Denkmalstraße 14 (Heiligenkirchen): Unterschied zwischen den Versionen
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August Hilkers Neuwohner-Kotten stand nach der Urkarte weiter südlich und hat heute die Anschrift [[Hohler Weg 4 (Heiligenkirchen)|Hohler Weg 4]]. Schon 1878, im Jahr nach der Fertigstellung, verkaufte Hilker 45 Quadratruten, die spätere Parzelle 119, mit dem neuen Kotten an Simon Wahrweg zur Bildung der Stätte Nr. 80, [[Denkmalstraße 10 (Heiligenkirchen)|Denkmalstraße 10]].<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr.8 Bd. VII, 129. </ref> Irrtümlich wird im Urkataster 1880 noch August Hilker als Eigentümer der Stätte Nr. 59 genannt. Auf diese Art trat Hilker mehrfach als Bauträger und Investor auf. | August Hilkers Neuwohner-Kotten stand nach der Urkarte weiter südlich und hat heute die Anschrift [[Hohler Weg 4 (Heiligenkirchen)|Hohler Weg 4]]. Schon 1878, im Jahr nach der Fertigstellung, verkaufte Hilker 45 Quadratruten, die spätere Parzelle 119, mit dem neuen Kotten an Simon Wahrweg zur Bildung der Stätte Nr. 80, [[Denkmalstraße 10 (Heiligenkirchen)|Denkmalstraße 10]].<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr.8 Bd. VII, 129. </ref> Irrtümlich wird im Urkataster 1880 noch August Hilker als Eigentümer der Stätte Nr. 59 genannt. Auf diese Art trat Hilker mehrfach als Bauträger und Investor auf. | ||
Der Maurermeister und Kolon Friedrich Christian August Hilker (26.4.1849–18.2.1900) war der eheliche Sohn des Maurermeisters und Kolons Johann Friedrich Christian Hilker von der Stätte Nr. 33 zu Heiligenkirchen. Er heiratete am 13.10.1876 Louise Sophie Wilhelmine Krugmeier (20.8.1853–15.3.1893), die eheliche Tochter des Großkötters Ferdinand Wilhelm Simon Krugmeier Nr. 1 zu Berlebeck. Nach dem Tod seiner Frau ging er am 20.4.1894 eine zweite Ehe mit Anna Wilhelmine Thekla Auguste Niestrath ein (Kirchenbuch) und erbaute auf dem restlichen Grundstück, der Parzelle 120, das heute noch bestehende Haus,<ref> LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960. </ref> welches die Stättennummer 59 behielt, während der ursprüngliche Bau (auf Parzelle 121), [[Hohler Weg 4 (Heiligenkirchen)|Hohler Weg 4]], als Neuwohnerstätte die Nr. 75 bekam. | Der Maurermeister und Kolon Friedrich Christian August Hilker (26.4.1849–18.2.1900) war der eheliche Sohn des Maurermeisters und Kolons Johann Friedrich Christian Hilker von der Stätte Nr. 33 zu Heiligenkirchen. Er heiratete am 13.10.1876 Louise Sophie Wilhelmine Krugmeier (20.8.1853–15.3.1893), die eheliche Tochter des Großkötters Ferdinand Wilhelm Simon Krugmeier Nr. 1 zu Berlebeck. Nach dem Tod seiner Frau ging er am 20.4.1894 eine zweite Ehe mit Anna Wilhelmine Thekla Auguste Niestrath ein (Kirchenbuch) und erbaute auf dem restlichen Grundstück, der Parzelle 120, das heute noch bestehende Haus,<ref> LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960. </ref> welches die Stättennummer 59 behielt, während der ursprüngliche Bau (auf Parzelle 121), [[Hohler Weg 4 (Heiligenkirchen)|Hohler Weg 4]], als Neuwohnerstätte die Nr. 75 bekam. | ||
Über den Neubau berichtete die Lippische Landes-Zeitung: "Momentan ist die Baulust hier [in Heiligenkirchen] eine recht rege. Nachdem der Maurermeister Hilker am Kreuzpunkte der Chausseen – in der Nähe des Schnatmann'schen Gasthofes – ein stolzes Haus, eine wirkliche Zierde, fertiggestellt, folgt der Meister Flügel auf der anderen Seite [der Schule] mit Aufführung eines gediegenen Wohnhauses nebst anstehender geräumiger Werkstätte, [[Hohler Weg 5 (Heiligenkirchen)|Hohler Weg 5]].<ref>Lippische Landes-Zeitung (5.6.1896) Nr. 130.</ref> | |||
Das Haus Nr. 59 ging an den Schuhmachermeister Gustav Niestrath, wohl ein Bruder der Witwe Auguste Hilker geb. Niestrath.<ref> LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960. </ref> Von ihm wurde das Haus 1902 um einen Schaufenstervorbau erweitert.<ref>Baubefund durch eingerollte Zeitungen hinten den Fußleisten, 2004.</ref> Von Niestrath ging es um 1910 an Konrad Meierjohann. Meierjohann wohnte bis dahin als Einlieger in Heiligenkirchen Nr. 43, [[Am Krugplatz 14 (Heiligenkirchen)|Am Krugplatz 14]]. Er betrieb in dem neu erworbenen Haus seine Schuhmacherwerkstatt und Lederhandlung mit Ladenlokal. | Das Haus Nr. 59 ging an den Schuhmachermeister Gustav Niestrath, wohl ein Bruder der Witwe Auguste Hilker geb. Niestrath.<ref> LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960. </ref> Von ihm wurde das Haus 1902 um einen Schaufenstervorbau erweitert.<ref>Baubefund durch eingerollte Zeitungen hinten den Fußleisten, 2004.</ref> Von Niestrath ging es um 1910 an Konrad Meierjohann. Meierjohann wohnte bis dahin als Einlieger in Heiligenkirchen Nr. 43, [[Am Krugplatz 14 (Heiligenkirchen)|Am Krugplatz 14]]. Er betrieb in dem neu erworbenen Haus seine Schuhmacherwerkstatt und Lederhandlung mit Ladenlokal. | ||
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Stadt Detmold, Bauordnungsamt, Bauakte Denkmalstraße 14. | Stadt Detmold, Bauordnungsamt, Bauakte Denkmalstraße 14. | ||
Lippische Landes-Zeitung (5.6.1896) Nr. 130. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||