Bad Meinberger Straße 158 (Oberschönhagen): Unterschied zwischen den Versionen
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Erstmals erwähnt wurde das Fachwerkhaus im Messbuch de Amtes Detmold 1721 und im „renovierten Kataster“ unter Angabe der Haus- und Gartennutzung und der Haustiere. Als erster Eigentümer und Nutzer wird ein Colon Johann Müsse angegeben. Zur Festlegung der Höhe der Abgaben an die lippische Landesherrschaft wurden die Größe und Nutzungsart der Grundstücke und der Viehbestand angegeben wie z.B. Kühe, Schweine, Ziegen, Hühner usw. | Erstmals erwähnt wurde das Fachwerkhaus im Messbuch de Amtes Detmold 1721 und im „renovierten Kataster“ unter Angabe der Haus- und Gartennutzung und der Haustiere. Als erster Eigentümer und Nutzer wird ein Colon Johann Müsse angegeben. Zur Festlegung der Höhe der Abgaben an die lippische Landesherrschaft wurden die Größe und Nutzungsart der Grundstücke und der Viehbestand angegeben wie z.B. Kühe, Schweine, Ziegen, Hühner usw. | ||
Erbaut wurde das Haus auf einer zum damaligen Hof Vietmeier („auf dem Berg“) gehörenden Erbpachtfläche von 639 qm. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden das Haus und der Garten schließlich von Ludwig Müsse gekauft und weiter genutzt. Der Garten (jetzige Wiese) wurde um ca. 1820 vom Hof Vietmeier dazu gepachtet, danach bis 1974 vom benachbarten Hof Meierjohann (Bad Meinberger Str. 160). Von 1974 bis 1979 stand das Haus leer, seit | Erbaut wurde das Haus auf einer zum damaligen Hof Vietmeier („auf dem Berg“) gehörenden Erbpachtfläche von 639 qm. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden das Haus und der Garten schließlich von Ludwig Müsse gekauft und weiter genutzt. Der Garten (jetzige Wiese) wurde um ca. 1820 vom Hof Vietmeier dazu gepachtet, danach bis 1974 vom benachbarten Hof Meierjohann (Bad Meinberger Str. 160). Von 1974 bis 1979 stand das Haus leer, seit den Teil-Renovierungen ab 1979 ist es wieder bewohnt bzw. vermietet. | ||
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Im Nordgiebel sind noch vier alte Lehmgefache erhalten und sie bestehen aus Lehmsteinen bzw. Holzstakung mit Lehmbewurf von außen und innen. Hinter der dortigen Klinker-Fassade war im | Im Nordgiebel sind noch vier alte Lehmgefache erhalten und sie bestehen aus Lehmsteinen bzw. Holzstakung mit Lehmbewurf von außen und innen. Hinter der dortigen Klinker-Fassade war im | ||
Erdgeschoss die Waschküche mit einer Betondecke. Hier stand ein runder, holz- bzw. kohlebefeuerter Waschkessel, auch „Schweinepott“ genannt. Heute befindet sich hier das Bad. Im Obergeschoss darüber war die Räucherkammer (Schweineschlachtung und -verarbeitung). Im südlichen Seitenschiff rechts der Diele befindet sich ein Teilkeller als “Natur-Vorratskeller“ aus Natursteinmauerwerk mit Lehmfussboden. Der ursprünglche Kellerzugang über eine Betontreppe von der Waschküche wurde zugemauert, die Stufen aber als „Abstellfläche“ belassen, nachdem ca. 1955 ein neuer Beton-Treppenzugang von der Deele geschaffen worden war. Dieser wurde ca. Mitte der 1960er Jahre auch zugemauert und zubetoniert. Im Bruchsteinsockel bzw. der Keller-Außenwand befinden sich noch zwei kleine Öffnungen für den Einwurf von Kohlen bzw. Lebens- und Futtermitteln. Die Öffnungen