Haustenbeck: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Haustenbeck wurde 1659 gegründet. Die politische Gemeinde Haustenbeck wurde zum 1. Dezember 1939 aufgelöst.<br /> | Haustenbeck wurde 1659 gegründet. Die politische Gemeinde Haustenbeck wurde zum 1. Dezember 1939 aufgelöst.<br /> | ||
"Der Pastor in Heiligenkirchen hatte Sonntags von der Kanzel bekanntgegeben, der Graf gedächte in seiner Senne etliche Häuser aufzurichten; wer da Lust hätte sich anzubauen, dem sollten für sechs Jahre alle Lasten erlassen werden. Der erste, der den Mut hatte, diesem Ruf zu folgen, hieß Arend Wommel. Er war Maurer von Beruf und wohnte bis dahin in Berlebeck."<ref Name="Sprenger">{{SprengerHaustenbeck1939}}</ref> | |||
Erste Erweiterungen des nahegelegenen Truppenübungsplatzes erfolgten 1892. Betroffen war der Haustenbecker Ortsteil Lippisch-Taubenteich wo sieben Hausstätten angekauft und aufgelöst wurden. Die Haustenbecker Hausnummern wurden anschließend für neugegründete Kolonate in Haustenbeck vergeben. | Erste Erweiterungen des nahegelegenen Truppenübungsplatzes erfolgten 1892. Betroffen war der Haustenbecker Ortsteil Lippisch-Taubenteich wo sieben Hausstätten angekauft und aufgelöst wurden. Die Haustenbecker Hausnummern wurden anschließend für neugegründete Kolonate in Haustenbeck vergeben. | ||
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[[Datei:Kirche in Haustenbeck.png|mini|Kirche in Haustenbeck, um 1930, LLB SP-SCHL-1-21<br />Foto: Wilhelm Pecher]] | [[Datei:Kirche in Haustenbeck.png|mini|Kirche in Haustenbeck, um 1930, LLB SP-SCHL-1-21<br />Foto: Wilhelm Pecher]] | ||
'''Kirche'''<br /> | '''[[Haustenbeck Kirche (Haustenbeck)|Kirche]]'''<br /> | ||
Der erste Pfarrer in Haustenbeck war der wieder in Dienst genommene Pfarrer a.D. Joachim Wienandt aus Berlebeck (bis 1670 Pfarrer in [[Heiligenkirchen]]). Am 3. April 1671 wurde ihm "das Predigen und Unterrichten der Kinder" übertragen. Alle Amtsgeschäfte durfte er ab 1677 wahrnehmen. Er war bis 1703 im Dienst. Da noch keine Kirche existierte, hielt er seine Predigten im Krug von Elgershausen. Die Kirche am Tötgen-Wege, deren Errichtung mehrere Jahre dauerte, wurde am 27. September 1685 eingeweiht.<ref Name="Sprenger" /> 1685 lieferte Claudius Bricon, Glockengießer aus Steinheim, die erste Glocke. 1707 kam eine Uhr hinzu, 1747 ein Orgel-Positiv.<ref>{{ButterweckGeschichte1926}},Seite 402</ref> Die Orgel aus dem Jahr 1899 stammt von dem bekannten Orgelbauer Ernst Klaßmeyer aus Kirchheide bei Lemgo. Die Orgel wurde 1940 in der Kapelle in Heidenoldendorf neu geweiht und 1958 in der neuen Kirche in Heidenoldendorf aufgestellt. Die Kanzel (Spätrenaissance, Ende 16. Jahrhundert) stammt aus Heiden, sie befindet sich seit 1965 in der Kirche in Donop. Die beiden Glocken, eine war eine Stiftung von ausgewanderten Haustenbeckern in Amerika, wurden nach Heiligenkirchen abgegeben und kriegsbedingt kurz darauf eingeschmolzen. Der Grabstein des ersten Pfarrers Wienandt befindet sich heute in Heiligenkirchen, wo dieser seine erste Pfarrstelle hatte. Die Kirchturmuhr wurde nach Stapelage abgegeben und dort 1955 eingebaut.<br /> | Der erste Pfarrer in Haustenbeck war der wieder in Dienst genommene Pfarrer a.D. Joachim Wienandt aus Berlebeck (bis 1670 Pfarrer in [[Heiligenkirchen]]). Am 3. April 1671 wurde ihm "das Predigen und Unterrichten der Kinder" übertragen. Alle Amtsgeschäfte durfte er ab 1677 wahrnehmen. Er war bis 1703 im Dienst. Da noch keine Kirche existierte, hielt er seine Predigten im Krug von Elgershausen. Die Kirche am Tötgen-Wege, deren Errichtung mehrere Jahre dauerte, wurde am 27. September 1685 eingeweiht.<ref Name="Sprenger" /> 1685 lieferte Claudius Bricon, Glockengießer aus Steinheim, die erste Glocke. 1707 kam eine Uhr hinzu, 1747 ein Orgel-Positiv.<ref>{{ButterweckGeschichte1926}},Seite 402</ref> Die Orgel aus dem Jahr 1899 stammt von dem bekannten Orgelbauer Ernst Klaßmeyer aus Kirchheide bei Lemgo. Die Orgel wurde 1940 in der Kapelle in Heidenoldendorf neu geweiht und 1958 in der neuen Kirche in Heidenoldendorf aufgestellt. Die Kanzel (Spätrenaissance, Ende 16. Jahrhundert) stammt aus Heiden, sie befindet sich seit 1965 in der Kirche in Donop. Die beiden Glocken, eine war eine Stiftung von ausgewanderten Haustenbeckern in Amerika, wurden nach Heiligenkirchen abgegeben und kriegsbedingt kurz darauf eingeschmolzen. Der Grabstein des ersten Pfarrers Wienandt befindet sich heute in Heiligenkirchen, wo dieser seine erste Pfarrstelle hatte. Die Kirchturmuhr wurde nach Stapelage abgegeben und dort 1955 eingebaut.<br /> | ||
Von 80 belegten Wappenfenstern mit Stifterscheiben von 1683 befinden sich acht im Lippischen Landesmuseum Detmold.<ref>{{KleinmannsStifter2019}}.</ref> | Von 80 belegten Wappenfenstern mit Stifterscheiben von 1683 befinden sich acht im Lippischen Landesmuseum Detmold.<ref>{{KleinmannsStifter2019}}.</ref> | ||