Mittelstraße 137 (Lemgo): Unterschied zwischen den Versionen
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Die Glocke von 1398 ist die älteste, der mit Jahreszahl versehenen | Die Glocke von 1398 ist die älteste, der mit Jahreszahl versehenen Glocken im Lande Lippe. Sie hängt im Turm (Stumpfer Turm genannt) der im 30-jährigen Krieg abgebrochenen Johanneskirche. Die zweite Glocke wurde 1779 aus der Vorgängerglocke umgegossen, weil sie geborsten war. Diese Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1917. 1926 wurde das Geläut durch eine sog. Restglocke der Kirche St. Marien aus dem Jahr 1835 erweitert. Diese Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1942. 1962 wurde beim Bochumer Verein eine sog. Oktavglocke gegossen. | ||
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Aktuelle Version vom 7. September 2026, 14:03 Uhr
| Mittelstraße 137 (Lemgo) | |
|---|---|
| Ortsteil | Lemgo (Kernstadt) |
| Straße | Mittelstraße (Lemgo) |
| Hausnummer | 137 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | |
Ev.-ref. Kirche St. Johann Lemgo
Geschichte
Im ausgehenden zwölften Jahrhundert wurde die Lemgoer Altstadt gegründet. Die Urkirche St. Johann blieb dabei vor den Mauern ("ante muros"), wurde aber weiterhin genutzt.[1] Die alte Kirche wurde um 1590 abgebrochen und gleichzeitig wurde eine neue errichtet, die jedoch 1638 von den Schweden unter General King bis auf den Turm abgebrochen wurde.[2] Seit 1638 finden die Gottesdienste in der ehemaligen Klosterkirche der Franziskaner-Observanten an der Mittelstraße statt. Der ehemals schlichte spätgotische Bau wurde 1799 im klassizistischen Stil umgebaut.[1]
Gebäude

Foto: Andreasdz
Walmdach mit Dachreiter und Zwiebelspitze.

Foto: Andreasdz
Der Stumpfe Turm an der Herforder Straße 9a ist der freistehende Glockenturm mit den beiden historischen Glocken der evangelisch-reformierten Kirche St. Johann in Lemgo.
Inschriften
Glocken
Die Glocke von 1398 ist die älteste, der mit Jahreszahl versehenen Glocken im Lande Lippe. Sie hängt im Turm (Stumpfer Turm genannt) der im 30-jährigen Krieg abgebrochenen Johanneskirche. Die zweite Glocke wurde 1779 aus der Vorgängerglocke umgegossen, weil sie geborsten war. Diese Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1917. 1926 wurde das Geläut durch eine sog. Restglocke der Kirche St. Marien aus dem Jahr 1835 erweitert. Diese Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1942. 1962 wurde beim Bochumer Verein eine sog. Oktavglocke gegossen. [3], [4]
| Schlagton | Gussjahr | ⌀ in mm | m in kg | Inschrift |
| fis1 | 1398 | 1230 | 1100 | + JHESUS MARIA JOHANNES + An°Do° M°CCC°LXXXXVIII°. DIE URBANI M. |
| d1 | 1962 | 1500 | 1430 | Christus ist unser Friede. |
Orgel
Inventar
Eigentümer
Ev.-ref. Kirchengemeinde St. Johann Lemgo
Pastoren
bis 1926 [2]
- JJJJ
Literatur
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.st-johann.org
- Geschichte: https://www.st-johann.org/kirche-gemeinde/geschichte/
- Der stumpfe Turm: https://www.st-johann.org/kirche-gemeinde/der-stumpfe-turm/
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/St._Johann_(Lemgo)
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Stumpfer_Turm_(Lemgo)
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004, S. 125
- ↑ 2,0 2,1 Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 461 ff
- ↑ Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17, Glockensachverständiger
- ↑ Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 26.05.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 07.09.2026 von Wolfgang Kramer