Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen

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==Geschichte==
==Geschichte==
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit etwa 1500 in den Landschatzregistern nachweisbar: ''Weuirherman 1 m.'' (1497), ''Weuerherman 1/2 g.'' (1507), ''Weuer Gercke 1 Ort'' (1535), ''Weuergercke 1 Ort'' (1545), ''Weuergercke 1/2 Fl.'' (1562), ''Weuergercke 1/2 Ort'' (1572), ''Weffer Gerke 1 Ort'' (1590), ''Marten Wefer 20 g.'' (1603), ''Marten Weiffer 20 Gr.'' (1618).
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit 1497 in den Landschatzregistern nachweisbar: ''Weuirherman 1 m.'' (1497), ''Weuerherman 1/2 g.'' (1507), ''Weuer Gercke 1 Ort'' (1535), ''Weuergercke 1 Ort'' (1545), ''Weuergercke 1/2 Fl.'' (1562), ''Weuergercke 1/2 Ort'' (1572), ''Weffer Gerke 1 Ort'' (1590), ''Marten Wefer 20 g.'' (1603), ''Marten Weiffer 20 Gr.'' (1618).
   
   
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde teils als Hoppenplöcker geführt.


Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben <ref>LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 </ref>, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. ''Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter'', ist diese zweite Ehefrau.<ref>LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196</ref> Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: <ref>LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291</ref>  .  .  . ''daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert'' (verweigert)'', vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s. auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.  . .'' Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.<ref>LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136</ref>
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben <ref>LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 </ref>, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. ''Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter'', ist diese zweite Ehefrau.<ref>LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196</ref> Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: <ref>LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291</ref>  .  .  . ''daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert'' (verweigert), ''vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s.''(selbst) ''auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.    .  .   .'' Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.<ref>LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136</ref>


Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.
Marten Weber verstirbt 1618; ihm folgt als Interimswirt Simon (Jo)Hanning<ref>LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 211, S. 79</ref> von Hörste Nr. 6, der wiederum 1635 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.<ref>In der Volkszählung Ende 1648 werden ''3 erwachsene Kinder'' sowie ''2 unter 8 Jahren'' genannt. Zwei Kinder (eins vor 1640, eins nach 1640 geboren) sind offenbar zwischen Ende 1648 und Ende 1656 verstorben. LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 326</ref>


Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: ''hat einzufordern 100 Thllr.''), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: ''hat einzufordern 100 Thllr.''), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.


1893 verkauft August Weber schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.
1893 verkauft August Weber I schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.


Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.
Nach dem Tod des Kötters August Weber II 1955 geht die Stätte seinem Testament gemäß an eine auf der Stätte lebende Tochter, später dann an einen Enkel über. In den 1980er Jahren, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.


==Gebäude==
==Gebäude==
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Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: ''2 Häuser'' (Salbuch 1685), ''3 gebäu'' (Messbuch 1730), ''Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus'' (Salbuch 1829), ''Wohnhaus, Leibzucht'' (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: ''2 Häuser'' (Salbuch 1685), ''3 gebäu'' (Messbuch 1730), ''Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus'' (Salbuch 1829), ''Wohnhaus, Leibzucht'' (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.
   
   
Zu dem erhaltenen Haus der Stätte Weber (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18):  
Das erhaltene Kötterhaus Weber von 1566 ist das älteste Haus in Hörste (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): Kleiner Zweiständerbau von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen (Abseiten) im späten 19. Jahrhundert in Backstein erneuert und verputzt. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen mit rohen, unbeschnitzten Profilen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern verstrebt. Durchgangsdiele mit verbretterter Räucherbühne über der früheren Herdstelle im letzten Fach. Stallanbau links vom Dielentor im 17. Jahrhundert angefügt, am Rückgiebel unterkellerter Kammeranbau des 18. Jahrhunderts (1986 abgebrochen). Außerdem war am Rückgiebel nachträglich ein Backofen angebaut wotden (nicht erhalten).<ref> Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.</ref>
Kleiner Zweiständerbau von 1566 von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen verändert. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern markiert. Rückwärtiger unterkellerter Kammeranbau und vorderer Stallanbau links vom Dielentor im 18. Jahrhundert angefügt.<ref> Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.</ref>
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]
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[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]


Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorne rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus mit einer Utlucht rechts vom Dielentor, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorn rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.


