Lakeweg 9 (Belle): Unterschied zwischen den Versionen

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}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1880. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1883. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]
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[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]
[[Datei:Detmold2021 0827tm.jpg|mini|Der Speicher des Lakehofes von 1781 an seinem heutigen Standort beim Lippischen Landesmuseum am Burggraben in Detmold. Foto: Falko Sieker 2021]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]
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[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1760? (Familienbesitz)]]
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1780 (Familienbesitz)]]
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]
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'''Meierhaus von 1708''', größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele.  
'''Meierhaus von 1708''', größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele.  


'''Speicher von 1781''', großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der "Spieker" wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.
'''Speicher von 1781''', großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker an der Schlafkammer. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der zuletzt stark verfallene "Spieker" wurde 1976 dem Landesverband Lippe geschenkt, abgetragen und 1977 als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der [[Ameide 8 (Detmold)|Ameide]] in Detmold wiederaufgebaut.


'''Dreschhaus von 1809''', große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.
'''Dreschhaus von 1809''', große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.
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'''Dreschhaus, 1809'''
'''Dreschhaus, 1809'''


Torbogen:<ref>Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.</ref>  
Torbogen:<ref>Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte, Lakehof (1954), S. 28.</ref>  


DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809
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1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna "vom Hofe Barkhausen" (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an "Jochims Kriegshochzeit" blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna "vom Hofe Barkhausen" (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an "Jochims Kriegshochzeit" blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.


1643/44 (Salbuch): "Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen bürtig", 5 Kinder.
1643/44 (Salbuch): "Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig", 5 Kinder.


1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Lage (Heiden?), 5 Kinder.
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.


1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), Sohn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteen 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollten.
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.


1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.


1761, 13. Mai: Johann ''Wilhelm'' Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier "aus der Wienbecke" im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein Silhouettenporträt (um 1760?) auf dem Lakehof erhalten.
1761, 13. Mai: Johann ''Wilhelm'' Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier "aus der Wienbecke" im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.


1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als "Freimeier" bezeichnet.
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als "Freimeier" bezeichnet.


1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder.
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.


1830, 8. Dezember: Johann ''Friedrich'' Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem "Blutsturz". Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.
1830, 8. Dezember: Johann ''Friedrich'' Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem "Blutsturz". Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.


1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an "Herrn Uhmeier" verpachtet.  
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an "Herrn Uhmeier" verpachtet.  


1902, 11. November: Heinrich Friedrich ''Karl'' Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer ließ zwei alte eichene Truhen und einen Schrank vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten "Steingarten" am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.
1902, 11. November: Heinrich Friedrich ''Karl'' Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten "Steingarten" am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.


==Literatur==
==Literatur==