Oberschönhagen: Unterschied zwischen den Versionen

Wilfried Funke (Diskussion | Beiträge)
 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 113: Zeile 113:


==Siedlungscharakteristik==
==Siedlungscharakteristik==
Niederschönhagen bildet zusammen mit Oberschönhagen eine in nord-südlicher Richtung verlaufende Waldhufensiedlung mit Hagenrecht an der Dorla, einem kleinen Fließgewässer, das ab Mosebeck in die Passade übergeht. Waldhufensiedlungen sind planmäßig angelegte Rodungssiedlung aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Höfe von Nieder- und Oberschönhagen liegen in einer Reihe links und rechts des Bachlaufs der Dorla, die zugehörigen Hufen (Ackerfluren) erstrecken sich in breiten Streifen in west-östlicher Richtung. Das Hagenrecht bedeutete, die Besitzer der gerodeten und "eingehegten" (mit Hecken eingefriedeten) Hufen waren "hagenfrei" und unterstanden einer eigenen Hagengerichtsbarkeit.  
Oberschönhagen bildet zusammen mit Niederschönhagen eine in nord-südlicher Richtung verlaufende Waldhufensiedlung mit Hagenrecht an der Dorla, einem kleinen Fließgewässer, das ab Mosebeck in die Passade übergeht. Waldhufensiedlungen sind planmäßig angelegte Rodungssiedlung aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Höfe von Nieder- und Oberschönhagen liegen in einer Reihe links und rechts des Bachlaufs der Dorla, die zugehörigen Hufen (Ackerfluren) erstrecken sich in breiten Streifen in west-östlicher Richtung. Das Hagenrecht bedeutete, die Besitzer der gerodeten und "eingehegten" (mit Hecken eingefriedeten) Hufen waren "hagenfrei" und unterstanden einer eigenen Hagengerichtsbarkeit.  


Die Dorla entspringt im Moerholz im Süden Oberschönhagens und fließt von dort aus in nördliche Richtung durch das Tal in Ober- und Niederschönhagen. In Mosebeck fliesst sie mit der Mosebecke zusammen und heißt ab dort Passade. Sie mündet schließlich bei Brake in die Bega. Das Quellgebiet der Dorla umfasst eine Fläche von ca. 10,6 ha. Nach wenigen Kilometern münden ein namenloser Bach von links und danach der Homberg-, Hagen- und Sassenbach in die Dorla. Auf der gesamten Fließstrecke ist die Dorla in die Gewässergüteklasse II (Wasserschaftsschutzgebiet) eingeordnet, d.h. sie ist mäßig verschmutzt. Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind Natur- und Landschaftsschutzgebiete.
Die Dorla entspringt im Moerholz im Süden Oberschönhagens und fließt von dort aus in nördliche Richtung durch das Tal in Ober- und Niederschönhagen. In Mosebeck fliesst sie mit der Mosebecke zusammen und heißt ab dort Passade. Sie mündet schließlich bei Brake in die Bega. Das Quellgebiet der Dorla umfasst eine Fläche von ca. 10,6 ha. Nach wenigen Kilometern münden ein namenloser Bach von links und danach der Homberg-, Hagen- und Sassenbach in die Dorla. Auf der gesamten Fließstrecke ist die Dorla in die Gewässergüteklasse II (Wasserschaftsschutzgebiet) eingeordnet, d.h. sie ist mäßig verschmutzt. Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind Natur- und Landschaftsschutzgebiete.
Zeile 218: Zeile 218:
* Wiemann, August: Nieder- und Oberschönhagen - eine Tal- und Reihensiedlung. In: Lippische Blätter für Heimatkunde, Nr. 11 (1950)
* Wiemann, August: Nieder- und Oberschönhagen - eine Tal- und Reihensiedlung. In: Lippische Blätter für Heimatkunde, Nr. 11 (1950)
* Detmolder Landfrauen erzählen, Detmold 1986
* Detmolder Landfrauen erzählen, Detmold 1986
* Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Hanbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo: Landesverband Lippe, 2008.
* Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo: Landesverband Lippe, 2008.


==Quellen==
==Quellen==