Kirchplatz Kirche (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Heiden-Kirche_Chorsanierung.JPG|thumb|Heiden, Kirche, Sanierung der Setzungsschäden am Chor, 2021, Foto: Joachim Kleinmanns]]
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===Äußeres===
===Äußeres===
Dreischiffige Hallenkirche mit polygonalem (5/8) Chor und Westturm. Quersatteldächer über den Seitenschiffen, gedrehter Turmhelm. Verputzter Mauerwerksbau aus Bruchstein mit Werksteingliederungen aus hellem Sandstein ohne Steinmetzzeichen. Gewölbe aus Bruchstein.<ref>Nachfolgende Beschreibung nach Gaul: Stadtarchiv Lemgo, 14 L 9983: Bau- und Kunstdenkmäler des Landkreises Detmold, unveröff. Typoskript, 2. Fassung [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/title-info/10093449 Digitalisat].</ref> Gesamtlänge der Kirche 39,50 m.
Dreischiffige Hallenkirche mit älterem Westturm und polygonalem Chor mit 5/8-Schluss. Quersatteldächer mit Sollingplattendeckung über den Seitenschiffen, gedrehter Turmhelm mit Schieferdeckung. Verputzter Mauerwerksbau aus Bruchstein mit Werksteingliederungen aus hellem Sandstein ohne Steinmetzzeichen. Gewölbe aus Bruchstein. Nachfolgende Beschreibung nach Manuskript von Otto Gaul, um 1960:<ref>Stadtarchiv Lemgo, 14 L 9983: Bau- und Kunstdenkmäler des Landkreises Detmold, unveröff. Typoskript, 2. Fassung [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/title-info/10093449 Digitalisat].</ref> Gesamtlänge der Kirche 39,50 m.
* Chor. Umlaufende Sockelbank, die nur an der Stirnseite der Strebe pfeiler unterbrochen ist. Steinernes Dachgesims aus Platte und Kehle. Regelmäßige Gliederung durch Strebepfeiler mit einem Wasser- schlag und oberer, mit Höxterplatten abgedeckter Schräge. In jedem Joch ein spitzbogiges, 2-teiliges Maßwerkfenster mit schrägem Gewände, abgeschrägten Pfosten und spitzbogigem Vierpass.  
* Chor. Umlaufende Sockelbank, die nur an der Stirnseite der Strebe pfeiler unterbrochen ist. Steinernes Dachgesims aus Platte und Kehle. Regelmäßige Gliederung durch Strebepfeiler mit einem Wasser- schlag und oberer, mit Höxterplatten abgedeckter Schräge. In jedem Joch ein spitzbogiges, 2-teiliges Maßwerkfenster mit schrägem Gewände, abgeschrägten Pfosten und spitzbogigem Vierpass.  
* Langhaus. Die Sockelbank des Chors setzt sich am Nordschiff bis zur Tür im Ostjoch fort. Ein Dachgesims nur an der Westseite des Südschiffs. Gliederung durch Strebepfeiler (außer an der Südost- Ecke) von entsprechender Form wie am Chor. - Die Fenster sämtlich spitzbogig. Nordschiff: An der Nordseite in jedem Joch ein 3-teiliges Maßwerkfenster mit schrägem Gewände, abgeschrägten Pfosten und im Maßwerk 2 Vierpässen und kleinem Dreipass. An der West- und Ostseite je ein 2-teiliges Maßwerkfenster, bündig mit der Außenwand. - Südschiff: An der Südseite des Ost- und Mitteljoches je ein 2- teiliges Maßwerkfenster, das aus der Mitte der Mauer erheblich nach außen gerückt ist; das Gewände gekehlt, die Pfosten abgeschrägt, als Maßwerk ein spitzbogiger Dreipass. An der Südseite des Westjoches ein 3-teiliges, an der Westseite ein 2-teiliges Maßwerkfenster mit schrägem Gewände, gekehlten Pfosten und Fischblasen- Maßwerk. Das Ostfenster nur noch von innen zu erkennen. - Die jetzigen einfachen Türen aus dem 19.Jh. An der Nordseite des Ostjoches ist das Gewände einer ehem. segmentbogigen Tür z. T. sichtbar. Über den 3 Jochen Quersatteldächer mit steinernen Dreieckgiebeln. Zwischen den Giebeln an der Nordseite 2 Wasserspeier in Röhrenform mit Tierköpfen. An der Südseite 2 spätere einfache Röhren- Wasserspeier, unter dem einen noch ein älterer Tierkopf. - An der Nordost-Ecke unter dem Giebelansatz ein menschlicher Kopf, entsprechend an der Nordwest-Ecke ein Tierkopf.  