sind mit einem herausnehmbaren Metallgitter verschlossen. In dem Keller wurden vor allem Kartoffeln, Möhren, Futterrüben für das Schwein und in Regalen jede Menge „Weck“-Einmachgläser mit eingekochtem Gemüse und Obst aus dem Garten gelagert. Eine besondere Abteilung bildeten die Gläser mit den gekochten Schwein-Körperteilen, Sülzen usw. aus den jährlichen Hauschlachtungen. | Erdgeschoss die Waschküche mit einer Betondecke. Hier stand ein runder, holz- bzw. kohlebefeuerter Waschkessel, auch „Schweinepott“ genannt. Heute befindet sich hier das Bad. Im Obergeschoss darüber war die Räucherkammer (Schweineschlachtung und -verarbeitung). Im südlichen Seitenschiff rechts der Diele befindet sich ein Teilkeller als “Natur-Vorratskeller“ aus Natursteinmauerwerk mit Lehmfussboden. Der ursprünglche Kellerzugang über eine Betontreppe von der Waschküche wurde zugemauert, die Stufen aber als „Abstellfläche“ belassen, nachdem ca. 1955 ein neuer Beton-Treppenzugang von der Deele geschaffen worden war. Dieser wurde ca. Mitte der 1960er Jahre auch zugemauert und zubetoniert. Im Bruchsteinsockel bzw. der Keller-Außenwand befinden sich noch zwei kleine Öffnungen für den Einwurf von Kohlen bzw. Lebens- und Futtermitteln. Die Öffnungen sind mit einem herausnehmbaren Metallgitter verschlossen. In dem Keller wurden vor allem Kartoffeln, Möhren, Futterrüben für das Schwein und in Regalen jede Menge „Weck“-Einmachgläser mit eingekochtem Gemüse und Obst aus dem Garten gelagert. Eine besondere Abteilung bildeten die Gläser mit den gekochten Schwein-Körperteilen, Sülzen usw. aus den jährlichen Hauschlachtungen. | ||
Das Haus wurde am 17. Januar 2006 durch die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Detmold in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen. | |||
Folgende bauliche Änderungen und Renovierungen wurden bis heute durchgeführt: | |||
Im Jahr 2011 und nach Ablauf von 20 Jahren musste die Hausentwässerung usw. durch Veränderungen an der Kläranlage vorgenommen werden, da die Versickerung nicht mehr genutzt werden darf. Es musste u.a. eine Tauchmotorpumpe eingebaut werden zur Änderung in eine biologische Kläranlage mit mechanischer Nachbehandlung und Überlauf-Einleitung in die Dorla. | |||
Im Jahr 2015 wurden die Holzbalken und -Sparren des Daches erneuert bzw. ergänzt, die alten Beton-Dachpfannen gegen neue Ziegel-Hohldachpfannen, wie bis bis 1979 vorhanden, ausgetauscht. Die alten Giebel-Holzverschalungen wurden ausgetauscht, d.h. der Südgiebel mit senkrechten Lärchen-Bretten und der Nordgiebel mit Eichen-Bohlen, wie der Bestand war. | |||
Auf dem nicht ausgebauten und als Lager genutzten Dachboden wurden eine 16 cm dicke Mineralwolle-Wärmedämmung und ein neuer Fussboden aus OSB_Holzplatten verlegt. | |||
Im Jahr 2017 wurden die Naturstein-Fundamente der Westseite durch Beton ersetzt und alle vier Fassaden bearbeitet durch Sanierung der Holzständer, -Schwellen, -Riegel usw. und teilweise Neuvermauerung und Verputz der Gefache mit vorhandenen Materialien. Alle Fassaden und Fenster und Türen erhielten Sanierungsanstriche. | |||
Auch die Aussenbereiche (Zuwegungen, Natursteinflächen vor beiden Giebeln) wurden saniert und eine Terrasse im Süden gebaut. | |||
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