Kurzer Steinweg 14 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

Eigentümer*innen, Bewohner*innen: Text zur Besitzergeschichte ergänzt.
 
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Kaufmannshaus an der Ecke zur Petersilienstraße, alte Hausnummer 168. Abgebrochen 1963. 1964 Neubau der Blomberger Volksbank; dieser wurde 1982 ebenfalls abgebrochen und 1983 durch das heutige Gebäude Kurzer Steinweg 12-14 ersetzt.
Kaufmannshaus an der Ecke zur Petersilienstraße, alte Hausnummer 168. Abgebrochen 1963. 1964 Neubau der Blomberger Volksbank; dieser wurde 1982 ebenfalls abgebrochen und 1983 durch das heutige Bankgebäude Kurzer Steinweg 12-14 ersetzt.
[[Datei:Kurzer Steinweg 14, Fassade und Grundriss Rek Stiewe 1996.jpg|mini|Blomberg, Kurzer Steinweg 14. Fassade und Grundriss, Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe (aus: Stiewe 1996, 189)]]
[[Datei:Kurzer Steinweg 14, Fassade und Grundriss Rek Stiewe 1996.jpg|mini|Blomberg, Kurzer Steinweg 14. Fassade und Grundriss, Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe (aus: Stiewe 1996, 189)]]
[[Datei:Kurzer Steinweg 14 Familie Königheim um 1930 StadtA B.jpg|mini|Kurzer Steinweg 14. Gustav und Max Königheim mit Schlachtochsen vor ihrem Haus Kurzer Steinweg 14, um 1930 (Stadtarchiv Blomberg)]]
[[Datei:Kurzer Steinweg 14 Familie Königheim um 1930 StadtA B.jpg|mini|Kurzer Steinweg 14. Gustav und Max Königheim mit Schlachtochsen vor ihrem Haus Kurzer Steinweg 14, um 1930 (Stadtarchiv Blomberg)]]
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Die Hausstätte "in bester Lage" an der Ecke Kurzer Steinweg/Peterslilienstraße befand sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Kaufmannsfamilien Kersting und Heringlake.  
Die Hausstätte "in bester Lage" an der Ecke Kurzer Steinweg/Peterslilienstraße befand sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Kaufmannsfamilien Kersting und Heringlake.  


Nach 1890 Erwerb durch den jüdischen Viehhändler und Schlachter Marcus Königheim (Bürgerrecht 1885), Sohn des Meier Königheim. Der Sohn Gustav Königheim musste das Haus 1934 unter Druck des NS-Regimes verkaufen (Zwangsversteigerung), seit 1937 Gewerbebank (Volksbank). Im Dezember 1937 gelang Gustav Königheim und seiner Familie die Flucht nach Argentinien; später lebte die Familie in Israel.<ref>Zur Familie Königheim vgl. Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis Blomberg, Juden in Blomberg, Blomberg 1988.</ref> Seit Dezember 2023 erinnern vier Stolpersteine vor dem Eingang der Volksbank an Gustav und Elsa sowie Max-Julius und Ilse Königheim (verh. Wildau), die 1937 nach Argentinien auswanderten.
Nach 1890 Erwerb durch den jüdischen Viehhändler und Schlachter Marcus Königheim (Bürgerrecht 1885), Sohn des Meier Königheim. Der Sohn Gustav Königheim musste das Haus 1934 unter Druck des NS-Regimes verkaufen (Zwangsversteigerung), seit 1937 Gewerbebank (Volksbank). Im Dezember 1937 gelang Gustav Königheim und seiner Familie die Flucht nach Argentinien; später lebte die Familie in Israel.<ref>Zur Familie Königheim vgl. Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis Blomberg, Juden in Blomberg, Blomberg 1988.</ref> Seit Dezember 2023 erinnern vier Stolpersteine vor dem Eingang der Volksbank an Gustav und Elsa sowie Max-Julius und Ilse Königheim (verh. Wildau), die 1937 nach Argentinien auswandern mussten.


==Gebäude==
==Gebäude==
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1920 Sohn Gustav Königheim (Bürgerrecht 1920), Schlachter und Viehhändler.
1920 Sohn Gustav Königheim (Bürgerrecht 1920), Schlachter und Viehhändler.


1934 Zwangsverkauf/-versteigerung, 1937 Flucht und Auswanderung nach Argentiniern.  
1934 Zwangsverkauf bzw. -versteigerung, 1937 Auswanderung von Familie Königheim nach Argentiniern.  


1937 Gewerbebank, später Volksbank Blomberg.
1937 Gewerbebank, später Volksbank Blomberg.


==Literatur==
==Literatur==
{{RolfBürger1996}}.
Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis Blomberg, Juden in Blomberg, Blomberg 1988.
{{StieweHausbau1996}}.


==Quellen==
==Quellen==
Nachlassinventar des Abraham Kersting von 1758, Stadtarchiv Blomberg, Altes Archiv III/J I c 2, Vol. IV.


==Weblinks==
==Weblinks==