Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen

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''Der Besitzer der Grothoffschen Stätte Nr. 21 zu Hörste, Kaufmann Sal. I. Paradies hiers. erschien heute'' (14. Juli 1869) ''mit der Ehefrau des im Auslande befindlichen Colon Elkenkamp Nr. 60 zu Hörste''  .  .  .  und verkauft den Garten und ein Stück Ackerland an Elkenkamp.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII, 3)</ref>  Etwa zur gleichen Zeit beantragt Paradies die Genehmigung zur Errichtung eines Kottens auf Flächen vor dem Ehberg, die der Stätte Nr. 21 bei der letzten Hörster Gemeinheitsteilung um 1860 zugefallen waren. Dieser Kotten auf 15 Schfls. (ca. 2,5 ha) Fläche wird zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 68 und 1874 von Paradies an Ziegelmeister August Klarholz aus Müssen verkauft.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIV, 13)</ref>  Die restliche Stätte Nr. 21, bestehend aus ''1) Hofraum, 2) Wohnhaus mit der Schmiede, 3) Garten beim Hause, 4) 4 Schfls. Land a. d. Hörsterbruche'', hat Paradies bereits 1871 an den Einlieger Töns Wendt veräußert.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIII, 15)</ref>  
''Der Besitzer der Grothoffschen Stätte Nr. 21 zu Hörste, Kaufmann Sal. I. Paradies hiers. erschien heute'' (14. Juli 1869) ''mit der Ehefrau des im Auslande befindlichen Colon Elkenkamp Nr. 60 zu Hörste''  .  .  .  und verkauft den Garten und ein Stück Ackerland an Elkenkamp.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII, 3)</ref>  Etwa zur gleichen Zeit beantragt Paradies die Genehmigung zur Errichtung eines Kottens auf Flächen vor dem Ehberg, die der Stätte Nr. 21 bei der letzten Hörster Gemeinheitsteilung um 1860 zugefallen waren. Dieser Kotten auf 15 Schfls. (ca. 2,5 ha) Fläche wird zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 68 und 1874 von Paradies an Ziegelmeister August Klarholz aus Müssen verkauft.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIV, 13)</ref>  Die restliche Stätte Nr. 21, bestehend aus ''1) Hofraum, 2) Wohnhaus mit der Schmiede, 3) Garten beim Hause, 4) 4 Schfls. Land a. d. Hörsterbruche'', hat Paradies bereits 1871 an den Einlieger Töns Wendt veräußert.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIII, 15)</ref>  


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==Gebäude==
==Gebäude==
Im Salbuch um 1640 verfügt die Stätte über ''nichts alß ein Klein Hauß'', auch 1683 wird zu Berend Riesenberg vermerkt: ''nur ein klein Brinksitzer, hatt nur ein Häusgen und kein Garten noch eig. Land.'' 1752/53 wird präzisiert: ''an Gebäuden 1) das Wohnhaus, 2) das Backhaus und Schmiede''. Im Salbuch 1781 wird zu diesem Bestand nachträglich „''Leibzucht''“ hinzugefügt.
Für den Konkursverkauf der Stätte 1869 wird ein Inventar erstellt, das mit den Immobilien beginnt: ''1) Wohnhaus, 2) Schmiede Leibzucht, 3) .  .''  . , was sich in dieser Form als zur Leibzucht umgebauten/umgenutzten Schmiede deuten lässt. Ende 1871 bezeichnet Hörstes Dorfvorsteher Brockmann die Bebauung der Stätte allerdings noch als „''das Wohnhaus mit der Schmiede''“.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIII, 15)</ref>  1882 wird die Leibzucht (erneut) umgebaut/''verbessert'' und dabei amtlicherseits auch beschrieben: ''massiv mit Brettergiebel, Ziegeldach; 2 beheizbare Stuben, 2 Kammern, 1 Keller.''<ref>LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431</ref>
 
Diese alte, umgebaute und instand gesetzte Bebauung bleibt vermutlich erhalten, bis Maurermeister Adolf Wiemann die Stätte 1930 übernimmt und das gegenwärtige Haus Teutoburger-Wald-Straße 8 errichten lässt.
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==Inschriften==
==Inschriften==