbrock. Zum halben Landschatz 2 Gfl.; <Schatz und Burgfest dem Landhern>."[1]
Außerdem hatte Gosker Abgaben an das Haus Breda zu leisten. 1614/15 wurde vermerkt: "Goßker daselbest gibt nach Brede 6 Schfl. Habern. Mehr nicht."[2]
Das Salbuch der Vogtei Detmold um 1617 verzeichnet:[3] "188. Gosker. Seinem Bericht nach den von Kaßenbruch eigen. I. G. ins Ampt Brede 6 Schfl. Habern; Burgvestgelt 1 Rtl. 33 9 Gr.; Landschatz 2 Gfl. Den von Kaßenbruch 1 Mt. Rogken, 1 Mt. Gersten. Wochentlich mit dem Liebe zu dienen 1 Tag oder dafur 2 TIr.; 4 Huner. Den Zehenden Pauell Bißmarck (auch: Wißmarck) zu Lembgow oder dafur 5 Schfl. Rogken, 6 Schfl. Gersten, 11 Schfl. Habern und 2 Huner. <Malzgelt 9 Gr.>"
1782 ist Gosker weiterhin den von Kerssenbrock leibeigen: Nr. 6 Gosker, ein Großkötter, ist dem Herrn von Kerssenbrock zu Barntrup leibeigen, besitzt des Kolonat von diesem meierstättisch, entrichtet demselben Weinkauf und Sterbfall, besitzt an Gebäuden: Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus.[4]
Gebäude

1782 besaß Gosker an Gebäuden 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht und 1 Backhaus.[5]
Haupthaus: Vierständer-Fachwerkbau von 1854 mit bauzeitlicher Backsteinausfachung, Längsdielenhaus, rechts jüngerer Stallaanbau aus Bruchstein.
Inschriften
Auf dem Torbogen:[6]
Der Segen Gottes hat gemacht das dieses Haus zustande gebracht. Drum / laß mich Herr zu deinem Ruhm mit Friede und Freude hier wohnen als / dein Eigenthum | Nr. 6 | Aufgerichtet den 23ten Mai 1854 / H. Gosker in Brokhausen | Zimmermeister Bornemeier
Inschrift auf der Giebelschwelle des Torgiebels:
Wer recht thut und Gott fürchtet, in dessen Haus wird Segen sein. / Rufe Gott an, so wird er dir helfen aus aller Noth. / Auf Gott allein setz dein Vertraun, auf Menschenhülf sollst du nicht baun. / Gott ist allein, der Hülfe schafft, der Menschen Thun ist zweifelhaft. Amen.
Inschrift auf der Giebelschwelle der Rückseite:
Wenn Reiz und Jugend dir entfliehn, so ist noch Gott, der auf dich sieht. / Wenn dich der beste Freund verläßt, hält dich doch Gottes Liebe fest. / Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, / der große Dinge thut hier und an allen Enden. Amen.
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1614–1617 Gosker.
1782 Gosker.
1854 [i] Simon Henrich Gosker (* 22.7.1778 in Brokhausen, † 13.11.1835 in Brokhausen, ∞ 2.11.1814 in Detmold mit Sophie Caroline Richtermeyer (* 24.5.1796 in Billerbeck, † 24.3.1883 in Brokhausen).
1901 August Gosker, Landwirt.[7]
1926 Heinrich Gosker, Landwirt; Hermann Friedrichs, Ziegler.[8]
Literatur
Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39.
Quellen
LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1636.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 28-30.
- ↑ Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 419.
- ↑ Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 21 f.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1636.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1636.
- ↑ NHV-Inschriftensammlung
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 205.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 671.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 24.07.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 26.07.2026 von Heinrich Stiewe