Lopshorner Allee Meierei Lopshorn (Augustdorf): Unterschied zwischen den Versionen

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Joachim Kleinmanns (Diskussion | Beiträge)
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1690 angelegte Meierei zum Jagdschloss Lopshorn, ab 1933 Augustdorf Nr. 265.  


==Geschichte==
==Geschichte==
Nach Verlegung des Sennergestüts nach Lopshorn 1680 wurde 1690 in der Nähe zur Unterhaltung des Gestüts und Jägerhofs und Jagdschlosses die Meierei angelegt.<ref>A. von Anderten, Das Sennergestüt im Fürstenthum Lippe-Detmold, Detmold 1873, abgedruckt in {{MarxWildbahngestüte2002}}, S. 93–101.</ref>
Nach Verlegung des Sennergestüts nach Lopshorn 1680 wurde 1690 in der Nähe zur Unterhaltung des Gestüts und Jägerhofs und Jagdschlosses die Meierei angelegt.<ref>A. von Anderten, Das Sennergestüt im Fürstenthum Lippe-Detmold, Detmold 1873, abgedruckt in {{MarxWildbahngestüte2002}}, S. 93–101.</ref> Tund 300 m südwestlich vom Schloss gelegen.
 
1690 war bei Lopshorn eine landwirtschaftliche Anlage eingerichtet worden, die für den Notfall Futter für die Sennerpferde anzubauen hatte. Später entwickelte sich hieraus die Meierei. 1945 ausgebrannt und seitdem Ruine (s. [[Lopshorner Allee Jagdschloss Lopshorn (Augustdorf)|Schloß Lopshorn]]).<ref>[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093455 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1960].</ref>  


Bei der Auflösung des Gutsbezirks Lopshorn und Eingemeindung nach Augustdorf wurden 1933 vier Hausnummern vergeben: Schloß Lopshorn, Augustdorf 262; Inspektorwohnung Lopshorn, Augustdorf 263; Gestütsaufseherwohnung Lopshorn, Augustdorf 264; Meierei Lopshorn, Augustdorf 265.<ref>LAV NRW OWL L 101 C IV Nr. 3: Gebäudesteuerrolle des Bauerschaftsbezirks Augustdorf,
Bei der Auflösung des Gutsbezirks Lopshorn und Eingemeindung nach Augustdorf wurden 1933 vier Hausnummern vergeben: Schloß Lopshorn, Augustdorf 262; Inspektorwohnung Lopshorn, Augustdorf 263; Gestütsaufseherwohnung Lopshorn, Augustdorf 264; Meierei Lopshorn, Augustdorf 265.<ref>LAV NRW OWL L 101 C IV Nr. 3: Gebäudesteuerrolle des Bauerschaftsbezirks Augustdorf,
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Längsdeelenhaus aus Bruchsteinmauerwerk mit Halbwalmdach, die beiden Giebeltrapeze aus Fachwerk. Die auf dem nebenstehenden Foto abgebildete Fassade entspricht dem um 1700 auf einem Ölgemälde (FRD M 189) dargestellten Zustand.<ref>Abgedruckt in {{LippeLopshorn2004}}, S. 10.</ref>
Längsdeelenhaus aus verputztem Bruchsteinmauerwerk mit Halbwalmdach, die beiden Giebeltrapeze aus Fachwerk. Fenster u. Torbögen-Gewände aus Werkstein (Sandstein). Im Schlussstein die Wappen des Grafen Simon Henrich und seiner Gemahlin Amalia zu Dohna. Die auf dem nebenstehenden Foto abgebildete Fassade entspricht dem um 1700 auf einem Ölgemälde (FRD M 189) dargestellten Zustand.<ref>Abgedruckt in {{LippeLopshorn2004}}, S. 10.</ref> Langgestreckter Bau in einfachen Formen. An der Rückgiebelseite ebenfalls ein rundbogiges Tor (Durchfahrtsdeele). Einfache rechteckige Fenster; im hinteren Teil Stallungen mit liegenden ovalen Fenstern.
 
