Osterheider Straße 16 (Kachtenhausen): Unterschied zwischen den Versionen
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→Eigentümer*innen, Bewohner*innen: Besitzerfolge nach Linde 2004 ergänzt |
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Die Inschrift in mittelniederdeutscher Sprache und lateinischen Großbuchstaben in Kernschnitt enthält den bekannten "Gottvertrauensspruch", die ersten Zeilen eines Kirchenliedes von Joachim Magdeburg (1570, Ev. Gesangbuch Nr. 660) und ein Bibelzitat aus Römer 8, "Wenn Gott für uns ist, wer kann wider uns sein", im 16. und 17. Jahrhundert eine bekannte Devise der lutherischen Reformation, u. a. von Philipp Melanchthon.<ref>Stiewe, Hausinschriften 2017.</ref> | Die Inschrift in mittelniederdeutscher Sprache und lateinischen Großbuchstaben in Kernschnitt enthält den bekannten "Gottvertrauensspruch", die ersten Zeilen eines Kirchenliedes von Joachim Magdeburg (1570, Ev. Gesangbuch Nr. 660) und ein Bibelzitat aus Römer 8, "Wenn Gott für uns ist, wer kann wider uns sein", im 16. und 17. Jahrhundert eine bekannte Devise der lutherischen Reformation, u. a. von Philipp Melanchthon.<ref>Stiewe, Hausinschriften 2017.</ref> | ||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==</ref>Angaben nach Linde 2004, S. 265.</ref> | ||
1456: ''Erveldinck'' und ''liftucht Ervelding'' (Heberolle der Zehnten und Einkünfte des Klosters Marienfeld) <ref>Heberolle der Zehnten und Einkünfte des Klosters Marienfeld , in: Franz Darpe (Bearb.), Codex Traditionum Westfalicarum, Bd. 5, Münster 1900, S. 204ff., außerdem Erwähnung im Pachtkornverzeichnis.</ref> | |||
1467: ''Ervelingk 3'' Gulden (de Monnekelude)<ref>Herbert Stöwer (Bearb.): Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507, Münster 2001, S. 92f.</ref> | |||
1528: ''Ervelinck to Cachtenhusenn'' gehört mit Weib, Kindern und Gut den Mönchen zu Marienfeld. Brinkmann und Erfling spannen zusammen und dienen m.g.H. jede Woche. Gibt den Mönchen alle Jahr 18 Scheffel Hafer und 2 Scheffel Gerste (Höfeverzeichnis der Vogtei Oerlinghausen)<ref>L101 C I Nr. 141, S. 13, Nr. 142, S. 6.</ref> | |||
1535: Ervelinck, 4 Gulden (Landschatzregister)<ref>Fritz Verdenhalven (Bearb.), Die lippischen Landschatzregister von 1535, 1545, 1562 und 1572, Münster 1971, S. 8f.</ref> | |||
1609: Halbspänner Erfflingh mit Frau, 2 Söhnen, 1 Tochter, 1 Kuhmädchen, 1 Jungen, 1 Magd (Volkszählung 1609)<ref> L 92 Z IV Nr. 29a</ref> | |||
1642: Johan Ervelinck, ein Halbspänner, den Mönchen zu Marienfeld eigen, hat Saatland zu 2 Fuder Roggen, Eichenholz zu voller Mast für 12 Schweine, Wiese zu 2 Fuder Heu, keine Teiche, und ein Zimmer (Gebäude) auf dem Hof (Salbuch 1642)<ref>L 101 CI Nr. 144.</ref> | |||
1776: Ackerbauer Erffling, mit Leibzüchterin. – Einlieger: Garnspinner Henrich Rott (Volkszählung 1776)<ref>L 92 Z IV Nr. 31.</ref> | |||
1780: Erfling zu Kachtenhausen, ein gemeiner Vollmeier, ist an das Kloster zu Marienfeld leibeigen (Salbuch 1780)<ref>L 101 CI Nr. 155.</ref> | |||
1835: Ökonom Erfling, mit Leibzüchter. – Einlieger: Zimmermann Töns Büker, Witwe Hütten, Tagelöhner Hermann Erfling, Tagelöhner Heinrich Büker, Ziegelarbeiter Friederich Sielemann, Tagelöhner Heinrich Sielemann (Volkszählung des Amtes Oerlinghausen 1835)<ref>L 108 Oerlinghausen Nr. 193.</ref> | |||
1901 Heinrich Erfling, Landwirt.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}</ref> | |||
1926 Ottilie Erfling, Wirtschafterin; Heinrich Menze, Verwalter; Wilhelm Kordhanke, Lehrer.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}</ref> | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||