==Inschriften==
==Inschriften==
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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
ca. 1590 - 1618 Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup
ca. 1590 - 1618 Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup, diese ∞ (III) um 1618 Simon (Jo)Hanning († 1635) von Hörste Nr. 6, der Interimswirt Weber wird


• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603
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ca. 1630 - 1635/36  Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird
1618 - ca. 1632  Simon Weber, geb. (Jo)Hanning (s.o.)
 
 
ca. 1632 - 1635/36  NNm Weber, Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird


Kinder aus 2 Ehen:
Kinder aus 2 Ehen:


• Simon, * 1631, Anerbe
• Simon, * 1631, Anerbe (vermutlich ist Stiefgroßvater Taufpate)


• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)
• NN1, * vor 1640, † vor 1657
• NN2, * nach 1640, † vor 1657


• Frantz, * 1644
• Frantz, * 1644
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• <u>Karoline</u> Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste
• <u>Karoline</u> Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste


• Wilhelm <u>Gottlieb</u> Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste)
• Wilhelm <u>Gottlieb</u> Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste), ∞ 1896 Auguste <u>Karoline</u> Henriette Weeke (* 1872) aus Billinghausen


• Hermann Christoph, * 1870, † 1871
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871
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• Hermann <u>Adolf</u>, * 1872
• Hermann <u>Adolf</u>, * 1872


[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]
1883 - 1905  Karl <u>August</u> Weber (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 Karoline Henriette Amalie Wächter (1853 - n. 1933) aus Hörste
 
 
1883 - 1905  Karl <u>August</u> Weber I (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 <u>Karoline</u> Henriette Amalie Wächter (1853 - 1945) aus Hörste


Kinder:
Kinder:


• August, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)
• August II, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)


• Friedrich Wilhelm, * 1882
• Friedrich Wilhelm, * 1882
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ab 1919  August Weber, * 1879
1905 - 1919  Witwe Karoline Wächter (s. o.)
 
 
1919 - 1953 August Weber II, Ziegler (1879 - 1955), ∞ 1905 Pauline Wilkenloh († vor 1954)
 
• 6 Kinder





Aktuelle Version vom 28. August 2026, 15:52 Uhr

Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)
OrtsteilHörste
StraßeTeutoburger-Wald-Straße (Hörste)
Hausnummer16
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHörste
Hausnummer012

Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim "Weberhof" einbezogen.

Geschichte

Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit 1497 in den Landschatzregistern nachweisbar: Weuirherman 1 m. (1497), Weuerherman 1/2 g. (1507), Weuer Gercke 1 Ort (1535), Weuergercke 1 Ort (1545), Weuergercke 1/2 Fl. (1562), Weuergercke 1/2 Ort (1572), Weffer Gerke 1 Ort (1590), Marten Wefer 20 g. (1603), Marten Weiffer 20 Gr. (1618).

Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde teils als Hoppenplöcker geführt.

Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben [1], und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter, ist diese zweite Ehefrau.[2] Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: [3] . . . daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert (verweigert), vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s.(selbst) auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten. . . . Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.[4]

Marten Weber verstirbt 1618; ihm folgt als Interimswirt Simon (Jo)Hanning[5] von Hörste Nr. 6, der wiederum 1635 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.[6]

Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: hat einzufordern 100 Thllr.), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.

1893 verkauft August Weber I schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.

Nach dem Tod des Kötters August Weber II 1955 geht die Stätte seinem Testament gemäß an eine auf der Stätte lebende Tochter, später dann an einen Enkel über. In den 1980er Jahren, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12 - seit 1981 das älteste Haus Hörstes - stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.

Gebäude

Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247

Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: 2 Häuser (Salbuch 1685), 3 gebäu (Messbuch 1730), Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus (Salbuch 1829), Wohnhaus, Leibzucht (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.

