Schling, Wohnplatz in Berlebeck: Unterschied zwischen den Versionen
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{{ | {{Wohnplatz info | ||
|Ortsteil=Berlebeck | |||
|Koordinaten=51.90495, 8.85387 | |||
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Schling ist heute ein Wohnplatz in [[Heiligenkirchen]], war aber bis 1935 geteilt in einen zu [[Schling, Wohnplatz in Heiligenkirchen|Heiligenkirchen]] und einen zu [[Berlebeck]] gehörenden Teil. | |||
==Lage== | ==Lage== | ||
[[Datei:Hk-Schling_ThKliemv1889_BA_DT-64-23.png|thumb|Blick vom Stemberg über die Paderborner Straße zum Schling, Foto: Theodor Kliem, vor 1889 (LLB, BA DT-64-23)]] | |||
Der Schling liegt westlich oberhalb der ehemaligen Bauerschaft Heiligenkirchen. | |||
==Verwaltungszugehörigkeit== | ==Verwaltungszugehörigkeit== | ||
Teil der Bauerschaft Berlebeck in der Vogtei Falkenberg, später Amt Detmold-Land. | |||
==Siedlungscharakteristik== | ==Siedlungscharakteristik== | ||
Streusiedlung, im 19. Jh. beginnende Verdichtung durch Neuwohnerstätten, im 20. Jh. durch den Bau ganzer Straßenzüge von Ein- und Zweifamilienhäusern erheblich verändert. | |||
==Ortsname== | ==Ortsname== | ||
Schling ist die Bezeichnung für eine als Hecke gepflanzte Landwehr, bildlich dargestellt auf einem Aquarell von 1600 zur Grenzziehung zwischen Ravensberg und Lippe bei Herford von Meister Simson dargestellt, aufbewahrt im Landesarchiv Detmold. "Die Knicke waren Hecken, die dadurch hergestellt wurden, daß man die betreffenden Strecken mit Bäumen bepflanzte, diese in der wünschenswerten Höhe kappte, die Seitenzweige und jungen Triebe herumbog (knickte), untereinander verflocht, in die Erde einsenkte und neu ausschlagen ließ und schließlich die noch bleibenden Zwischenräume mit Dornen, Brombeer- und anderen Sträuchern bepflanzte, sodaß schließlich eine undurchdringliche lebende Mauer von oft recht ansehnlicher Breite entstand."<ref>Otto Weerth, Die Landwehren des Lippischen Waldes, in: Jahresbericht des historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, 13 (1899), S. 1–26.</ref> In einem Verzeichnis von 1502 werden die Knicke, Gräben und Schlinge in den einzelnen lippischen Ämtern aufgeführt. "Neben den Schlingen werden auch Schläge genannt, teils synonym, obwohl unter einem Schlag ein senkrecht, unter einem Schling ein waagerecht zu bewegender Schlagbaum verstanden wird."<ref>{{StöwerSchling1999}}.</ref> Der Berlebecker und Heiligenkirchener Schling ist darin erwähnt als "eyn slag by der Spreckenborch". Als Schlinghüter wird Albert vor dem Schlinge (Berlebeck Nr. 20) bezeichnet, der ganz in der Nähe wohnte, in den Steuerlisten jedoch erst Ende des 16. Jahrhunderts vorkommt.<ref>{{StöwerSchling1999}}.</ref> | |||
==Hausstätten== | ==Hausstätten== | ||
1901 liegen 31 zu Berlebeck zählende Hausstätten mit (1895) 237 Einwohner*innen im Schling.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 201–204.</ref> 1935 wurden die inzwischen 37 Kolonate im Berlebecker Schling nach Heiligenkirchen umgemeindet und erhielten neue Kolonat-Nummern (187–224). | |||
* Kolonat 7. | |||
* Kolonat 10. | |||
* Kolonat 20. | |||
* Kolonat 42. | |||
* Kolonat 43. | |||
* Kolonat 44. | |||
* Kolonat 68. | |||
* Kolonat 79. | |||
* Kolonat 80. | |||
* Kolonat 87. | |||
* Kolonat 89. | |||
* Kolonat 90. | |||
* Kolonat 91. | |||
* Kolonat 92. | |||
* Kolonat 93. | |||
* Kolonat 94. | |||
* Kolonat 97. | |||
* Kolonat 98. | |||
* Kolonat 103. | |||
* Kolonat 108. | |||
* Kolonat 109. | |||
* Kolonat 110. | |||
* Kolonat 111. | |||
* Kolonat 121. | |||
* Kolonat 122. | |||
* Kolonat 123. | |||
* Kolonat 124. | |||
* Kolonat 125. | |||
* Kolonat 127. | |||
* Kolonat 129. | |||
* Kolonat 132. | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
{{StöwerSchling1999}}. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
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[[Kategorie:Wohnplatz]] [[Kategorie:Wohnplatz in | [[Kategorie:Wohnplatz]] [[Kategorie:Wohnplatz in Berlebeck]] | ||