Kirchplatz o.Nr. (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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Besonderes Merkmal der Kirche in Heiden ist der hohe, um 90° gedrehte achtseitige Kirchturmhelm. Ein zuvor bestehender Kirchturm wurde 1633 bei einem Gewitter zerstört. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde im Jahre 1663 ein neuer Kirchturm wie-der aufgebaut in der noch heute bestehenden gedrehten Form. Eine Vermessung der Höhe des Kirchturmes ergab 2024, dass die Höhe des Kirchturmes von der Schwelle am Turmeingang bis OK der Kugel eine Höhe von 50,62 m beträgt.
Besonderes Merkmal der Kirche in Heiden ist der hohe, um 90° gedrehte achtseitige Kirchturmhelm. Ein zuvor bestehender Kirchturm wurde 1633 bei einem Gewitter zerstört. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde im Jahre 1663 ein neuer Kirchturm wie-der aufgebaut in der noch heute bestehenden gedrehten Form. Eine Vermessung der Höhe des Kirchturmes ergab 2024, dass die Höhe des Kirchturmes von der Schwelle am Turmeingang bis OK der Kugel eine Höhe von 50,62 m beträgt.
Die Kirche in Heiden ist seit vielen Jahrhunderten von eine Natursteinmauer umgeben, die mutmaßlich ehemals höher war und eine Schutzfunktion für die Dorfbewohner hatte. An der Ost- und Südseite ist die Kirchplatzmauer noch gut erhalten bzw. sie wurde vor einigen Jahren teilweise erneuert. An der Nordseite sind auf der Kirchenmauer ab ca. 1600 kleine Wohnstätten entstanden, die als Kirchplatzbebauung mit der Kirche ein in Westfalen fast einmaliges Ensemble historischer Bausubstanz bilden. [[Kirchplatz(Heiden)|Kirchplatz]]
[[Datei: Kirchplatz Heiden, Zeichnung von Reineke 1828.jpg | thumb | Kirchplatz Hei-den, Zeichnung von Reineke 1828, Ausschnitt, Archiv Lipp. Landeskirche]]
Recht neu ist die These von Dr. Birgit Meineke zu einer deutlich früheren Gründung eines Klosters in Heiden, die von ihr 2021 erstmalig veröffentlicht wurde. Frau Dr. Meineke war in Münster für viele Jahre mit der Erforschung von Ortsnamen in Westfalen und Lippe befasst. Folgt man ihrer These, und Vieles spricht dafür, dann wären die erste Klosterbauten in Heiden bereits im Jahre 815 errichtet worden.
Es ist bekannt, dass im Jahre 815 die Mönche aus Corbie in Nordfrankreich nach Sachsen zogen. Sie hatten sich dort in einem Ort namens Hethis niedergelassen, um ein neues Kloster zur Missionierung der Sachsen zu gründen. Die Lage dieses Ortes Hethis (ein Ort mit mehreren Quellen) ist bisher unbekannt, denn Ortsbezeichnungen mit Hethis gab es in Norddeutschland mehrfach. Die örtlichen Verhältnisse in Hethis haben sich in den Anfangsjahren der Klostergründung nach 815 wohl als nicht ausreichend geeignet dargestellt für den großen Zuzug von Menschen in das neue Kloster, so dass ein alternativer Standort gesucht und mit der Weseraue in Corvey bei Höxter gefunden wurde. Der Umzug nach Corvey fand im Jahre 822 statt, und zwar (so ist überliefert) mit einem Wegemarsch von zwei Tagen. Für Frau Dr. Meineke erscheint es plausibel, dass das Dorf Heiden bei Lage dieser bisher unbekannte Ort namens Hethis ist, an dem von den Mönchen aus Corbie für sieben Jahre ein Kloster in der Aufbauphase betrieben wurde, bevor diese nach Corvey bei Höxter umzogen. <ref>Meineke, Birgit </ref>


==Inschriften==
==Inschriften==