Kirchplatz Kirche (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen
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Der Pfarrbezirk umfasste außer Heiden noch Bentrup, Dehlentrup, Hardissen, Heßloh, Hedderhagen, Loßbruch, Nienhagen, Niewald, Oettern-Bremke, Pivitsheide V. H. und bis 1915 auch Klüt, Jerxen und Orbke. Eine ehemalige Filialkapelle befand sich in Bentrup. Früheste urkundliche Erwähnung 1315.<ref>Lippische Regesten, Nr. 618.</ref> Die Kirche war reich dotiert und hatte so hohe Einkünfte, dass außer dem Pfarrer auch ein Kaplan gehalten werden konnte. Einführung des lutherischen Gottesdienstes 1537, des reformierten Bekenntnisses 1608. | Der Pfarrbezirk umfasste außer Heiden noch Bentrup, Dehlentrup, Hardissen, Heßloh, Hedderhagen, Loßbruch, Nienhagen, Niewald, Oettern-Bremke, Pivitsheide V. H. und bis 1915 auch Klüt, Jerxen und Orbke. Eine ehemalige Filialkapelle befand sich in Bentrup. Früheste urkundliche Erwähnung 1315.<ref>Lippische Regesten, Nr. 618.</ref> Die Kirche war reich dotiert und hatte so hohe Einkünfte, dass außer dem Pfarrer auch ein Kaplan gehalten werden konnte. Einführung des lutherischen Gottesdienstes 1537, des reformierten Bekenntnisses 1608. | ||
[[Datei: Lage - 07 - Kirche Heiden.jpg|thumb| | [[Datei: Lage - 07 - Kirche Heiden.jpg|thumb|Heiden, Kirchturm von Westen, 2012. Foto: Tsungam]] | ||
Im Jahre 1970 wurden in der Heidener Kirche im Zuge von Bauarbeiten archäologischen Grabungen durchgeführt. Dabei fanden Uwe Lobbedey und Friedrich Hohenschwert im Chorraum der Kirche Fundamentreste eines vorromanischen Apsidensaales, den sie in die Zeit zwischen 950 und 1025 einordnen. Dieser erste Bau hatte eine Länge von 26,80 m und eine Breite von 7,80 m und ähnelte anderen frühen Kirchengrundrissen in Lippe (Schlangen, Heiligenkirchen), jedoch der Kirchenraum in Heiden war auffällig länger. Den nachfolgenden romanischen Gewölbebau datierte Lobbedey in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts. | Im Jahre 1970 wurden in der Heidener Kirche im Zuge von Bauarbeiten archäologischen Grabungen durchgeführt. Dabei fanden Uwe Lobbedey und Friedrich Hohenschwert im Chorraum der Kirche Fundamentreste eines vorromanischen Apsidensaales, den sie in die Zeit zwischen 950 und 1025 einordnen. Dieser erste Bau hatte eine Länge von 26,80 m und eine Breite von 7,80 m und ähnelte anderen frühen Kirchengrundrissen in Lippe (Schlangen, Heiligenkirchen), jedoch der Kirchenraum in Heiden war auffällig länger. Den nachfolgenden romanischen Gewölbebau datierte Lobbedey in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts. | ||