Papenstraße 11 (Lemgo): Unterschied zwischen den Versionen

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==Orgel==
==Orgel==
[[File:Orgel St. Nicolai Lemgo.jpg|thumb|Orgel St. Nicolai Lemgo, Wikimedia, G. Langer 2016]]
Erste Erwähnung einer Orgel in St. Nicolai findet sich 1441. Der sog. Engelschor über der Sakristei wird 1599 erwähnt. Aus dem Jahr 1864 stammt die Schleifladenorgel mitr 26 Registern von Orgelbaumeister August Randebrock aus Paderborn, die auf der Westempore aufgestellt wurde. Dieses Instrument wurde 1908 umgebaut und 1942 durch Steinmann aus Vlotho im nördlichen Seitenschiff aufgestellt. 1967 wurde eine neue Orgel von Gustav Steinmann gebaut; sie gilt als bedeutendste Seteinmann-Orgel in Lippe. (Wagner)<ref>{{WagnerOrgeln2008}}, Seite 109-111.</ref>
Ein Positiv wurde 1993 von Steinmann gebaut. 2012 wurde eine transportable Truhenorgel mit 4 Registern von Firma Henk Klop angeschafft.
(Orgeln in OWL)<ref>[https://orgel-owl.de/le_nicol.htm Beschreibung der Orgel auf: Orgeln in OWL].</ref>
Die Viola di Gamba und der Zimbelstern wurden 2009 hinzugefügt.
(Organindex)<ref>[https://organindex.de/index.php?title=Lemgo,_St._Nicolai_(Hauptorgel) Beschreibung der Orgel auf: Organindex]</ref>
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| '''Hauptwerk<br />C-g<sup>3</sup>''' || '''Rückpositiv<br />C-g<sup>3</sup>''' || '''Brustwerk<br />C-g<sup>3</sup>''' || '''Pedal<br />C-f<sup>1</sup>''' || '''Koppeln'''<br /><br />
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| Quintade 16' || Rohrflöte 8' || Holzgedackt 8' || Prinzipal 16' || RP/HW
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| Prinzipal 8' || Quintade 8' || Rohrflöte 4' || Subbaß 16' || BW/HW
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| Spillpfeife 8' || Prinzipal 4' || Prinzipal 2' || Oktave 8' || HW/P
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| Viola da Gamba 8' || Nachthorn 4' || Quinte 1&frac13;' || Gedackt 8' || RP/P
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| Oktave 4' || Nasat 2&frac23;' || Terzzimbel 3-4f' || Oktave 4' || BW/P
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| Spitzgambe 4' || Schwiegel 2' || Regal 16' || Pommergedackt 4' ||
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| Quinte 2&frac23;' || Terz 1&frac35;' || Krummhorn  8' || Flachflöte 2' ||
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| Oktave 2' || Sifflöte 1' ||  || Rauschbaß 4f ||
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| Blockflöte 2' || Scharff 4-5f || Tremulant || Posaune 16' ||
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| Mixtur 4-6f || Rohrschalmey 8' ||  || Trompete 8' ||
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| Tonus fabri 2f ||  ||  || Clarine 4' ||
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| Fagott 16' || Tremulant  ||  ||  ||
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| Trompete 8' ||  ||  ||  ||
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'''Positiv'''<br />
Gustav Steinmann (Vlotho) 1993, Positiv im Chorraum, Schleiflade, ein vollmechanisches Manual ('''C-f<sup>3</sup>''') mit 4 Registern, Pedal ('''C-d<sup>1</sup>''') mit elektrischer Traktur und Regierwerk für das 5., auf der Nordempore fest installierte Register Subbass 16'.<ref>{{WagnerOrgeln2008}}, Seite 153.</ref>


==Inventar==
==Inventar==

Aktuelle Version vom 2. November 2026, 19:35 Uhr

Papenstraße 11 (Lemgo)
OrtsteilLemgo (Kernstadt)
StraßePapenstraße (Lemgo)
Hausnummer11
Karte
Adressbuch von 1901Nein

Ev.-luth. Kirche St. Nicolai Lemgo

Das Wahrzeichen der Alten Hansestadt Lemgo ist ohne Zweifel die Doppelturmanlage von St. Nicolai. Ihr Entstehung geht auf die zweischen 1210/15 und 1250 errichtete Pfarrkirche der Lemgoer Altstadt, eine dreischiffige Basilika, zurück.[1]

Geschichte

Der höhere südliche Turm hat seine alte, in einem schlanken Helm auslaufende Gestalt bewahrt, der nördliche dagegen erhielt seine Zopfhaubenform erst, als die 1660 von einem Sturm niedergeworfene Spitze 1665 neu gebaut wurde.[2]

Gebäude

St. Nicolai Kirche, 2012, Foto: Tsungam

Die ev.-luth. Pfarrkirche der Altstadt in Lemgo wurde dem Schutzheiligen der Kaufleute –Nicolaus– geweiht. Mit ihrer seltenen Doppelturmfront gibt sie der Stadt schon von weitem ein markantes Gepräge. Die Stadt nutzte den ihr bis heute gehörenden Nordturm als Wächter- und Uhrglockenturm.

Der Bau der Nicolaikirche begann Ende des 12. Jh. als spätromanische Gewölbebasilika. 1280-1300 erfolgte der Umbau zur frühgotischen Hallenkirche durch den Neubau der Seitenschiffe; 1310-1365 Anbau der Chorapsis und Erweiterung des Chores; 1365-1375 Erweiterung des Altarraumes und des Hauptchores. Der Helm des städtischen Turmes, der heute die die Schlaguhr von 1851 und das Glockenspiel von 1930 enthält, wurde 1569 in Renaissanceformen errichtet. Der südliche Turm 1663 erhielt nach einem Sturmschaden einen schlanken gedrehten neuen Spitzhelm.