* Langhaus. Die Sockelbank des Chors setzt sich am Nordschiff bis zur Tür im Ostjoch fort. Ein Dachgesims nur an der Westseite des Südschiffs. Gliederung durch Strebepfeiler (außer an der Südost- Ecke) von entsprechender Form wie am Chor. - Die Fenster sämtlich spitzbogig. Nordschiff: An der Nordseite in jedem Joch ein 3-teiliges Maßwerkfenster mit schrägem Gewände, abgeschrägten Pfosten und im Maßwerk 2 Vierpässen und kleinem Dreipass. An der West- und Ostseite je ein 2-teiliges Maßwerkfenster, bündig mit der Außenwand. - Südschiff: An der Südseite des Ost- und Mitteljoches je ein 2- teiliges Maßwerkfenster, das aus der Mitte der Mauer erheblich nach außen gerückt ist; das Gewände gekehlt, die Pfosten abgeschrägt, als Maßwerk ein spitzbogiger Dreipass. An der Südseite des Westjoches ein 3-teiliges, an der Westseite ein 2-teiliges Maßwerkfenster mit schrägem Gewände, gekehlten Pfosten und Fischblasen-Maßwerk. Das Ostfenster nur noch von innen zu erkennen. - Die jetzigen einfachen Türen aus dem 19.Jh. An der Nordseite des Ostjoches ist das Gewände einer ehem. segmentbogigen Tür z. T. sichtbar. Über den 3 Jochen Quersatteldächer mit steinernen Dreieckgiebeln. Zwischen den Giebeln an der Nordseite 2 Wasserspeier in Röhrenform mit Tierköpfen. An der Südseite 2 spätere einfache Röhren- Wasserspeier, unter dem einen noch ein älterer Tierkopf. - An der Nordost-Ecke unter dem Giebelansatz ein menschlicher Kopf, entsprechend an der Nordwest-Ecke ein Tierkopf.  
* Dach. Die drei Quersatteldächer mit doppelt stehendem Stuhl, verbunden durch ein modernes Längssatteldach in Fortsetzung des Chordaches. Dachdeckung mit Höxterplatten.
* Dach. Die drei Quersatteldächer mit doppelt stehendem Stuhl, verbunden durch ein modernes Längssatteldach in Fortsetzung des Chordaches. Dachdeckung mit Höxterplatten.
* Der romanische Turm an der Westseite ist der älteste noch bestehende Teil der Heidener Kirche und wurde zwischen 1100 und 1150 aus Natursteinmauerwerk erstellt. Die äußeren Abmessungen betragen 8 x 8 m und die Höhe des gemauerten Turmes beträgt 23 m. Viergeschossig, ohne Geschossgliederung. An den westlichen Ecken grobe, später angebaute Strebepfeiler. An der Westseite eine einfache Tür, Inschrift "1700" (vorher ohne Eingang). Im 1. Obergeschoss im Norden ein später eingebrochenes Fenster. Im 2. Obergeschoss (urspr. Glockengeschoss) an der Nord-, West- und Süd-Seite je zwei kleinere rundbogige Öffnungen mit geradem Gewände (die westlichen vermauert). Im 3. 0bergeschoss (jetzige Glockenstube) an der Nord-, West- und Süd-Seite je eine, an der Ostseite zwei spitzbogige Öffnungen, zweiteilig mit Vierpass-Maßwerk; die westliche später zugesetzt, in der südlichen das Maßwerk z. T. zerstört. An der Westseite des Turms ein hölzernes Uhrzifferblatt des 18. Jh. Besonderes Merkmal der Kirche in Heiden ist der hohe, um 90° gedrehte achtseitige Kirchturmhelm.  
* Der romanische Turm an der Westseite ist der älteste noch bestehende Teil der Heidener Kirche und wurde zwischen 1100 und 1150 aus Natursteinmauerwerk erstellt. Die äußeren Abmessungen betragen 8 x 8 m und die Höhe des gemauerten Turmes beträgt 23 m. Viergeschossig, ohne Geschossgliederung. An den westlichen Ecken grobe, später angebaute Strebepfeiler. An der Westseite eine einfache Tür, Inschrift "1700" (vorher ohne Eingang). Im 1. Obergeschoss im Norden ein später eingebrochenes Fenster. Im 2. Obergeschoss (urspr. Glockengeschoss) an der Nord-, West- und Süd-Seite je zwei kleinere rundbogige Öffnungen mit geradem Gewände (die westlichen vermauert). Im 3. 0bergeschoss (jetzige Glockenstube) an der Nord-, West- und Süd-Seite je eine, an der Ostseite zwei spitzbogige Öffnungen, zweiteilig mit Vierpass-Maßwerk; die westliche später zugesetzt, in der südlichen das Maßwerk z. T. zerstört. An der Westseite des Turms ein hölzernes Uhrzifferblatt des 18. Jh. Besonderes Merkmal der Kirche in Heiden ist der hohe, um 90° gedrehte achtseitige Kirchturmhelm.  
