Im Seligen Winkel Kirche (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

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Glocken
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==Geschichte==
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... die Kapelle "im seligen Winkel" wurde bis 1485 zur spätgotischen Hallenkirche ausgebaut.<ref>{{MeierLippischeKirchen2004}}, S. 41</ref> Die Kapelle war Teil des ehem. Augustiner-Chorherren-Klosters.<br/>
Am Ostertag des Jahres 1460 stahl eine Frau 45 geweihte Hostien aus der Martinikirche und warf diese, aus Angst vor Verfolgung, in einen Brunnen. Sie wurde ergriffen, vor Gericht gestellt, verurteilt und verbrannt.  
Am Ostertag des Jahres 1460 stahl eine Frau 45 geweihte Hostien aus der Martinikirche und warf diese, aus Angst vor Verfolgung, in einen Brunnen. Sie wurde ergriffen, vor Gericht gestellt, verurteilt und verbrannt.  
Am Brunnen ereigneten sich danach zahlreiche Wunder. Eine blühende Wallfahrt entstand.
Am Brunnen ereigneten sich danach zahlreiche Wunder. Eine blühende Wallfahrt entstand.
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==Inschriften==
==Inschriften==
==Glocken==
==Glocken==
Das Geläut aus Stahlglocken hat die Disposition: <ref Name="Glocken">[https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x91131204366683920220210101553727 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17]</ref>
Vier Glocken aus Blomberg fielen unter die Kriegsabgabe 1917. Die älteste Blomberger Glocke aus dem Jahr 1463 fiel unter die Kriegsabgabe 1942. 1921 stifteten die Familien Siekmann, Hausmann und Stöß ein Dreiergeläut das bei Ulrich & Weule in Apolda gegossen wurde.<br />
Das Geläut der (Stahl?)glocken hat die Disposition: <ref Name="Glocken">[https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x91131204366683920220210101553727 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17]</ref>
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Die angeblich fünfälteste lippische Glocke mit dem Ton '''b''' (1463 - Jhesus Maria Broder Arent) steht seit 1948 unbenutzt im Turm.<ref Name="Glocken" />


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1977 beschloss der Kirchenvorstand ein neues Geläut anzuschaffen und die '''Broder-Arent-Glocke''' in das Geläut einzubeziehen.<ref Name="Glocken" /> <br />
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Die Disposition der von der Gießerei Rincker gefertigten Bronzeglocken ist:
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  '''LIEBE'''
Im Turm befinden sich zwei kleine Schlagglocken für die Uhr der Stadt Blomberg.


==Eigentümer==
==Eigentümer==

Version vom 25. August 2026, 15:19 Uhr

Ev.-ref. Klosterkirche Blomberg

Im Seligen Winkel Kirche (Blomberg)
OrtsteilBlomberg (Kernstadt)
StraßeIm Seligen Winkel (Blomberg)
HausnummerKirche
Karte
Adressbuch von 1901

Geschichte

... die Kapelle "im seligen Winkel" wurde bis 1485 zur spätgotischen Hallenkirche ausgebaut.[1] Die Kapelle war Teil des ehem. Augustiner-Chorherren-Klosters.
Am Ostertag des Jahres 1460 stahl eine Frau 45 geweihte Hostien aus der Martinikirche und warf diese, aus Angst vor Verfolgung, in einen Brunnen. Sie wurde ergriffen, vor Gericht gestellt, verurteilt und verbrannt. Am Brunnen ereigneten sich danach zahlreiche Wunder. Eine blühende Wallfahrt entstand.

Gebäude

Klosterkirche Blomberg, 2012, Foto: Grugerio
Klosterkirche Blomberg, 2026, Foto: Falko Sieker

Dreijochige spätgotische Hallenkirche ohne Turm. Zwei Satteldächer mit Fachwerkgiebeln. Die Kirchenglocken befinden sich im Turm der ehemaligen Martinikirche, die um 1830 abgebrochen wurde.
In der Kirche befindet sich das Garbmal von Graf Bernhard VII zur Lippe und seiner Gemahlin Anna von Holstein-Schaumburg.
Die spätgotische Hallenkirche gilt als „bedeutendster spätmittelalterlicher Kirchenbau in Lippe“.

Inschriften

Glocken

Vier Glocken aus Blomberg fielen unter die Kriegsabgabe 1917. Die älteste Blomberger Glocke aus dem Jahr 1463 fiel unter die Kriegsabgabe 1942. 1921 stifteten die Familien Siekmann, Hausmann und Stöß ein Dreiergeläut das bei Ulrich & Weule in Apolda gegossen wurde.
Das Geläut der (Stahl?)glocken hat die Disposition: [2] [3]

Schlagton Gussjahr ⌀ in mm m in kg Inschrift
f1 1921 1580 1550
as1 1921 1210 700
c2 1921 1010 450

Die angeblich fünfälteste lippische Glocke mit dem Ton b (1463 - Jhesus Maria Broder Arent) steht seit 1948 unbenutzt im Turm.[2]

1977 beschloss der Kirchenvorstand ein neues Geläut anzuschaffen und die Broder-Arent-Glocke in das Geläut einzubeziehen.[2]
Die Disposition der von der Gießerei Rincker gefertigten Bronzeglocken ist:

Schlagton Gussjahr ⌀ in mm m in kg Inschrift
des1 1977 SUCHET MICH, SO WERDET IHR LEBEN AM. 5,4 +
GOTT ALLEIN DIE EHRE
GLAUBE
es1 1977 SEID FRÖHLICH IN HOFFNUNG + RÖM. 12,12 +
GOTT ALLEIN DIE EHRE
HOFFNUNG
ges1 1977 ALLE EURE DINGE LASSET IN DER LIEBE GESCHEHEN + 1. KOR. 16.14 +
GOTT ALLEIN DIE EHRE
LIEBE

Im Turm befinden sich zwei kleine Schlagglocken für die Uhr der Stadt Blomberg.

Eigentümer

Ev.-ref. Kirchengemeinde Blomberg

Pastoren

bis 1926 [4]

  • JJJJ

Literatur

  • Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004
  • Ulrich Meier, Ein folgenschwerer Diebstahl - Der Blomberger Hostienfrevel 1460

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004, S. 41
  2. 2,0 2,1 2,2 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17
  3. Theolog. Bibliothek der Lippischen Landeskirche: "Die Glocken des Lipperlandes"
  4. Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 324 ff

Autor*innen

Wolfgang Kramer

Seitenhistorie

Seite erstellt am 17.02.2026 von Wolfgang Kramer

Letzte Änderung am: 25.08.2026 von Wolfgang Kramer