Brüntruper Straße 4 (Cappel): Unterschied zwischen den Versionen
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[[File:Blomberg - 2015-07-12 - Kirche Cappel, Orgel (02).jpg|mini|Kirche in Cappel, Orgel, 2015. Foto: Wikimedia, Tsungam]] | [[File:Blomberg - 2015-07-12 - Kirche Cappel, Orgel (02).jpg|mini|Kirche in Cappel, Orgel, 2015. Foto: Wikimedia, Tsungam]] | ||
In der Cappeler Kirche gab es bereits um 1600 eine Orgel, eine Besonderheit in Lippe. Nach der Zerstörung und dem Wiederaufbau 1636 erhielt sie 1672 ein neues Instrument. 1795 wurde für die Detmolder Erlöserkirche eine Orgel des Orgelbauers Johann-Markus Oestreich angeschafft. Offenbar war der Detmolder Kantor Anton Heinrich Pustkuchen von dieser derart beeindruckt, dass er bei Oestreich drei weitere Orgeln mit jeweils 18 Registern in Auftrag gab, die in der lutherischen Kirche in Detmold (1805), in Cappel (1807) und in Schwalenberg (1814) aufgestellt wurden.<ref>Wagner, Orgeln in Lippe, 2008, S. 56.</ref> Beim Kircheneinsturz wurde die Orgel schwer beschädigt und für 385 Taler repariert. Sie genügte aber schon bald nicht mehr den Ansprüchen der Gemeinde und erhielt vom Paderborner Orgelbaumeister August Randebrock eine vernichtende Beurteilung.<ref>Ulrichs, 150 Jahre Kirche in Cappel, 1979, S. 23.</ref> | In der Cappeler Kirche gab es bereits um 1600 eine Orgel, eine Besonderheit in Lippe. Nach der Zerstörung und dem Wiederaufbau 1636 erhielt sie 1672 ein neues Instrument. 1795 wurde für die Detmolder Erlöserkirche eine Orgel des Orgelbauers Johann-Markus Oestreich angeschafft. Offenbar war der Detmolder Kantor Anton Heinrich Pustkuchen von dieser derart beeindruckt, dass er bei Oestreich drei weitere Orgeln mit jeweils 18 Registern in Auftrag gab, die in der lutherischen Kirche in Detmold (1805), in Cappel (1807) und in Schwalenberg (1814) aufgestellt wurden.<ref>Wagner, Orgeln in Lippe, 2008, S. 56.</ref> Beim Kircheneinsturz 1827 wurde die Orgel schwer beschädigt und für 385 Taler repariert. Sie genügte aber schon bald nicht mehr den Ansprüchen der Gemeinde und erhielt vom Paderborner Orgelbaumeister August Randebrock eine vernichtende Beurteilung.<ref>Ulrichs, 150 Jahre Kirche in Cappel, 1979, S. 23.</ref> | ||
Die heutige Orgel mit neoromanischem Prospekt wurde 1865 oder 1868 durch den Paderborner Orgelbaumeister August Randebrock für 1.257 Taler erbaut. 1975 erfolgte eine umfassende Restaurierung durch die Firma Gustav Steinmann Orgelbau aus Vlotho. Das Instrument erhielt eine neue mechanische Spiel- und Registertraktur, neue Schleifladen und eine Gehäuseabdeckung. Erhalten blieben dagegen das Gehäuse, der Spieltisch und das Pfeifenwerk.<ref>Wagner, Orgeln in Lippe, 2008, S. 56; Ulrichs, 150 Jahre Kirche in Cappel, 1979, S. 23.</ref> | Die heutige Orgel mit neoromanischem Prospekt wurde 1865 oder 1868 durch den Paderborner Orgelbaumeister August Randebrock für 1.257 Taler erbaut. 1975 erfolgte eine umfassende Restaurierung durch die Firma Gustav Steinmann Orgelbau aus Vlotho. Das Instrument erhielt eine neue mechanische Spiel- und Registertraktur, neue Schleifladen und eine Gehäuseabdeckung. Erhalten blieben dagegen das Gehäuse, der Spieltisch und das Pfeifenwerk.<ref>Wagner, Orgeln in Lippe, 2008, S. 56; Ulrichs, 150 Jahre Kirche in Cappel, 1979, S. 23.</ref> | ||