Brinkstraße (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen
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Als Zufahrt zur landesherrlichen Burg wurde die Straße in älterer Zeit auch als "Burgstraße" bezeichnet, das nach ihr benannte Brinkviertel hieß dann "Burgstraßenviertel". Das niederdeutsche Wort "Brink" bedeutet nach Schiller-Lübben so viel wie "Rand eines Ackers", "grüner Anger" oder "Rand eines Gehöftes, wo die Häuser der Brinksitzer zu stehen pfllegen" oder auch "Rand eines Hügels oder der Hügel selbst".<ref>Karl Schiller/August Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bd. 1, Bremen 1875, S. 424f.[https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=buecher&term=schiller-luebben+i&seite=g424-425 Digitalisat (Uni Heidelberg)].</ref> Besonders die | Als Zufahrt zur landesherrlichen Burg wurde die Straße in älterer Zeit auch als "Burgstraße" bezeichnet, das nach ihr benannte Brinkviertel hieß dann "Burgstraßenviertel". Das niederdeutsche Wort "Brink" bedeutet nach Schiller-Lübben so viel wie "Rand eines Ackers", "grüner Anger" oder "Rand eines Gehöftes, wo die Häuser der Brinksitzer zu stehen pfllegen" oder auch "Rand eines Hügels oder der Hügel selbst".<ref>Karl Schiller/August Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bd. 1, Bremen 1875, S. 424f.[https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=buecher&term=schiller-luebben+i&seite=g424-425 Digitalisat (Uni Heidelberg)].</ref> Besonders die letztere Definition trifft auf die ansteigende Blomberger Brinkstraße zu, aber auch ihre Randlage in Bezug auf die Blomberger Burg. In Dörfern wird oft der grasbewachsene Dorfplatz oder Anger auch als Brink bezeichnet, er wurde als gemeinschftliches Weideland genutzt und hier konnten sich kleine Kötterstätten der sog. Brinksitzer ansiedeln. Auf die Blomberger Brinkstraße trifft das nicht zu, doch sind hier im Vergleich etwa zur Kuhstraße deutlich mehr kleinbürgerliche Hausstätten anzutreffen. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Als Zufahrt vom Niederen Tor zur Niederburg (Meierei) und zur Burg (über den Pideritplatz, die frühere "Wüste | Als Zufahrt vom Niederen Tor zur Niederburg (Meierei) und zur Burg (über den Pideritplatz, die frühere "Wüste Stätte") hat die Brinkstraße eine besondere Bedeutung in Blomberg. Daher wurde sie in der Vergangenheit auch "Burgstraße" genannt und das nach ihr benannte Stadtviertl hieß dann "Burgstraßenviertel". | ||
Am 2. November 1706 brach in einer Schmiede im Haus Brinkstraße 20 ein Brand aus, dem insgesamt 10 Bürgerhäuser am Brink und Im Siebenbürgen zum Opfer fielen und der auch auf die herrschaftliche Meierei übergriff, wo er das Schweinehaus mit Kornboden (heutiges Kulturhaus "Alte Meierei") zerstörte.<ref>Heinrich Stiewe, Das "Steinhaus" im Burggarten zu Blomberg. Zur Baugeschichte eines alten Wirtschaftsgebäudes der Blomberger Burg, in: Heimatland Lippe 83, 1990, S. 51-60, hier: S. 54f.</ref> Das der Meierei südlich benachbarte Haus Nr. 20 (alte Haus-Nr. 314b), in dem der Brand ausgebrochen war, wurde auf gräfliche Anordnung zunächst nicht wiederaufgebaut (heutige Bebauung um 1900). | Am 2. November 1706 brach in einer Schmiede im Haus Brinkstraße 20 ein Brand aus, dem insgesamt 10 Bürgerhäuser am Brink und Im Siebenbürgen zum Opfer fielen und der auch auf die herrschaftliche Meierei übergriff, wo er das Schweinehaus mit Kornboden (heutiges Kulturhaus "Alte Meierei") zerstörte.<ref>Heinrich Stiewe, Das "Steinhaus" im Burggarten zu Blomberg. Zur Baugeschichte eines alten Wirtschaftsgebäudes der Blomberger Burg, in: Heimatland Lippe 83, 1990, S. 51-60, hier: S. 54f.</ref> Das der Meierei südlich benachbarte Haus Nr. 20 (alte Haus-Nr. 314b), in dem der Brand ausgebrochen war, wurde auf gräfliche Anordnung zunächst nicht wiederaufgebaut (heutige Bebauung um 1900). | ||