Osterheider Straße 16 (Kachtenhausen): Unterschied zwischen den Versionen

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==Gebäude==
==Gebäude==
Großer Zweiständerbau von 1655, abgebrochen ca. 2010. Kraftvolles Gefüge, die tragenden Ständer an der Diele waren nach vier Seiten mit großen, bogenförmig ausgesägten (gekehlten) Kopfbändern verstrebt. Verbretterter Giebel, auf profilierten Knaggen vorkragend, Hauptständer durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben. Dieses prächtige Haus von 1655 war ein spätes Beispiel eines voll entwickelten Zweiständerbaus, entstanden wenige Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg.
Großer Zweiständerbau von 1655, abgebrochen 2007. Kraftvolles Gefüge, die tragenden Ständer an der Diele waren nach vier Seiten mit großen, bogenförmig ausgesägten (gekehlten) Kopfbändern verstrebt. Verbretterter Giebel, auf profilierten Knaggen vorkragend, Hauptständer durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben. Dieses prächtige Haus von 1655 war ein spätes Beispiel eines voll entwickelten Zweiständerbaus, entstanden wenige Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg.


Fettdielenhaus ohne Kammerfach (der zuletzt vorhandene Wohnteil war im 18. und 19. Jahrhundert angefügt worden). Flett mit eineinhalb Fach langen und dielenhohen Luchten. Über der früheren offenen Herdstelle war in halber Höhe eine verbretterte Räucherbühne eingezogen (s. Aufmaß G. Eitzen, Querschnitt). Stallteil mit Kuh- und Rinderställen in den Stallabseiten (Kübbungen) an der Diele, Pferdestall in kastenförmig vorspringendem Einbau rechts neben dem Dielentor.  
Fettdielenhaus ohne Kammerfach (der zuletzt vorhandene Wohnteil war im 18. und 19. Jahrhundert angefügt worden). Flett mit eineinhalb Fach langen und dielenhohen Luchten. Über der früheren offenen Herdstelle war in halber Höhe eine verbretterte Räucherbühne eingezogen (s. Aufmaß G. Eitzen, Querschnitt). Stallteil mit Kuh- und Rinderställen in den Stallabseiten (Kübbungen) an der Diele, Pferdestall in kastenförmig vorspringendem Einbau rechts neben dem Dielentor.  


Das Haus wurde um 1950 von dem Hausforscher Gerhard Eitzen aufgemessen und von Josef Schepers in seinem bekannten Werk "Haus und Hof westfälischer Bauern" gewürdigt.<ref>Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1960, S. ###; vgl. auch den Beitrag von Heinrich Stiewe in Linde, Kachtenhausen 2004.</ref>
Das Haus wurde um 1950 von dem Hausforscher Gerhard Eitzen aufgemessen und von Josef Schepers in seinem bekannten Werk "Haus und Hof westfälischer Bauern" gewürdigt.<ref>Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1960, S. 371, dort mit dem aus der Inschrift abgelesenen Hofnamen "Erveling"; vgl. auch den Beitrag von Heinrich Stiewe in Linde, Kachtenhausen 2004, S. 233ff.</ref>


==Inschrift==
==Inschrift==