Istruper Straße 65 (Wellentrup): Unterschied zwischen den Versionen
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Kleinkötter, Hoppenplöcker, 1829 Straßenkötter (bückeburgische Nr. 7) | Kleinkötter, Hoppenplöcker, 1829 Straßenkötter (bückeburgische Nr. 7) | ||
Die Kleinkötterstätte wurde um die Mitte des 16. | Die Kleinkötterstätte wurde um die Mitte des 16. Jahrhunderts gegründet. Der Name Schröder ist ein weitverbreiteter Handwerkername und bedeutet „Schneider“ (PREUß, Familiennamen, S. 104). | ||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Fachwerkhaus, Vierständerbau mit Backsteinausfachung von 1836, abgebrochen 1964. Durchgangsdielenhaus, links vom Dielentor unterkellerte Stube, rechts Kuhstall. Am Rückgiebel angebauter Backofen neben dem Hinterausgang. Reich dekorierter Torbogen | Fachwerkhaus, Vierständerbau mit Backsteinausfachung von 1836, Brettergiebel, auf profilierten Stichbalkenköpfen und Füllhölzern vorkragend, abgebrochen 1964. Durchgangsdielenhaus, links vom Dielentor unterkellerte Stube, rechts Kuhstall. Am Rückgiebel angebauter Backofen neben dem Hinterausgang, jüngerer kleiner Fachwerkanbau rechts. | ||
Reich dekorierter Torbogen mit drei Oberlichtern, sorgfältige Flachschnitzerei: Vierzeilige Inschrift auf dem Torsturz und den oberen Torständern, darunter Rose und Stern als Landeswappen, Tulpenmedaillons mit Erbauernamen und Tulpenbäumchen in klassizistischen Vasen. | |||
Das Haus erbaute der Wellentruper Zimmermeister Cord Henrich Lesemann (Nr. 17, [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]), der außerdem 1837 das spätere bückeburgische Forsthaus in Istrup (Dorfstraße 13), 1841 das Haus Käuper Nr. 16 ([[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]])und 1838 den Speicher auf dem Hof Mönch Nr. 2 ([[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]) errichtete. | Das Haus erbaute der Wellentruper Zimmermeister Cord Henrich Lesemann (Nr. 17, [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]), der außerdem 1837 das spätere bückeburgische Forsthaus in Istrup (Dorfstraße 13), 1841 das Haus Käuper Nr. 16 ([[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]])und 1838 den Speicher auf dem Hof Mönch Nr. 2 ([[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]) errichtete. | ||
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==Inschrift== | ==Inschrift== | ||
Inschriften auf dem Torbogen und dem Giebelrähm durch Foto von 1937 überliefert. | |||
HERR DU ERFORSCHEST MICH DIR BIN ICH UNVERBORGEN DU KENEST MEIN GANZEE THUN / UND ALLE MEINE SORGEN WAS MEINE SEELE DENKT WAR DIR BEREITS BEKANNT EH DER GEDANKE NOCH IN MEINER SEEL ENTSTAND. MEINE ARBEIT SEGNE GOTT MEIN VERRICHTEN THUN / UND LASSEN SEGNE HERR MEIN TÄGLICH BROD MEIN VERMÖGEN GLEICHERMASEN SEGNE MICH MIT SANFTEN STERBEN UND / | |||
Torsturz: | |||
HERR DU ERFORSCHEST MICH DIR BIN ICH UNVERBORGEN DU KENEST MEIN GANZEE THUN / UND ALLE MEINE SORGEN WAS MEINE SEELE DENKT WAR DIR BEREITS BEKANNT EH DER / GEDANKE NOCH IN MEINER SEEL ENTSTAND. MEINE ARBEIT SEGNE GOTT MEIN VERRICHTEN THUN / UND LASSEN SEGNE HERR MEIN TÄGLICH BROD MEIN VERMÖGEN GLEICHERMASEN SEGNE MICH MIT SANFTEN STERBEN UND / MACH MICH ZUM HIMMELSERBEN | |||
Baudatum und Name des Zimmermeisters auf den Torständern: | |||
GEBAUET / DEN 8TEN / JUNIUS /ANNO 1836 | |||
MEISTER / CORD HEIN / RICH LEE / SEM ANN | |||
Namen der Erbauer in Tulpenmedaillons auf den Torständern: | |||
CARL / SCHRÖDER / ZU WELLEN / TRUP / UND | |||
WIL / HELMMINE / PEUKERS / AUS / ISTRUP | |||
Inschrift auf dem Giebelrähm (unvollständig): | |||
... GANZE HAUS ALLES ALLES WAS WIR HABEN KOMMT AUS VATERHAND DANKT ... | |||
Es handelt sich um den leicht abgewandelten Auszug aus dem Text eines Kirchenliedes von Johann Heinrich Christoph Nölting (1735-1806): | |||
1. Dank dir, Herr! Mit frohen Gaben füllest du das ganze Land. Alles, alles was wir haben, kommt aus deiner Vaterhand. | |||
2. Dank dir, Herr! Du gibst uns Leben, gibst uns Nahrung und Gedeihn. O, wer wollt dich nicht erheben und sich deiner Güte freun? | |||
3. Dankt den Herrn! Vergiss, o Seele, deines guten Vaters nie! Werd' ihm ähnlich und erzähle seine Wunder spät und früh! | |||
==Besitzer*innen, Bewohner*innen== | ==Besitzer*innen, Bewohner*innen== | ||