Der Kirchturm wurde 1594 erbaut, 1633 durch ein "Donnergewitter" zerstört, 1663 teilweise erneuert. 1843 wurde der Turm ein weiteres Mal durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt.<ref name="Butterweck">{{ButterweckGeschichte1926}}, Seite 409 ff</ref>
Der Kirchturm wurde 1594 erbaut, 1633 durch ein "Donnergewitter" zerstört, 1663 teilweise erneuert. 1843 wurde der Turm ein weiteres Mal durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt.<ref name="Butterweck">{{ButterweckGeschichte1926}}, Seite 409 ff</ref>
Eine Vermessung der Höhe des Kirchturmes ergab 2024, dass die Höhe des Kirchturmes von der Schwelle am Turmeingang bis OK der Kugel eine Höhe von 50,62 m beträgt.
Eine Vermessung der Höhe des Kirchturmes ergab 2024, dass die Höhe des Kirchturmes von der Schwelle am Turmeingang bis OK der Kugel eine Höhe von 50,62 m beträgt.
* Nebenchor und Sakristei: An der Ostseite des Nebenchors ein rundbogiges, zweiteiliges Maßwerkfenster von derselben Forn wie die beiden am Südschiff. Die Tür 1909 angelegt. Die Jahreszahl 1888 über der Sakristei-Tür bezeichnet eine Restauration. Über beiden Anbauten ein Pultdach.
* Nebenchor und Sakristei: An der Ostseite des Nebenchors ein rundbogiges, zweiteiliges Maßwerkfenster von derselben Forn wie die beiden am Südschiff. Die Tür 1909 angelegt. Die Jahreszahl 1888 über der Sakristei-Tür bezeichnet eine Restauration. Über beiden Anbauten ein Pultdach.
===Inneres===
===Inneres===
Gewölbte Hallenkirche mit 3-schiffigem, 3-jochigem Langhaus, 5/8-Chorschluss und Westturm.<ref>Nachfolgende Beschreibung nach Gaul: Stadtarchiv Lemgo, 14 L 9983: Bau- und Kunstdenkmäler des Landkreises Detmold, unveröff. Typoskript, 2. Fassung [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/title-info/10093449 Digitalisat].</ref> Das Langhaus innen 19 m lang, 21,40 m breit, Höhe 8–8,40 m. Mittelschiff und Chor 7,70 m breit, Seitenschiffe 6 m. Länge des Chors 8 m, Höhe 9,70 m. Nebenchor 2,30 m tief und 2,65 m breit. Die Mittelschiffjoche leicht querrechteckig, die Seitenschiffjoche quadratisch. Chor stark gestreckt. Südliches Seitenschiff mit später angebautem rechteckigem Nebenchor, durch Zwischenwand abgetrennt. Zwischen Haupt- und Nebenchor nachträglich angebaute Sakristei.
Gewölbte Hallenkirche mit 3-schiffigem, 3-jochigem Langhaus, 5/8-Chorschluss und Westturm.<ref>Nachfolgende Beschreibung nach Gaul: Stadtarchiv Lemgo, 14 L 9983: Bau- und Kunstdenkmäler des Landkreises Detmold, unveröff. Typoskript, 2. Fassung [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/title-info/10093449 Digitalisat].</ref> Das Langhaus innen 19 m lang, 21,40 m breit, Höhe 8–8,40 m. Mittelschiff und Chor 7,70 m breit, Seitenschiffe 6 m. Länge des Chors 8 m, Höhe 9,70 m. Nebenchor 2,30 m tief und 2,65 m breit. Die Mittelschiffjoche leicht querrechteckig, die Seitenschiffjoche quadratisch. Chor stark gestreckt. Südliches Seitenschiff mit später angebautem rechteckigem Nebenchor, durch Zwischenwand abgetrennt. Zwischen Haupt- und Nebenchor nachträglich angebaute Sakristei.