Parallel zum Meierhaus ein ebenso langer, einfacher Fachwerkbau (Schafstall), vor 1766.<ref>LAV NRW OWL, L 92 R / Lippische Rentkammer - Bausachen, Nr. 921: Bauten und Reparaturen am Schloss und der Meierei Lopshorn, Band 1, 1736–1772.</ref>


==Inschriften==
==Inschriften==

Aktuelle Version vom 20. August 2026, 11:40 Uhr

Lopshorner Allee Meierei Lopshorn (Augustdorf)
OrtsteilAugustdorf
StraßeLopshorner Allee (Augustdorf)
Hausnummer-
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeSchloss Lopshorn
Hausnummer-
Ergänzte Hausnummer001

1690 angelegte Meierei zum Jagdschloss Lopshorn, ab 1933 Augustdorf Nr. 265.

Geschichte

Nach Verlegung des Sennergestüts nach Lopshorn 1680 wurde 1690 in der Nähe zur Unterhaltung des Gestüts und Jägerhofs und Jagdschlosses die Meierei angelegt.[1] Tund 300 m südwestlich vom Schloss gelegen.

1690 war bei Lopshorn eine landwirtschaftliche Anlage eingerichtet worden, die für den Notfall Futter für die Sennerpferde anzubauen hatte. Später entwickelte sich hieraus die Meierei. 1945 ausgebrannt und seitdem Ruine (s. Schloß Lopshorn).[2]

Bei der Auflösung des Gutsbezirks Lopshorn und Eingemeindung nach Augustdorf wurden 1933 vier Hausnummern vergeben: Schloß Lopshorn, Augustdorf 262; Inspektorwohnung Lopshorn, Augustdorf 263; Gestütsaufseherwohnung Lopshorn, Augustdorf 264; Meierei Lopshorn, Augustdorf 265.[3]
Das Hauptgebäude der Meierei wurde 1945 durch Brandstiftung zerstört.[4]

Gebäude

Hauptgebäude der Meierei in Lopshorn; Kreisarchiv Lippe – Nachlaß Heinz Wiemann, Nr. K5_14
Hauptgebäude der Meierei, Ansicht von Nordosten, Ansichtskarte, 1937 (LLB, ME-PK-36-117; Originalfoto im Bildarchiv der LWL-Denkmalpflege/Münster)

Längsdeelenhaus aus verputztem Bruchsteinmauerwerk mit Halbwalmdach, die beiden Giebeltrapeze aus Fachwerk. Fenster u. Torbögen-Gewände aus Werkstein (Sandstein). Im Schlussstein die Wappen des Grafen Simon Henrich und seiner Gemahlin Amalia zu Dohna. Die auf dem nebenstehenden Foto abgebildete Fassade entspricht dem um 1700 auf einem Ölgemälde (FRD M 189) dargestellten Zustand.[5] Langgestreckter Bau in einfachen Formen. An der Rückgiebelseite ebenfalls ein rundbogiges Tor (Durchfahrtsdeele). Einfache rechteckige Fenster; im hinteren Teil Stallungen mit liegenden ovalen Fenstern.

Parallel zum Meierhaus ein ebenso langer, einfacher Fachwerkbau (Schafstall), vor 1766.[6]

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1926 Gutsbezirk und Schloss Lopshorn: Fritz Rott, Kutscher; Robert Sobczak, Sattelmeister; Heinrich Kaufmann, Futtermeister; Heinrich Kuhlmann, Landwirt; Heinrich Schlepper, Forstarbeiter; Heinrich Sielemann, Gestütswärter; Karl Schulz, Oberjäger; Marie Jurisch, Wirtschafterin.[7]

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. A. von Anderten, Das Sennergestüt im Fürstenthum Lippe-Detmold, Detmold 1873, abgedruckt in Cordula Marx/Agnes Sternschulte (Hg.), »... so frei, so stark ...«. Westfalens wilde Pferde (Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold - Landesmuseum für Volkskunde; 21), Essen 2002, S. 93–101.
  2. Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1960.
  3. LAV NRW OWL L 101 C IV Nr. 3: Gebäudesteuerrolle des Bauerschaftsbezirks Augustdorf, [1890] – ca. 1961.
  4. Armin Prinz zur Lippe; Lopshorn, Eine Chronik; 2004; S. 107
  5. Abgedruckt in Armin Prinz zur Lippe, Lopshorn. Eine Chronik. Werte der Tradition, Bausteine für die Zukunft, Detmold 2004, S. 10.
  6. LAV NRW OWL, L 92 R / Lippische Rentkammer - Bausachen, Nr. 921: Bauten und Reparaturen am Schloss und der Meierei Lopshorn, Band 1, 1736–1772.
  7. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 698.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 01.08.2026 von Olaf Biere

Letzte Änderung am: 20.08.2026 von Joachim Kleinmanns