Der Kirchplatz diente bis 1832 als Friedhof. Die letzte umfassende Sicherung und Restaurierung des Kirchengebäudes fand in den Jahren 2007-2008 statt. Der Kirchplatz wurde 2010-2011 neu gestaltet.[3]

Kirche St. Nikolai Lemgo, Kanzel, Foto L.Kaup 2007

Inschriften

Glocken

Im Nordturm befindet sich ein Glockenspiel.
Das bei Eduard Korfhage in Buer gegossene Glockenspiel aus dem Jahr 1939 wurde 1946 erweitert und umfasst 18 Glocken.
Eine Stundenschlagglocke befindet sich an der Spitze des Nordturmes. Die Viertelstundenglocke von 1856 am Nordturm, gegossen von Trebbe in Lemgo fiel unter die Kriegsabgabe 1942. Eine Glocke aus dem Nordturm wurde 1862 an die lutherische Gemeinde Bergkirchen verkauft.[4]

Im Südturm befinden sich die Glocken der Nicolai-Kirche.
Eine ehemalige Glocke im Südturm, 1897 von G. A. Jaux, Leipzig für die Martin-Luther-Kirche Detmold gegossen, wurde 1924 von Sankt Nicolai erworben.
Glockendaten: Schlagton as1, ⌀ = 920 mm, m = 400 kg, Inschrift: Kommt, denn es ist alles bereit. Die Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1942 und existiert nicht mehr.[5], [4]

Schlagton Gussjahr ⌀ in mm m in kg Bezeichnung Verzierung
es1 ./. 1380 1750 Betglocke Kruzifixe
f1 ./. 1300 1600 Feuerglocke keine

Orgel

Orgel St. Nicolai Lemgo, Wikimedia, G. Langer 2016

Erste Erwähnung einer Orgel in St. Nicolai findet sich 1441. Der sog. Engelschor über der Sakristei wird 1599 erwähnt. Aus dem Jahr 1864 stammt die Schleifladenorgel mitr 26 Registern von Orgelbaumeister August Randebrock aus Paderborn, die auf der Westempore aufgestellt wurde. Dieses Instrument wurde 1908 umgebaut und 1942 durch Steinmann aus Vlotho im nördlichen Seitenschiff aufgestellt. 1967 wurde eine neue Orgel von Gustav Steinmann gebaut; sie gilt als bedeutendste Seteinmann-Orgel in Lippe. (Wagner)[6] Ein Positiv wurde 1993 von Steinmann gebaut. 2012 wurde eine transportable Truhenorgel mit 4 Registern von Firma Henk Klop angeschafft. (Orgeln in OWL)[7] Die Viola di Gamba und der Zimbelstern wurden 2009 hinzugefügt. (Organindex)[8]

Hauptwerk
C-g3
Rückpositiv
C-g3
Brustwerk
C-g3
Pedal
C-f1
Koppeln

Quintade 16' Rohrflöte 8' Holzgedackt 8' Prinzipal 16' RP/HW
Prinzipal 8' Quintade 8' Rohrflöte 4' Subbaß 16' BW/HW
Spillpfeife 8' Prinzipal 4' Prinzipal 2' Oktave 8' HW/P
Viola da Gamba 8' Nachthorn 4' Quinte 1⅓' Gedackt 8' RP/P
Oktave 4' Nasat 2⅔' Terzzimbel 3-4f' Oktave 4' BW/P
Spitzgambe 4' Schwiegel 2' Regal 16' Pommergedackt 4'
Quinte 2⅔' Terz 1⅗' Krummhorn 8' Flachflöte 2'
Oktave 2' Sifflöte 1' Rauschbaß 4f
Blockflöte 2' Scharff 4-5f Tremulant Posaune 16'
Mixtur 4-6f Rohrschalmey 8' Trompete 8'
Tonus fabri 2f Clarine 4'
Fagott 16' Tremulant
Trompete 8'

Positiv
Gustav Steinmann (Vlotho) 1993, Positiv im Chorraum, Schleiflade, ein vollmechanisches Manual (C-f3) mit 4 Registern, Pedal (C-d1) mit elektrischer Traktur und Regierwerk für das 5., auf der Nordempore fest installierte Register Subbass 16'.[9]

Inventar

Eigentümer

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nicolai Lemgo

Pastoren

bis 1926 [2]

  • JJJJ

Literatur

  • Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ Burkhard Meier, Lippische Kirchen, Detmold 2004, S. 127
  2. ↑ a b Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 482 ff
  3. ↑ Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, Veröffentlichung 2012, S.114-115
  4. ↑ a b Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237
  5. ↑ Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17, Glockensachverständiger
  6. ↑ Alexander Wagner, Orgeln in Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe; Band 80), Detmold 2008, Seite 109-111.
  7. ↑ Beschreibung der Orgel auf: Orgeln in OWL.
  8. ↑ Beschreibung der Orgel auf: Organindex
  9. ↑ Alexander Wagner, Orgeln in Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe; Band 80), Detmold 2008, Seite 153.

Autor*innen

Wolfgang Kramer, Lothar Kaup

Seitenhistorie

Seite erstellt am 26.05.2026 von Wolfgang Kramer

Letzte Änderung am: 02.11.2026 von Wolfgang Kramer