Brinkstraße (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

Geschichte: Text zur Geschichte ergänzt
Text ergänzt und überarbeitet.
Zeile 2: Zeile 2:
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}
|Koordinaten=51.94162, 9.09048
|Koordinaten=51.94162, 9.09048
}}Die Brinkstraße, auch Brink genannt, zweigt links vom Langen Steinweg als Blomberger Hauptstraße ab und führt an der Niederburg (Meierei) und Burg vorbei zum Pideritplatz.  
}}Die Brinkstraße, auch Brink genannt, zweigt links vom Langen Steinweg als Blomberger Hauptstraße ab und führt als ansteigende Straße an der Niederburg (Meierei) und der Burg vorbei zum Pideritplatz. Die Brinkstraße gab dem Brinkviertel den Namen.
   
   
==Charakteristik==
==Charakteristik==
Als linke (westliche) Nebenstraße des Langen Steinweges ist die Brinkstraße neben der Kuhstraße eine der beiden wichtigen Nebenstraßen in der Blomberger Unterstadt und wesentlicher Teil der nach dem lippischen "Drei-Straßen-Schema" angelegten Gründungsstadt Blomberg. An ihrer linken (westlichen) Seite liegt die landesherrliche Burg mit der südlich anschließenden Niederburg (Meierei, Wirtschaftshof). Die Niederburg ist durch eine hohe Mauer mit zwei Toren von der Straße abgetrennt, die Burg war zur Stadt (Brinkstraße und Pideritplatz) durch Wall und Graben  gesichert, heute befindet sich hier eine Parkanlage ("Burggarten") mit einer niedrigen Umfassungsmauer.  
Als linke (westliche) Nebenstraße des Langen Steinweges ist die Brinkstraße neben der Kuhstraße eine der beiden wichtigen Nebenstraßen in der Blomberger Unterstadt und ein wesentlicher Teil der nach dem lippischen "Drei-Straßen-Schema" angelegten Gründungsstadt Blomberg. An ihrer linken (westlichen) Seite liegt die landesherrliche Burg mit der südlich anschließenden Niederburg (Meierei, Wirtschaftshof). Die Niederburg ist durch eine hohe Mauer mit zwei Toren von der Straße abgetrennt, die Burg war zur Stadt (Brinkstraße und Pideritplatz) durch Wall und Graben  gesichert, heute befindet sich hier eine Parkanlage ("Burggarten") mit einer niedrigen Umfassungsmauer. Nur die Ostseite und der südliche Teil der Westseite der Brinkstraße sind mit Bürgerhäusern bebaut.
Nur der südliche Teil der Westseite und die Ostseite der Brinkstraße sind mit Bürgerhäusern bebaut.


==Name==
==Name==
Als Zufahrt zur landesherrlichen Burg wurde die Straße in älterer Zeit auch als "Burgstraße" bezeichnet, das nach ihr benannte Brinkviertel hieß dann "Burgstraßenviertel". Das niederdeutsche Wort "Brinkk" bedeutet nach Schiller-Lübben so viel wie "Rand eines Ackers" oder "grüner Anger" oder "Rand eines Gehöftes, wo die Häuser der Brinksitzer zu stehen pfllegen" oder auch "Rand eines Hügels oder der Hügel selbst".<ref>Karl Schiller/August Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bd. 1, Bremen 1875, S. 424f.[https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=buecher&term=schiller-luebben+i&seite=g424-425 Digitalisat (Uni Heidelberg)].</ref> Besonders die letzte Definition trifft auf die Blomberger Brinkstraße zu, aber auch ihre Randlage in Bezug auf die Blomberger Burg. In Dörfern wird oft der grasbewachsene Dorfplatz oder Anger auch als Brink bezeichnet, er wurde als gemeinschftliches Weideland genutzt und hier konnten sich kleine Kötterstätten der sog. Brinksitzer ansiedeln. auf die Blomberger Brinkstraße trifft das nicht zu, doch sind hier im Vergleich zur Kuhstraße mehr kleinbürgerliche Hausstätten anzutreffen.
Als Zufahrt zur landesherrlichen Burg wurde die Straße in älterer Zeit auch als "Burgstraße" bezeichnet, das nach ihr benannte Brinkviertel hieß dann "Burgstraßenviertel". Das niederdeutsche Wort "Brinkk" bedeutet nach Schiller-Lübben so viel wie "Rand eines Ackers", "grüner Anger" oder "Rand eines Gehöftes, wo die Häuser der Brinksitzer zu stehen pfllegen" oder auch "Rand eines Hügels oder der Hügel selbst".<ref>Karl Schiller/August Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bd. 1, Bremen 1875, S. 424f.[https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=buecher&term=schiller-luebben+i&seite=g424-425 Digitalisat (Uni Heidelberg)].</ref> Besonders die letzte Definition trifft auf die ansteigende Blomberger Brinkstraße zu, aber auch ihre Randlage in Bezug auf die Blomberger Burg. In Dörfern wird oft der grasbewachsene Dorfplatz oder Anger auch als Brink bezeichnet, er wurde als gemeinschftliches Weideland genutzt und hier konnten sich kleine Kötterstätten der sog. Brinksitzer ansiedeln. Auf die Blomberger Brinkstraße trifft das nicht zu, doch sind hier im Vergleich zur Kuhstraße deutlich mehr kleinbürgerliche Hausstätten anzutreffen.
   
   
==Geschichte==
==Geschichte==
Zeile 19: Zeile 18:


==Literatur==
==Literatur==
 
 
Heinrich Stiewe, Das "Steinhaus" im Burggarten zu Blomberg. Zur Baugeschichte eines alten Wirtschaftsgebäudes der Blomberger Burg, in: Heimatland Lippe 83, 1990, S. 51-60.
 
==Quellen==
==Quellen==