Brüntruper Straße 4 (Cappel): Unterschied zwischen den Versionen

Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung
 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 28: Zeile 28:
Ein altes Bruderschaftsbuch aus Cappel mit Aufzeichnungen zu Einkünften der "Heilig-Geist-Bruderschaft" und der "Bruderschaft unserer lieben Frauen" aus den Jahren 1612-1644 und 1672 konnte 2021 im Internet erworben werden. Das Buch enthält die Namen zahrlreicher Höfe aus dem Kirchspiel Cappel, deren Bauern der Bruderschaft Gelder schuldeten.<ref>Heinrich Stiewe, Altes Dokument entdeckt: Ein Cappeler Bruderschaftsbuch aus dem 17. Jahrhundert, in: Heimatland Lippe 3, 2022, S. 22-23.</ref>
Ein altes Bruderschaftsbuch aus Cappel mit Aufzeichnungen zu Einkünften der "Heilig-Geist-Bruderschaft" und der "Bruderschaft unserer lieben Frauen" aus den Jahren 1612-1644 und 1672 konnte 2021 im Internet erworben werden. Das Buch enthält die Namen zahrlreicher Höfe aus dem Kirchspiel Cappel, deren Bauern der Bruderschaft Gelder schuldeten.<ref>Heinrich Stiewe, Altes Dokument entdeckt: Ein Cappeler Bruderschaftsbuch aus dem 17. Jahrhundert, in: Heimatland Lippe 3, 2022, S. 22-23.</ref>


'''1538''' wurde auf dem '''Landtag zu Cappel''', der unter einer Linde bei der Kirche in Cappel tagte, von Abgesandten der lippischen Ritterschaft und den Städten die Einführung einer lutherischen Kirchenordnung in der Grafschaft Lippe beschlossen. Das reformierte Bekenntnis wurde nach 1605 eingeführt.
'''1538''' wurde auf dem '''Landtag zu Cappel''', der unter einer Linde bei der Kirche in Cappel tagte, von Abgesandten der lippischen Ritterschaft und den Städten die Einführung einer lutherischen Kirchenordnung und damit der '''Reformation''' in der Grafschaft Lippe beschlossen. Das reformierte Bekenntnis wurde nach 1605 eingeführt.


Die Cappeler Kirche wurde im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und danach nur notdürftig wiederaufgebaut. Am 22. Juli 1827, kurz nach dem Gottesdienst, stürzten Gewölbe und Dach der Kirche ein und zerstörten Altar, Kanzel und Orgel, zum Glück waren keien Todesopfer zu beklagen. 1828 wurde die Kirche neu errichtet, der mittelalterliche Westturm blieb erhalten. Während der Bauzeit diente die Cappeler Pfarrscheune als Notkirche.
Die Cappeler Kirche wurde im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und danach nur notdürftig wiederaufgebaut. Am 22. Juli 1827, kurz nach dem Gottesdienst, stürzten Gewölbe und Dach der Kirche ein und zerstörten Altar, Kanzel und Orgel, zum Glück waren keien Todesopfer zu beklagen. 1828 wurde die Kirche neu errichtet, der mittelalterliche Westturm blieb erhalten. Während der Bauzeit diente die Cappeler Pfarrscheune als Notkirche.
Zeile 114: Zeile 114:


==Pastoren==
==Pastoren==
Die folgende Liste der Cappeler Pastoren bis 1926 wurde der "Geschichte der Lippischen Landeskirche" von Wilhelm Butterweck entnommen; die Pfarrer nach 1926 wurden nach Elfriede Ulrichs ergänzt.<ref>{{ButterweckGeschichte1926}}, Seite 354 ff. und Elfriede Ulrichs, 150 Jahre Kirche Cappel, S. 39-41.</ref> Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist auch nicht ganz fehlerfrei.
Die folgende Liste der Cappeler Pastoren bis 1926 wurde der "Geschichte der Lippischen Landeskirche" von Wilhelm Butterweck entnommen; die Pfarrer nach 1926 wurden nach Elfriede Ulrichs ergänzt.<ref>{{ButterweckGeschichte1926}}, Seite 354 ff. und Elfriede Ulrichs, 150 Jahre Kirche Cappel, S. 39-41.</ref> Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist auch nicht ganz fehlerfrei.
* 1. Johann, um 1315 (Zeuge beim Verkauf von Grundstücken in Biest an das Kloster St. Marien in Lemgo).
* 1. Johann, um 1315 (Zeuge beim Verkauf von Grundstücken in Biest an das Kloster St. Marien in Lemgo).
* 2. Werner, um 1349 Schreiber des Edelherrn Otto zur Lippe und Kirchherr zu Cappel.
* 2. Werner, um 1349 Schreiber des Edelherrn Otto zur Lippe und Kirchherr zu Cappel.