Am Bergkamp 9 (Hörstmar): Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Seit dem Neubau des Hofes Riekehof nördlich der Lemgoer Chaussee ( | Seit dem Neubau des Hofes Riekehof nördlich der Lemgoer Chaussee (heutige B 66) wurde die Leibzucht des alten Hofes, der sogenannte Kuchenof, als Landarbeiterwohnung genutzt. Um 1985 Sanierung und Ausbau zu zwei Wohnungen durch Familie Polzer. | ||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
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Vierständerbau von sieben Fachen (acht Gebinden), verbretterte Giebel auf profilierten Stich- und Rähmköpfen vorkragend. Prächtiger Torbogen mit zwei Oberlichtern, sechszeiliger Inschrift und Tulpenranken auf den Ständern. Geknickte und oben lang auslaufende Fußstreben. | Vierständerbau von sieben Fachen (acht Gebinden), verbretterte Giebel auf profilierten Stich- und Rähmköpfen vorkragend. Prächtiger Torbogen mit zwei Oberlichtern, sechszeiliger Inschrift und Tulpenranken auf den Ständern. Geknickte und oben lang auslaufende Fußstreben. | ||
Durchgangsdiele mit | Durchgangsdiele mit ehemaligem Hinterausgang ("Hekedür"), im linken Seitenschiff Kuhstall mit zwei Stallöffnungen unter Kuhnackenriegeln mit früheren Sandsteinkrippen, anschließend zwei Kammern und vorspringende Küche in früherer Luchtöffnung, in der sich das offene Herdfeuer befand. Im rechten Seitenschiff ehemaliger Pferdestall (?), anschließend unterkellerte Kammer und Stube, letztere ebenfalls zur Diele vorspringend. Im hinteren Bereich der Diele zwei wiederverwendete Kopfbänder mit Kerbschnittmustern aus einem Vorgängerbau des 16. Jahrhunderts (um 1570). | ||
Seit 1865 Nutzung für Landarbeiterwohnungen, 1985 von Familie Polzer saniert und durch moderne Querwand in zwei Wohnungnen aufgeteilt. Die modernen Galerien an der Querwand zwischen den beiden Hälften wurde von der zweiten Frau des Architekten Egon Eiermann entworfen, einer Freundin der Familie. | Seit 1865 Nutzung für Landarbeiterwohnungen, 1985 von Familie Polzer saniert und durch moderne Querwand in zwei Wohnungnen aufgeteilt. Die modernen Galerien an der Querwand zwischen den beiden Hälften wurde von der zweiten Frau des Architekten Egon Eiermann entworfen, einer Freundin der Familie. | ||
Rechts vom Torgiebel Backhaus des 19. Jahrhunderts, | Rechts vom Torgiebel Backhaus des 19. Jahrhunderts, sechs Fache mit Bruchsteinausfachung (um 1985 erneuert), angebauter Backofen aus Bruchsteinmaeuerwerk. | ||
==Inschrift== | ==Inschrift== | ||
Inschrift am Torbogen:<ref>[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]</ref> | Inschrift am Torbogen:<ref>[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]</ref> | ||
M.S.F.B. (Meister Simon Friedrich Bucker/Büker) / ANNO 1763 DEN 7 YUNIUS HAT FRANS HENRICH SPRVTEN AVS / DER | M.S.F.B. (Meister Simon Friedrich Bucker/Büker) / ANNO 1763 DEN 7 YUNIUS HAT FRANS HENRICH SPRVTEN AVS / DER MOSBECK UND MARIA ELISABETH HACKAMACKS DIS HAVS / DVRCH GOTTES HVLFE LASSEN BAVEN GOTT DV HAST MICH VON / IVGEND AVF GELEHRET DARVM VERKUNDIGE ICH DEINE WVNDER / AVCH VERLAS MICH NICHT GOTT IM ALTER WAN ICH GRAV WERDE / PSAL 71 V 17 UND 18 | ||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||