Kirchweg Kirche (Heiligenkirchen): Unterschied zwischen den Versionen

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==Glocken==
==Glocken==


Heute befinden sich im Turm fünf Glocken. Eine unbeschriftete mit dem Ton h1 + 3 kann dem 15. Jahrhundert zugeordnet werden. Sie hat 96 Zentimeter Durchmesser bei 82 Zentimeter Höhe und wiegt 1100 Kilogramm. Am oberen Rand schmückt sie ein umlaufendes schmales Kranzgewinde. Die Gestaltung des Gabelkruzifixes weist auf die Glockengießerwerkstatt Grawick hin, welche mehrere Glocken für lippische Kirchen herstellte (1399 St. Johann, Lemgo; undat. Brake; 1412 Schlangen; 1446 Hohenhausen; 1466 Heiden; 1500 Hillentrup). Wilhelm Pecher verzeichnete 1917 noch eine zweite Glocke von "sehr hohem Alter", jedoch "ohne Jahreszahl / 100 Zentimeter D. 90 Zentimeter H. 12 Ztr. / Ton a […]. Ferner zeigt jede Glocke einen gekreuzigten Christus in erhabener Form [...] in 12 Zentimeter Armspannweite. Beide Glocken haben ein sehr hohes Alter." Diese zweite Grawick-Glocke wurde 1965 wegen eines Sprungs umgegossen. Als drittes erwähnte Pecher die kleine, außen vor dem Turmdach hängende Glocke von 63 Zentimeter Durchmesser und 62 Zentimeter Höhe, 450 Kilogramm Gewicht und dem Ton d. Den lesbaren Teil der Inschrift gab er wie folgt an: "Prediger[...] Meyer [...] Köllermeier [...] Kirchendechen".<ref> {{PecherVerzeichnis1919}}, S. 9, Abb. S. 2.</ref> Diese kleine Toten- und Feuerglocke wurde – wie die Orgelpfeifen – im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen.  
Heute befinden sich im Turm fünf Glocken. Eine unbeschriftete mit dem Ton h<sup>1</sup> + 3 kann dem 15. Jahrhundert zugeordnet werden. Sie hat 96 Zentimeter Durchmesser bei 82 Zentimeter Höhe und wiegt 1100 Kilogramm. Am oberen Rand schmückt sie ein umlaufendes schmales Kranzgewinde. Die Gestaltung des Gabelkruzifixes weist auf die Glockengießerwerkstatt Grawick hin, welche mehrere Glocken für lippische Kirchen herstellte (1399 St. Johann, Lemgo; undat. Brake; 1412 Schlangen; 1446 Hohenhausen; 1466 Heiden; 1500 Hillentrup). Wilhelm Pecher verzeichnete 1917 noch eine zweite Glocke von "sehr hohem Alter", jedoch "ohne Jahreszahl / 100 Zentimeter D. 90 Zentimeter H. 12 Ztr. / Ton a<sup>1</sup>. Ferner zeigt jede Glocke einen gekreuzigten Christus in erhabener Form [...] in 12 Zentimeter Armspannweite. Beide Glocken haben ein sehr hohes Alter." Diese zweite Grawick-Glocke fiel unter die Kriegsabgabe 1942, kam 1947 vom Glockenfriedhof Lünen zurück und wurde 1965 wegen eines Sprungs umgegossen in der Gießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher.<ref>{{WiesekopsiekerGlocken1970}}</ref> Als drittes erwähnte Pecher die kleine, außen vor dem Turmdach hängende Glocke von 63 Zentimeter Durchmesser und 62 Zentimeter Höhe, 450 Kilogramm Gewicht und dem Ton d. Den lesbaren Teil der Inschrift gab er wie folgt an: "Prediger[...] Meyer [...] Köllermeier [...] Kirchendechen".<ref> {{PecherVerzeichnis1919}}, S. 9, Abb. S. 2.</ref> Diese kleine Toten- und Feuerglocke fielen – wie die Orgelpfeifen – unter die Kriegsabgabe 1917.  


Das Geläut erhielt 1965 mit dem Umschmelzen der beschädigten Glocke zwei weitere neue, welche mit der verbliebenen des 15. Jahrhunderts die Tonfolge e – g – a – h erklingen lassen – den Beginn des Adventlieds "Oh Heiland, reiß die Himmel auf". Auch am Turmhelm ist wieder eine kleine Glocke aufgehängt worden. Das Geläut wird inzwischen elektronisch gesteuert. Eine Erneuerung dieser Steuerung erfolgte 2022.  
Das Geläut erhielt 1965 mit dem Umschmelzen der beschädigten Glocke zwei weitere neue, welche mit der verbliebenen des 15. Jahrhunderts die Tonfolge e – g – a – h erklingen lassen – den Beginn des Adventlieds "Oh Heiland, reiß die Himmel auf". Auch am Turmhelm ist wieder eine kleine Glocke aufgehängt worden. Das Geläut wird inzwischen elektronisch gesteuert. Eine Erneuerung dieser Steuerung erfolgte 2022.
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| '''Schlagton''' || '''Gussjahr''' || '''&#8960; in mm''' || '''m in kg''' || '''Inschrift'''
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| '''e<sup>1</sup> ''' || 1965 || 1240 || 1200 || keine Inschrift, lediglich Jahreszel 1965 <br />Zierstreifen am oberen Rand abwechselnd mit Christus-Monogramm und Fisch
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| '''g<sup>1</sup> ''' || 1965 || 1030 || 700 || keine Inschrift, lediglich Jahreszel 1965 <br />Zierstreifen am oberen Rand abwechselnd mit Christus-Monogramm und Fisch
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| '''a<sup>1</sup> ''' || 1965 || 920 || 460 || keine Inschrift, lediglich Jahreszel 1965 <br />Zierstreifen am oberen Rand abwechselnd mit Christus-Monogramm und Fisch
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| '''h<sup>1</sup> ''' || k.A. || k.A. || k.A. || keine Inschrift <br />umlaufendes Kranzgewinde am oberen Rand
|}


==Orgel==
==Orgel==