Das erhaltene Kötterhaus Weber von 1566 ist das älteste Haus in Hörste (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): Kleiner Zweiständerbau von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen (Abseiten) im späten 19. Jahrhundert in Backstein erneuert und verputzt. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen mit rohen, unbeschnitzten Profilen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern verstrebt. Durchgangsdiele mit verbretterter Räucherbühne über der früheren Herdstelle im letzten Fach. Stallanbau links vom Dielentor im 17. Jahrhundert angefügt, am Rückgiebel unterkellerter Kammeranbau des 18. Jahrhunderts (1986 abgebrochen). Außerdem war am Rückgiebel nachträglich ein Backofen angebaut wotden (nicht erhalten).[7]

Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010
Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010
Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986
Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986

Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus mit einer Utlucht rechts vom Dielentor, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorn rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.

Inschriften

Auf dem Torsturz Jahreszahl 1566 und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

ca. 1590 - 1618 Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup, diese ∞ (III) um 1618 Simon (Jo)Hanning († 1635) von Hörste Nr. 6, der Interimswirt Weber wird

• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603

• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604 . . . 1609


1618 - ca. 1632 Simon Weber, geb. (Jo)Hanning (s.o.)


ca. 1632 - 1635/36 NNm Weber, Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird

Kinder aus 2 Ehen:

• Simon, * 1631, Anerbe (vermutlich ist Stiefgroßvater Taufpate)

• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)

• NN1, * vor 1640, † vor 1657

• NN2, * nach 1640, † vor 1657

• Frantz, * 1644


1638 - 1658 Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)


1658 - 1667 Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7, sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird

Kinder:

• Cord Simon I, * 1658, Anerbe

• Hans, * um 1660, † vor 1709

• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)

• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741


1667 - 1697 Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)


1697 - 1729 Cord Simon Weber I (1658 - 1745), ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13

Kinder:

• Cord Simon II, * 1698, Anerbe

• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772

• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen, Heysundern, † 1747


1729 - 1755 Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste

Kinder aus 2 Ehen:

• Nnw, * 1729

• Cordt Simon, * 1734, † 1734

• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe

• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751

• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794

• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741

• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817

• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818

• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt[8]

• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. Arend Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823


1755 - ca. 1784 Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne

Kinder:

Kord Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832

• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe

• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763


ca. 1784 - ca. 1822 Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31

Kinder:

• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781

• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)

• Amalie Ilsabein, * 1785

• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe

• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789

• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d. Piv., † 1869

• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838

• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide

• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste

• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)

• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)


ca. 1822 - 1844 Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 Amalie Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 Wilhelmine Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste

Kinder aus 2 Ehen:

• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)

• Hanna Friederica (Friederike), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894

• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe

• Karoline Wilhelmine, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage

• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u. Ziegler

• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)

• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924

• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber

• Karoline Auguste, * 1840, † 1840

• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873

• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)


1850 - 1883 Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26

Kinder:

• Karl August, * 1852, Anerbe

Heinrich Wilhelm, * 1855

• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)

• Karoline Wilhelmine (Minna), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste

Karoline Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste

• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste), ∞ 1896 Auguste Karoline Henriette Weeke (* 1872) aus Billinghausen

• Hermann Christoph, * 1870, † 1871

• Hermann Adolf, * 1872

„Familie Weber um 1900“ - das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung


1883 - 1905 Karl August Weber I (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 Karoline Henriette Amalie Wächter (1853 - 1945) aus Hörste

Kinder:

• August II, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)

• Friedrich Wilhelm, * 1882

• Gottlieb Wilhelm, * 1884

• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887

• Heinrich Wilhelm, * 1889


1905 - 1919 Witwe Karoline Wächter (s. o.)


1919 - 1953 August Weber II, Ziegler (1879 - 1955), ∞ 1905 Pauline Wilkenloh († vor 1954)

• 6 Kinder


- Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.

- Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.

Literatur

  1. Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.
  2. Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195
  2. LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196
  3. LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291
  4. LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136
  5. LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 211, S. 79
  6. In der Volkszählung Ende 1648 werden 3 erwachsene Kinder sowie 2 unter 8 Jahren genannt. Zwei Kinder (eins vor 1640, eins nach 1640 geboren) sind offenbar zwischen Ende 1648 und Ende 1656 verstorben. LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 326
  7. Vgl. Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14. bis 16. Jahrhunderts in Westfalen, 1986 S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.
  8. LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e

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Dr. Horst Wissbrock

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