Gegenüber Hiddentruper Straße 5: Unterschied zwischen den Versionen
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Der recht ordentliche Brautschatz der Ehefrau Ilsche R. von 60 Talern mag die Stättenübernahme wenige Jahre später ermöglicht haben, ihre denkbare Verwandtschaft zu den weichenden Riesenbergs mag die Transaktion ebenso befördert haben. | Der recht ordentliche Brautschatz der Ehefrau Ilsche R. von 60 Talern mag die Stättenübernahme wenige Jahre später ermöglicht haben, ihre denkbare Verwandtschaft zu den weichenden Riesenbergs mag die Transaktion ebenso befördert haben. | ||
[[Datei:Hörste, Dorfmitte 1730.jpg|mini|Hörste: Dorfmitte im Jahre 1730; Parzelle 206 = Riesenberg, „der garte beim Hauße“; daneben rechts Parzelle 205 = Riesenberg „2 gebäu mit Hoffraum“; links Parzelle 203 = Hofstelle Brockmann, LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13]] | |||
Zwei Ehen mit acht Kindern liegen 30 Jahre später hinter Henrich Riesenberg (der als Strate geboren ist, aber in Hörste allgemein Kespohl genannt wird), als der nächste Generationswechsel nicht so recht gelingen will. Daran ist der alte Kespohl wohl nicht ganz unbeteiligt, wie eine Nachricht aus dem Jahre 1675 nahelegt, die man als Charakterstudie auffassen kann. Henrich Riesenberg, genannt Kespohl, hat sich im Hiddentruper Krug betrunken, prügelt und beschimpft seinen einstigen Vorgänger als Kolon Henrich (jetzt) Schulte, ehemals Riesenberg, der ihn zur Mäßigung drängt: ''Rießenberg claget das, als Kespoel dreÿ Tage in brinkmans hauße geßeßen vndt gesoffen, er Rißenbergh zu ihm gesacht, er solle doch einst zu Hauße gehen nach seinen Kindern, da hätte ihn Keßpoel auff den Leib gefallen vndt geschlagen, für einen alten Hundt gescholten.''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 178, S. 52</ref> | Zwei Ehen mit acht Kindern liegen 30 Jahre später hinter Henrich Riesenberg (der als Strate geboren ist, aber in Hörste allgemein Kespohl genannt wird), als der nächste Generationswechsel nicht so recht gelingen will. Daran ist der alte Kespohl wohl nicht ganz unbeteiligt, wie eine Nachricht aus dem Jahre 1675 nahelegt, die man als Charakterstudie auffassen kann. Henrich Riesenberg, genannt Kespohl, hat sich im Hiddentruper Krug betrunken, prügelt und beschimpft seinen einstigen Vorgänger als Kolon Henrich (jetzt) Schulte, ehemals Riesenberg, der ihn zur Mäßigung drängt: ''Rießenberg claget das, als Kespoel dreÿ Tage in brinkmans hauße geßeßen vndt gesoffen, er Rißenbergh zu ihm gesacht, er solle doch einst zu Hauße gehen nach seinen Kindern, da hätte ihn Keßpoel auff den Leib gefallen vndt geschlagen, für einen alten Hundt gescholten.''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 178, S. 52</ref> | ||
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Daraufhin wird das Ende des Kolonates Hörste Nr. 16 nachträglich auch amtlich genehmigt. | Daraufhin wird das Ende des Kolonates Hörste Nr. 16 nachträglich auch amtlich genehmigt. | ||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Um 1640 und 1683 wird in den Salbüchern ein Haus als Gebäudebestand der Stätte Riesenberg angegeben. 1730 werden Wohnhaus und Backhaus genannt, 1829 kommt ein Leibzuchtshaus hinzu, 1855 werden Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt, dann wird in einem Nachtrag von Juli 1886 der (18 Jahre zuvor erfolgte) Abbruch beider Gebäude vermerkt. | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
(nicht bekannt) | (nicht bekannt) | ||